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10'000 Kroaten gedenken der Ermordung der faschistischen Ustascha-Einheiten



Rund 10'000 Kroaten haben am Samstag auf dem Loibacher Feld in Österreich der Ermordung von Angehörigen der faschistischen Ustascha-Miliz am Ende des Zweiten Weltkriegs gedacht.

Es gehe darum, an die «Qual, Verfolgung und den grausamen Tod unzähliger Menschen» zu erinnern, sagte ein hoher kroatischer Geistlicher bei der Gedenkmesse.

1945 wurden Tausende Angehörige der Ustascha-Miliz des faschistischen «Unabhängigen Staates Kroatien» (NDH) nach der Kapitulation Nazideutschlands umgebracht. Die genaue Zahl der Opfer ist umstritten.

Kroaten-Gedenktreffen am Loibacher Feld am Samstag, 12. Mai 2018 in Bleiburg. Das Treffen steht wegen des Bezugs auf das faschistische Ustascha Regime unter Kritik. (KEYSTONE/APA/APA/GERT EGGENBERGER)

Bild: APA

Rund 40'000 geflüchtete Soldaten, die aufseiten Nazideutschlands gekämpft hatten, wurden in Bleiburg mit ihren Familienangehörigen von der britischen Besatzungsmacht an die kommunistischen Tito-Einheiten ausgeliefert. Tausende wurden von diesen an Ort und Stelle oder auf dem Rückmarsch nach Jugoslawien umgebracht.

Kritiker sehen in dem Treffen einen Aufmarsch von Neonazis, die das faschistische Ustascha-Regime verherrlichten. Deshalb hatte die katholische Kirche in Kärnten, die die Erlaubnis für die Messe bei der Gedenkstätte erteilt, dieses Jahr jegliche politische Fahnen, Transparente, sowie einschlägige Abzeichen und Uniformen verboten.

Sieben Teilnehmer wurden laut Polizei festgenommen, weil sie gegen die Auflagen verstiessen. Knapp 100 Personen nahmen an einer Gegendemonstration teil.

(sda/dpa)

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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Unicron 13.05.2018 22:19
    Highlight Highlight Ich dachte zuerst ich hätte den Titel falsch gelesen und es ginge um die OPFER der Faschisten.
    Aber da lag ich wohl falsch :ugly:
  • swisskiss 13.05.2018 19:25
    Highlight Highlight Vor Jahren beim Zusammenbruch Jugoslawiens, fragte sich Jeder erstaunt, wie plötzlich gute Nachbarn von einem Tag auf den anderen mit ungeheurem Hass aufeinander los gehen konnten.

    Und wenn man sich die Kommentare betrachtet, die von beiden Seiten die Deutungshoheit der Geschichte einfordern, merkt man erst, dass Tito ein Staatskonstrukt geschaffen hat, dass Geschichte vorschrieb und nicht aufarbeitete.

    Und offensichtlich ist die Geschichte bis heute nicht aufgearbeitet, sondern wird je nach Herkunft zum eigenen Vorteil interpretiert.

    Und das verhindert gegenseitiges Veständnis.
  • ZaharztAua 13.05.2018 11:17
    Highlight Highlight Was in Kroatien damals tatsächlich geschah, wurde bis zum Jahr 2000 unterdrückt; wer vorher zur Schule ging, hat nie davon gehört.

    Während dem 2.WK haben die Ustaze in Zusammenarbeit mit dem VATIKAN, über 300.000 orthodoxe Serben abgeschlachtet, ebensoviele vertrieben und ebensoviele zwangskonvertiert
    ... mit dem Ziel der Schaffung eines katholischen Staates, frei von Orthodoxen. Die abartige Brutalität der Ustaze schockte selbst die Nazis.

