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epa05088841 Women protest against sexism outside the cathedral in Cologne, Germany, 05 January 2016. After assaults on women outside Cologne main station at New Year, little is currently known about the perpetrators.  EPA/OLIVER BERG

Frauen demonstrieren auf dem Kölner Bahnhofsplatz gegen Sexismus.
Bild: EPA/DPA

Nach den Übergriffen in Köln: Eiertanz um die Herkunft der Sexualtäter

Solange die Behörden den kulturellen Hintergrund der Sexualtäter von Köln tabuisieren, spielen sie in die Hände der Fremdenfeinde. Sexuelle Übergriffe gehören auch in der Schweiz zum Alltag. Täglich werden hierzulande 17 Sexualdelikte aktenkundig.

Anna Wanner / Aargauer Zeitung



Nach der Silvesterfeier in Köln reichten 121 Frauen Anzeige ein. Eine Mehrheit war an jenem Abend sexuell belästigt worden, häufig wurde den Frauen gleichzeitig Handy und Portemonnaie geklaut.

Die Situation ist unbestritten ernst: Zwei Frauen haben angegeben, vergewaltigt worden zu sein. Opfer und Zeugen sollen gesehen haben, dass es sich bei den Tätern um junge Männer aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum handelt.

Gestern gab die Polizei bekannt, dass 16 identifiziert wurden. Trotzdem ist acht Tage nach den Übergriffen schwer nachvollziehbar, was geschah. Der Kölner Polizeichef Wolfgang Albers sprach von «Straftaten einer völlig neuen Dimension».

Das Ablenkungsmanöver

Was diese «völlig neue Dimension» ausmacht, darüber scheiden sich die Geister. Einerseits wird gemutmasst, dass die Angriffe eine neue Form von Bandenkriminalität darstellen. Auch in Hamburg und Stuttgart wurden Frauen belästigt.

Women shout slogans and hold up a placard that reads

Frauen demonstrieren gegen Übergriffe auf dem Kölner Bahnhofsplatz.
Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Und die Zeugenaussagen decken sich mit jenen aus Köln: Die Opfer wurden umzingelt, an Brüsten, Hintern und im Schritt begrapscht – und dann bestohlen.

Die deutsche Kriminologin Rita Steffes-enn äusserte gegenüber watson die These, dass es sich beim Betatschen um ein Ablenkungsmanöver handle, um dem Opfer Portemonnaie und Handy zu rauben.

«Wenn in einer so kurzen Zeit, am selben Ort eine derartige Zahl von Delikten verübt wird, muss das Vorgehen abgesprochen worden sein», sagt sie.

Das Prinzip der Gleichheit

Gleichzeitig rückte schnell eine zweite These in den Vordergrund: Die Täter mit «nordafrikanischem» Aussehen entstammten einer Kultur mit patriarchalischem Rollenverständnis: die Frau als Objekt, die Frau ohne Rechte.

epa05091801 A member of a German-Tunesian association hands out flowers to pedestrians outside the main station in Cologne, Germany, 07 January 2016.  According to police, a considerable number of women were sexually assaulted and mugged in the area surrounding Cologne's central railway station on New Year's Eve.  EPA/MAJA HITIJ

Eine tunesisch-deutsche Organisation verteilt weisse Rosen an Kölner Frauen.
Bild: EPA/DPA

Die pauschale Verurteilung junger Maghrebiner schürt den Fremdenhass.

Gegenüber der «Nordwestschweiz» forderten bereits Anfang Woche Frauenrechtlerinnen, Gesellschaft und Politik müssten sich endlich mit dem Frauenbild im Islam auseinandersetzen.

Die deutsche Soziologin Necal Kelek erklärte stellvertretend: «Die Täter fühlten sich kollektiv moralisch dazu legitimiert, die Opfer sexuell zu attackieren und auszurauben, weil sie das Prinzip der Gleichheit zwischen Mann und Frau nicht kennen und akzeptieren.»

Obwohl zunächst wenig über die Täter bekannt war, sprachen deutsche Politiker über die Ausweisung straffälliger Asylsuchender. Rechtspopulisten sahen sich in ihrem Rassismus bestätigt, verdrehten Zahlen und redeten von 1000 beteiligten Tätern, ja von einer Massenvergewaltigung.

Und es wird klar: Die pauschale Verurteilung junger Maghrebiner schürt den Fremdenhass.

Das «sexuelle Amüsement»

Wie ungeschickt die Behörden mit der Thematik umgehen, zeigte sich gestern. Deutsche Zeitungen vermeldeten, dass entgegen den offiziellen Angaben die Herkunft von hundert kontrollierten Personen bekannt sei. «Nur bei einer kleinen Minderheit handelte es sich um Nordafrikaner, beim Grossteil der Kontrollierten um Syrer», soll ein Kölner Polizist ausgeplaudert haben.

Die Einsatzbeamten gaben an, noch mehr zu wissen: «Vorrangig» sei es den «meist arabischen Tätern» in der Silvesternacht um «sexuelles Amüsement» gegangen.

Besser wäre es, nüchtern zu analysieren, woher die Gewaltbereitschaft kommt und wie sie unterbunden werden kann. Die Frage klären, ob dafür alleine ein anachronistisches Rollenbild verantwortlich ist, oder ob fehlende Perspektiven zum Unmut beitragen.

Die Angaben, welche die Polizisten gegenüber deutschen Medien gemacht haben, sind nicht bestätigt. Doch das Agieren der Behörden zeigt, dass zumindest die Verlockung zur Augenwischerei gross ist. Sie wollen erst Anfang nächste Woche wieder informieren. Für sie wäre es wohl einfacher, wenn die Täter keine frisch aufgenommenen Flüchtlinge wären.

Das grosse Tabu

Denn neben einzelnen mutmasslich Straffälligen haben im vergangenen Jahr 800 000 Personen Asyl in Deutschland beantragt. Es braucht wenig Fantasie, um sich vorzustellen, wie schnell der Goodwill ins Negative kippen kann. Bloss: Um dies zu verhindern, darf die kulturelle Herkunft der Täter nicht tabuisiert werden.

epa05089093 Police check suspects at the Cologne Central Station in Cologne, Germany, 05 January 2016. On New Years Eve dozens of women were molested and robbed around the Cologne Central Station.  EPA/MARIUS BECKER

5. Januar 2016: Die Polizei kontrolliert Verdächtige am Kölner Bahnhof.
Bild: EPA/DPA

Hundert Frauen wurden belästigt, die Übergriffe sind real. Also ist es wichtig zu wissen, ob die Frauen in der Vorstellung der Täter eine untergeordnete Rolle einnehmen. Und ob diese feindliche Haltung notgedrungen auch zu Gewalt führt.

Wenn die Behörden nun die Flüchtlinge vor Feindlichkeiten schützen wollen, indem sie die Herkunft der Täter nicht preisgeben, spielt das letztlich in die Hände der Fremdenfeinde.

Besser wäre es, nüchtern zu analysieren, woher die Gewaltbereitschaft kommt und wie sie unterbunden werden kann. Die Frage klären, ob dafür alleine ein anachronistisches Rollenbild verantwortlich ist, oder ob fehlende Perspektiven zum Unmut beitragen. 