    Den Ustaze-Führern wurden vom Vatikan Adelstitel verliehen. Man spricht von einem Katholfaschismus.
    • Weisnidman 14.05.2018 19:29
      Highlight Highlight Dann Googelt doch mal über die Cetnik Einheiten! Btw die Werden noch heute von den Serben in den Himmel gelobt.
  • Don Alejandro 13.05.2018 10:43
    Highlight Highlight Heute, nach der vermeintlichen Aufklärung der Gesellschaft, werden Nazisoldaten Hof und Ehre gemacht. Dies ist einfach nur pietätslos. Klar war das Tito-Regime ebenfalls gnadenlos, aber in Deutschand würde man aber auch nicht auf die Idee kommen, den deutschen gefallenen Soldaten in Stalingrad öffentlich zu gedenken. Dies reisst unnötig Wunden auf, Kroatien als gereifter Staat, steht dies nicht gut an.
  • Ehringer 13.05.2018 10:39
    Highlight Highlight Das Ganze sollte man doch etwas differenziert sehen. Ja, es waren Nazis und ja, der Anlass wird von Nazis instrumentalisiert. Aber: der Anlass soll auch einem sinnlosen Gemetzel gedenken. Nichts, auch nicht die Nazizugehörigkeit, rechtfertigt diese Massenermordung. Nur weil es Nazis waren sollte solches nicht unter den Teppich gekehrt werden. So wie der Anlass von Nazis missbraucht wird ist aber natürlich völlig daneben und gehört verboten.
    • ZaharztAua 13.05.2018 14:36
      Highlight Highlight ... Dass die Ustaze grausame Massenmörder der übelsten Sorte waren, ist Dir bekannt?
      Da frage ich Dich, wenn Du schon so viel Mitleid mit denen hast: Hast Du auch Mitleid mit deren Opfer?
    • PaLve! 13.05.2018 17:56
      Highlight Highlight Also wenn man an einen von Nazis geführten Anlass geht, ist man keiner dieser?
    • Ehringer 13.05.2018 20:35
      Highlight Highlight Da wird mir aber ziemlich das Wort im Mund umgedreht. Ich habe selber gesagt, dass der Anlass missbraucht wird. Klar ist es ein Naziaufmarsch, dass weiss ich. Ich weiss auch, dass die Ustaze ganz schlimm waren. Nach meinen Moralvorstellungen macht das den Mord an den Ustaze aber definitiv nicht besser. Als Gedenkanlass und als Erinnerung an die Kriegsverbrechen der Sieger ist der Anlass aber in der Grundidee nicht so d neben wie es manche darstellen wollen.

      Und ZahnarztAua: mir zu unterstellen ich hätte Mitleid mit den Nazis aber nicht mit deren Opfern ist unterste Schublade. Völlig daneben.
  • Nelson Muntz 13.05.2018 09:16
    Highlight Highlight Faschismus ist ja kein neues Problem in Kroatien. Nicht das erste Mal seit der Unabhängigkeit, dass man zu nationalistisches Verhalten zeigt.
  • kupus@kombajn 13.05.2018 08:35
    Highlight Highlight Ein ausgesprochen oberflächlicher Artikel! Das ist nur die halbe Wahrheit.

    Nicht nur Angehörige der Ustascha-Einheiten fanden damals den Tod, sondern auch tausende Domobrani (Angehörige der regulären kroatischen Truppen, Zivilisten (auch Kinder) und Andere, welche glaubten, vor den Tito-Partisanen fliehen zu müssen. Es ist zwar eine Schande, dass der Gedenkanlass von Nazis instrumentalisiert wird und sich die kroatische Regierung und Gesellschaft zu wenig davon distanzieren, aber es ist trotzdem kein Nazi-Gedenkanlass.
    • Adam Gretener (1) 13.05.2018 09:27
      Highlight Highlight Also sorry, aber die Partisanen im ehemaligen Jugoslawien haben sich gegen die faschistischen Besetzer (Deutschland, Kroatien) gewehrt. Kleiner Geheimtipp: google mal "Balkanfeldzug". Die Familie meiner Frau wurde bis auf ihren Vater komplett ausgelöscht, er lebte als 4jähriger mit seinen Schulkollegen in den Wäldern um den Nazis zu entkommen. Und Du erzählst hier irgendeinen Bruns von wegen die Ustasa mussten sich gegen Tito verteidigen. Ohne die Nazis gäbe es gar keine Partisanen damals. Get your facts right.
    • Weisnidman 13.05.2018 14:13
      Highlight Highlight @Adam und in meiner Familie wurden die Männer von den Partizanen getötet und das halbe Dorf abgeschlachtet!
      Nach dem Krieg wurde weiter gewüstet und alles was kroatisch war gelöscht, verbrannt und gefoltert!
      Get your facts right!!!
    • kupus@kombajn 13.05.2018 14:45
      Highlight Highlight Ich muss gar nichts googeln. Mit dem Thema kenne ich mich hervorragend aus. Lies lieber nochmal, was ich geschrieben habe, bevor du mir "Bruns" unterstellst. Ich gebe sonst auch gerne Nachhilfe bzgl. Leseverständnis. Btw: meine Familie hatte auch Opfer durch die Ustascha zu beklagen, aber eben auch durch die Partisanen, und zwar genau während der Bleiburger Todesmärsche, und sie waren keine Ustasche. Wer glaubt, Titios Partisanen seien Heilige gewesen, ist ausserordentlich naiv.
  • Adam Gretener (1) 13.05.2018 08:23
    Highlight Highlight Widerlich. Die Ustasa waren Hitler-Kollaborateure und haben hunderttausende Menschen getötet. Unglaublich, Kroatien entwickelt sich zum zweiten Mal zu einem Fascho-Staat.
    • Weisnidman 13.05.2018 14:06
      Highlight Highlight Hunderttausende??? Das einseitige unwissen lässt grüssen. Was hat ein gedenken an geschlachteten gefangenen und Zivilisten mit Faschismus zu tun?? Die Folter ging ja witer in der ganzen Zeit Jugoslawiens
    • ZaharztAua 13.05.2018 14:41
      Highlight Highlight Korrektur:
      Die Ustasa waren nicht Hitleer-Kollaborateure, sondern VATIKAN-Kollaborateure.