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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Adrian Schwarz (1) 08.01.2016 13:36
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, wie diese Taten im Vorfeld abgesprochen wurden, wie der kommunikative Ablauf ausgesehen hat. Wenn es Flüchtlinge gewesen sind, können sie doch nicht alle aus der gleichen Unterkunft gekommen sein, zu mal anderen Leuten eine solche Absprache doch mit Sicherheit auch aufgefallen wäre. Und wenn sie aus unterschiedlichen Unterkünften kommen, dürfte die Kommunikation umso schwerer gewesen sein. Was mich zu der Frage bringt, wie so etwas logistisch bewerkstelligt wird. Wie zieht man das auf, wie entsteht überhaupt ein solche Idee und wer initiiert sie?
  • Smart as hell 08.01.2016 13:35
    Highlight Highlight Ein Beteiligter Polizist hat nicht etwas ausgeplaudert. Es handelt sich auch nicht, wie in diesem Artikel suggeriert wird, um eine Meinung oder Vermutung. Warum muss das Gewicht dieses faktums mit salopper Wortwahl heruntergespielt werden? Die genannte Tatsache stammt aus einem polizeirapport der Einsatzleitung der Kölner Polizei, der den Medien zugespielt wurde weil die offiziellen Statements vor Lügen nur so strotzten. Immer schön ehrlich bleiben, gilt auch für die Freunde von Watson.
  • BeWi 08.01.2016 13:15
    Highlight Highlight ich hab im Tagi gelesen, dass diese Antanz-Masche längst bekannt sei aber meist bei den Männern von Frauen anwendet wurde / wird. Ok, bei den Männern ist es ja nicht so schlimm...
    • BeWi 08.01.2016 14:50
      Highlight Highlight eben..
    • tamkat 08.01.2016 18:48
      Highlight Highlight Auszug des Artikels: «Es gab schon immer verschiedene Varianten des Antanzens. Davon waren allerdings überwiegend Männer betroffen» (...) «Und es spielte sich in aller Regel nicht im sexuellen Bereich ab.» Dass Trickdiebe nun Frauen nicht nur bestehlen, sondern auch sexuell angreifen, ist ein neues Phänomen.

      Weshalb lesen Sie den Artikel nicht zu Ende? Aufgrund der Antanz-Diebstähle wird in Köln seit 2013 sogar eine spez. Polizei-Dienststelle betrieben. Verstehe zudem nicht, wie man diese Masche mit traumatisierenden, sexuellen Übergriffen vergleichen und sich dabei benachteiligt fühlen kann.
  • Elkomentarias 08.01.2016 12:43
    Highlight Highlight Warum herrschen Kriege vor allem in Ländern in der die Sexualität (nicht einseitige Triebbefriedigung) unterdrückt wird? Aus so einem Klima kommen viele zu uns und werden mit einer "konsumgeilen pornogeselschaft" in der man alles kann und alles darf konfrontiert. Und dann ist man jung hat alles verloren, und der Westen zeigt sich mit seinen bröselnden illusionen einer heilen Welt. Ich finde auch man sollte diesen Leute mit Härte klarmachen, so nicht.! Aber mich nerven die Heuchler die am meisten schreien und verurteilen, aber wahrscheinlich selbst ein verquältes komisches Frauenbild haben.
  • borinod 08.01.2016 12:32
    Highlight Highlight Ich wurde vor +/- 10 Jahren im Raum Basel gleich zweimal überfallen/angefallen und sexuell belästigt. Eine Freundin von mir ebenfalls. In allen Fällen waren es Nordafrikaner. Tut mir leid wenn ich schubladisiere, aber es gibt Ausländer und Flüchtlinge; Und es gibt nordafrikanische Männer.
  • Jonasn 08.01.2016 12:24
    Highlight Highlight Es ist eine lächerliche Berichterstattung. Das ganze krakeele der Rechten, "Medien verschweigen alles", führt bei den Medien dazu, dass jeder Mist dazu breitgeschrieben wird.Es heisst, fast alle Täter hätten französisch gesprochen (z.b.Algerien, Marokko), dann heisst es, alles Syrer.Syrer sprechen aber wenig französisch, hpts. englisch als Fremdsprache. Da glaub ich eher, dass es Banden waren, die aus FRA rübergekommen sind, wie es ja auch schon kolportiert wurde. Fakt ist: man weiss kaum was und sollte lieber mal in Ruhe die Ermittlungen abwarten - so spielt man nur den Hetzern in die Hände.
    • DerWeise 08.01.2016 13:14
      Highlight Highlight Man weiss mittlerweile mehr, viel mehr :(
    • Jonasn 08.01.2016 14:57
      Highlight Highlight Man weiss gar nix. Diese "syrischen" Papiere sind keine Pässe. Wenn da einer irgendwo in Lesbos oder Athen oder Wien, München, Marseille ankommt und Asyl beantragt und sagt, er sei Syrer, dann steht das erstmal so da drin. Die Prüfung kommt dann noch. Wenn da jetzt pauschal gesagt wird, das seien Syrer, dann gibt es eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass das einfach nicht stimmt. Daher: in Ruhe ermitteln, und auch hinter die Fassade schauen, anstatt panikartig jede pseudo-Info breit zu treten.
  • Angelo C. 08.01.2016 12:19
    Highlight Highlight Jegliche bewusste Beschönigungsversuche und falsche Darstellungen, die aus der anfänglich mehrheitlich fehlenden Berichterstattung wird spätestens dann obsolet, wenn man sich hier die persönlichen Aussagen beteilgter Polizisten und andere Fakten vergegenwärtigt :