      Der Vatikanstaat wurde unter Mussolini 1931 gegründet. Während der Epoche der faschistischen Regimes war dieser Vatikanstaat ganz auf deren Linie, mit dem Ziel der Gründung katholischer Staaten.

      Z.B. Spanien war so ein katholischer Staat. Kirchenleute sassen in der Regierung. Franco ging unter Baldachin und war "von Gott gesandt".

      Erst im 2. Vatikanischen Konzil hat die kahtolische Kirche ihren schrecklichen, menschen- und gottverachtenden Irrweg erkannt und auf Regierungstätigkeiten verzichtet..
    • PaLve! 13.05.2018 17:59
      Highlight Highlight Natürlich waren das Handlanger der Nazis. Für die Nazis war es ausserordentlich praktisch, wenn sich die minderwertigen Slawen gegenseitig auslöschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Weisnidman 13.05.2018 08:11
    Highlight Highlight Man kann ja alles drehen wie man will! Dies hat nichts mit Nazis zu tun. Die Nazis hatten selbst das damalige Kroatien unter Kontrolle und mordeten um sich. Das Massaker von Bleiburg ist ein Völkermord das immer noch Politisch missbraucht wird und keiner je beschuldigt wurde. Ist nicht alles schwarz weiss, gut böse...Bleiburg war eine geplanter Massenmord von Gefangenen und Zivilisten, ausgeführt von den Kommunisten mit Tito, bewilligt von Frankreich und England.
    • Adam Gretener (1) 13.05.2018 09:33
      Highlight Highlight Schon wieder so ein Geschichtsklitterer. Die Kroaten haben sich bei erster Gelegenheit Hitler an den Hals geschmissen. Und terrorisierten anschliessend den gesamten Westbalkan dank ihrer "neuen Freunde". Ohne die Ustasa hätte es nie Partisanen gegeben, die sich gewehrt haben.
    • Neruda 13.05.2018 11:12
      Highlight Highlight Sogar die Nazis kritisierten die Grausamkeit der Ustascha in deren KZ Jasenovac. Die Ustascha waren besonders perfide mit ihren Serbenschneidern und katholische Priester beteiligten sich am Morden, kannst ja mal Miroslav Filipović googeln. Zudem sagen der kroatische Historiker Vjeran Pavlaković und andere seriöse Wissenschaftler, dass auf dem Loibacher Feld nur ungefähr 40 kroatische Soldaten umkamen. Die anderen Ermordungen fanden auf jugoslawischem Gebiet statt. Dieser Gedenkanlass ist eine Schande für die katholische Kirche, den österreichischen und den kroatischen Staat und wird diesem schönen Land Kroatien nicht gerecht.
    • Weisnidman 13.05.2018 14:02
      Highlight Highlight @Marks das wurde nach dem Krieg von den Tito Regim aufgetragen und die Kirche im allgemeinen verurteilt.
      @Neruda du nennst nur einen und generalisierst alle damit.
      Und das nur 40 Soldaten bei Bleiburg umkammen ist jetzt der Gipfel! Und der Herr Pavlakovic ist gleich wie Goldstein. Den sollten sie auch bestens kenn wenn ich Ihre Sichtweise so sehe.
      Goli Otok war nach ihnen auch ein Ferienort und die UDBA eine humane Abteilung.
      Die neuen Ausgrabungen sprechen eine andere Sprache als die die bis 1992 gepredigt wurde
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  • a-n-n-a 13.05.2018 07:13
    Highlight Highlight Und das im Jahr 2018.. eine Schande, dass Österreich sowas zulässt.

    Kein Fussbreit dem Faschismus!
  • Sissi Macheath 13.05.2018 01:36
    Highlight Highlight wow. Einfach nur unglaublich, dass Nazis Gehör finden. Traurig und unverständlich.
    • Weisnidman 13.05.2018 08:12
      Highlight Highlight Sorry aber mit Nazis hat das ganze nichts zu tun
    • Adam Gretener (1) 13.05.2018 09:47
      Highlight Highlight Doch, Weisnidman, die Kroaten waren die Handlanger Hitlers genau wie Mussolini oder Franco. Einfach nationalistische Mörder.
    • Weisnidman 13.05.2018 13:42
      Highlight Highlight Nennt mir eine Nation im zweiten Weltkrieg eine weisse Weste hatte??Die CH hat ja auch gut vom Nazigold profitiert, mal so am rande zu erwähnen...Das alles geschah nach der Kapitulation, und es waren Kroaten, nicht nur die Ustasas unter ihnen. Erst nach dem zerfall Jugoslawiens durfte die Wahrheit erforscht werden, alles bis zu diesem Zeitpunkt wurde verleugnet und falsch verurteilt.Sorry aber kenne mich mit dem Thema Bleiburg leider bestens aus da ich selbst dort angehörige verloren habe. Erst richtig verstehen dann kann man urteilen
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