    http://www.ardmediathek.de/tv/Brennpunkt/K%C3%B6ln-Das-Protokoll-der-%C3%9Cberforderung/Das-Erste/Video?documentId=32640614&bcastId=1082266
    • Jan Pegoraro 08.01.2016 13:30
      Highlight Highlight Brauchen wir jetzt mehr Polizisten oder weniger kriminelle?
  • Jan Pegoraro 08.01.2016 12:06
    Highlight Highlight In Deutschland versucht man aus den Fehlern vom zweiten Weltkrieg zu lernen. Jedoch macht der Staat und die Presse im Moment genau das gleiche. Zu lange wurden über Themen geschwiegen und jeder der anderst denkt als extremisten abgestempelt und von der Presse ignoriert. Nur so wurden der Hass grösser und aus rechts Denker wurden dann wirklich extremisten.
  • Ordo Malleus 08.01.2016 11:51
    Highlight Highlight Also mich verwundert die ganze Situation überhaupt nicht. Es fehlt schlicht und einfach am Unrechtsbewusstsein.

    Also Sofortmassnahme zur Förderung der Integration schlage ich vor, dass ein landesweites Alkoholverbot eingeführt wird und die Frauen sich verschleiern müssen. Kappa.
  • Wolfsblut_2 08.01.2016 11:36
    Highlight Highlight Was ist denn mit dem Frauenbild bei uns? Bis 1981 war in der Schweiz der Mann das verbriefte Oberhaupt der Familie. Ein Frauenlohn wird noch immer gleich bewertet wie ein Zweitwagen, ist also nice to have. Egal, ob im sozialen, wirtschaftlichen, privaten oder religiösen Bereich, Frauen stehen auch in der christlichen Kultur immer eine Stufe unter der des Mannes.
    • DerWeise 08.01.2016 13:16
      Highlight Highlight Nur, spielt das Christentum hier kaum mehr ein Rolle.
  • lily.mcbean 08.01.2016 10:00
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, diese Sache stinkt mir zum Himmel. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das das alles eingefädelt wurde um noch mehr Hass und Angst zu schüren. Aber wieso? Was haben diese Männer davon? Wer profitiert davon? Wer steckt dahinter? So viele Übergriffe in so vielen verschiedenen Städten können doch kein Zufall sein.
    • LandeiStudi 08.01.2016 11:39
      Highlight Highlight Oder einfach anerkennen das Wir in Europa zukünftig kulturelle Probleme haben werden und die lösen müssen und können. Das aber auch Bereitschaft beider Seiten benötigt wird. Der Islam wie er in den Gebieten wo die Flüchtlinge (die ein gutes Recht auf Asyl haben) gelebt wird eine nicht zuvernachlässigende Rolle spielt. Und wir lernen das Willkommenskultur ohne gute (evtl. auch strenge) Integration zu Problemen führt die Fanatikern und Fundamentalisten in die Hände spielt.
    • Hierundjetzt 08.01.2016 11:41
      Highlight Highlight Nö. Nix Verschwörung. Tatsachen.

      Was Du da so unbelastet bar jeglicher Erkenntnis daherformulierst, kann unter positivem Rassismus subsumiert werden.

      Bitte hör auf damit.
    • poga 08.01.2016 11:58
      Highlight Highlight @studi das ist wohl nicht grundsätzlich ein muslimisches Problem. Ich denke dass das dort auch unter anderen Religionsgruppen verbreitet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • trio 08.01.2016 09:12
    Highlight Highlight Diese Verbrechen sind abscheulich, keine Frage. Leider gab es das schon vorher, nur nicht in dem Ausmass. Anstatt zu verurteilen sollten wir Vorleben, was wir von anderen verlangen. Bei uns ist das Bild der Frauen leider auch nicht so super. Sprich sexistische Werbung, weniger Lohn im Arbeitsleben etc. Oder siehe aktuell der Fall Spiess-Hegglin, was man da für Kommentare liest ist unter aller Sau!
    Das Verhalten dieser Männer ist klar zu verurteilen, gleichzeitig wäre ein Blick auf uns selber angebracht. Ausserdem ist die Ausschaffung doch keine nachhaltige Lösung.
    • trio 08.01.2016 13:27
      Highlight Highlight Ich habe überhaupt nichts auf die gleiche Stufe gestellt. Die Richtung ist allerdings schon die gleiche, und da können wir durchaus bei uns selber beginnen.
      Mit eindeutig zu argumentieren, obwohl es nur ihre Meinung ist, finden Sie oké?
      http://www.ebg.admin.ch/themen/00008/00072/index.html?lang=de
      sagt nämlich etwas ganz anderes. Und für mich ist das durchaus auch eine Art von Gewalt gegen Frauen.
    • trio 08.01.2016 16:20
      Highlight Highlight Haben Sie den Text überhaupt gelesen? Da steht schwarz auf weiss, Frauen verdienen 20% weniger, wovon rund 40% auf diskriminierendem Verhalten basieren. Für mich hat genauso mit Geringschätzung zu tun, nur das Verhalten ist anders. Und die Opferzahlen sind ungleich höher.
      Ich stimme einfach dem Ruf nach härteren Strafen und Ausschaffung nicht bei. Die Straftaten müssen im voraus verhindert werden, d.h. mehr Polizisten die auch eingreifen und die Straftaten verhindern können! Nebenbei müssen wir auch unser eigenes Verhalten überdenken.
  • koks 08.01.2016 08:46
    Highlight Highlight Erstaunlich, dieser Meinungsumschwung, der da in den Medien plötzlich stattfindet. Vielleicht hat man gemerkt, dass zuviel Beschönigung der oft 1:1 aus deutschen Medien übernommenen Beiträge die Wähler direkt zu einem JA zur Ausschaffungsinitiative treibt?
  • Biindli 08.01.2016 08:27
    Highlight Highlight Sexuelle Übergriffe auf Frauen sind schon ewig Alltag. Leider. Welcher Frau wurde nicht schon Mal in den Hintern gekniffen etc. Mir ist das seit meinem ersten Ausgang Ende 90 er unzählige Male passiert. Was mir bei diesen Vorfällen Angst macht ist die "Bedrängungssituation , dass mehrere Männer einen Kreis um eine Frau bilden und ihr so jede Fluchtmöglichkeit abschneiden. Da kriegt man panische Angst und kann sich nicht wehren.
  • Sillum 08.01.2016 08:27
    Highlight Highlight Die einzig richtige Aussage dieses Textes ist sein Titel. Tatsächlich: Die Berichterstattung über die ganze unsägliche Angelegenheit ist ein einziger Eiertanz. Wenn bei einem Auftritt der rechtsextremen Idioten von Glatzköpfen mit Springerstiefeln gesprochen wird, regt sich niemand auf. Obwohl Tausende - vor allem Ältere Herren - Glatze tragen. Jeden ist doch absolut klar woher die Täter zur Hauptsache stammen.
  • ferox77 08.01.2016 08:20
    Highlight Highlight "Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eins: Raus, und zwar schnell!"
    Dieser Satz kommt nicht etwa von M. Le Pen, Geert Wilders oder Udo Voigt. Nein, diese Satz kommt vom deutschen Ex-Bundeskanzler und Sozialdemokraten Gerhard Schröder bei seinem Wahlkampf 1997.
    Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.
  • NWO Schwanzus Longus 08.01.2016 07:54
    Highlight Highlight Das wird viel öfter vorkommen. Solange die Grenzen nicht geschlossen sind, solange die Asylforderer weiter reingelassen werden, werden solche Dinge öfter passieren und sogar deutlich schlimmeres. Ich hoffe das Deutsche Volk fegt die Regierung weg.
    • thedarkproject 08.01.2016 09:03
      Highlight Highlight Da überschätzt du aber das Deutsche Volk mein Lieber :)
    • atomschlaf 08.01.2016 10:43
      Highlight Highlight @Südländischer Macho: Ich bewundere Deinen Optimismus, aber ich fürchte, es bräuchte noch etliche solcher Vorfälle bis die Mehrheit der Deutschen zur Vernunft kommt...
  • simiimi 08.01.2016 07:46
    Highlight Highlight Die Analyse im Artikel ist sehr gut, doch die Folgerung erscheint mir sehr utopisch: Sollte, wie vermutet, die Gewaltbereitschaft auf einer kulturell bedingter Geringschätzung beruhen, so ist diese Ursache wohl schwerlich kleinzukriegen, schon gar nicht kurz- bis mittelfristig.
    • thedarkproject 08.01.2016 09:01
      Highlight Highlight Sehr gute Schlussfolgerung. Diese Ursache ist nicht klein zu kriegen. Nicht mit aller Bildung auf der Welt. Nur eine Reformation/Aufklärung des Islam hilft.
  • Tilman Fliegel 08.01.2016 07:40
    Highlight Highlight Die Frage ist vielleicht noch, ob es tatsächlich Syrer waren oder einfach Menschen mit syrischen Papieren. Man weiss ja, dass Trittbrettfahrer der Flüchtlingswelle mit gefälschten Papieren unterwegs waren und auch, dass die Maschinen zum herstellen von Pässen in falsche Hände geraten sind.
    Vom Verhalten her passt das was man hört zum Ägyptischen Tahir Platz.
    • MaskedGaijin 08.01.2016 08:50
      Highlight Highlight ja, gerüchten zu folge waren es inuit, luxemburger und chinesische touristen mit gefälschten syrischen pässen...
  • Der Bademeister 08.01.2016 07:19
    Highlight Highlight Ja ja die fehlenden Perspektiven entschuldigen alles. Solche Täter gehören ausgeschafft, sofern es sich dann um Ausländer / Flüchtlinge handelt. Das kann auch eine Perspektive sein, welche wirken würde.
  • dracului 08.01.2016 07:16
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, was in Zürich aktuell passiert? Im Moment reden alle von Köln, aber in Zürich geschah Ähnliches und man hört auch nichts von den Behörden. Es ist doch schon eigenartig, dass in unterschiedlichen Städten ähnliche Ereignisse geschehen sind? Als ob alles in grösserem Stil geplant wurde.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 08.01.2016 07:47
      Highlight Highlight Du denkst es gibt eine Organisation von Nordafrikaner und Personen die arabisch aussehen, die in Halb-Europa an Sylvester Frauen begrapscht haben?
      Newsflash, das machen wir doch schon seit Jahren selber.
      Bevor man die Anzahl sexueller Übergriffe nicht mit den Vorjahren vergleicht, muss man gar nicht erst Anfangen mit deiner Art der Argumentation.
    • Pana 08.01.2016 08:19
      Highlight Highlight Richtig Andre. Anbei eine fast unglauliche, aber so auf 20min veröffentlichte Aussage:

      «Anfangs dachte ich, es seien einfach irgendwelche dummen Typen, die es nicht lassen können: Solche gibt es ja immer im Ausgang», erklärt Sara. Erst, als Sie von den Ereignissen in Deutschland erfahren habe, sei ihr klar geworden, was genau passiert war.

      Was soll man dazu noch sagen? Sie meinen, dass dies "normal" sei im Ausgang. Eine Anzeige machten sie jedoch, nachdem sie die Nachrichten aus Köln sahen...
    • themachine 08.01.2016 08:25
      Highlight Highlight In Zürich ist nicht mal annähernd "ähnliches" geschehen.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 08.01.2016 07:09
    Highlight Highlight Als ich das letzte Mal in ländlichen Regionen von Indonesien war, wurde mir immer wieder mitgeteilt, dass sie die Kultur des Westena verabschäuen, weil er mit MTV, freizügigem Sex und Pornos dazu beiträgt, dass die Moral in der Gesellschaft zusammenbricht und es zu Belästigungen kommt.
    • Alix Oswald 08.01.2016 10:51
      Highlight Highlight Du bist ein ganz schlauer, dir wurde immer wieder mitgeteilt....ein Indonesier wie dir, als Gast, sicher keine Kritik an deiner Kultur, und immer wieder schon gar nicht, an den Kopf geworfen haben :)
      Gerade Indonesien, mein Freund, ist kein gutes Beispiel...recherchieren da mal genauer was da hinter dem Lächeln abgeht!
  • Blutgruppe 08.01.2016 07:08
    Highlight Highlight Hier ein sehr differenzierter Artikel der NZZ zum Thema:
    http://www.nzz.ch/feuilleton/phallisch-aggressives-verhalten-1.18673539
  • Pana 08.01.2016 06:40
    Highlight Highlight Ich habe schwere Probleme, wenn man bei diesen abscheulichen Vorkomnissen von "Kultur" anfängt zu sprechen. Dazu bringe ich nochmals die Statistik vom Oktoberfest mit durchschnittlich "200 Sexuellen Übergriffen". Dies soll kein Whataboutism sein, aber so zu tun als ob sexuelle Vergehen gegen Frauen nicht Teil der hierigen Verhältnissen über den letzten Jahrzehnte gewesen sein sollen, ist einfach Heuchelei.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 08.01.2016 07:05
      Highlight Highlight Keine Ahnung wieso du Blitze gekriegt hast, weil recht hast du IMO.
    • Mok2nd 08.01.2016 07:16
      Highlight Highlight Warum denn die reflexartige Ablenkung bzw. Veralgemeinerung?
      Auch ich wiederhole mich. Die dammbruchartige Ankunft von mehreren Tausend junger Männer aus Ländern mit aus unserer Sicht problematischem Frauenbild und das Zeitpunkt der geschehenen Ereignisse in diesem Ausmass lassen sich nicht durch Zufall und erklären und schon gar nicht mit dem Hinweis auf sonst stattfindende Verbrechen relativieren.
      Diese verharmlosenden und ablenkenden Aussagen schüren rechtslastige Reflexe, zurecht, denn auch sie (die Aussage) negiert ein Problem auf gleiche Weise, wie die andere Seite sie aufbläht.
    • Bowell 08.01.2016 07:17
      Highlight Highlight Man muss aber schon unterscheiden wie die Täter vorgehen. Ich denke kaum, dass am Oktoberfest dutzende Männer Frauen einkreisen um sie zu belästigen. Es stellt ja wahrscheinlich kaum jemand in Abrede, dass die "westliche Kultur" frei von sexueller Gewalt ist, im Gegenteil, aber ich wage zu behaupten, dass das Verhältnis von Täter zu Opfer z.Bsp. am Oktoberfest tendenziell 1:1 und nicht 20:1 ist.
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