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Peru's presidential candidate Keiko Fujimori gestures to supporters and media as she holds her I.D. after voting during presidential election in Lima, Peru, April 10, 2016. REUTERS/Mariana Bazo

Keiko Fujimori geniesst das Bad in der Menge.
Bild: MARIANA BAZO/REUTERS

Obwohl ihr Vater im Knast sitzt: Keiko Fujimori bei Präsidentschaftswahl in Peru klar vorn



Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl in Peru hat am Sonntag nach Teilergebnissen kein Kandidat und keine Kandidatin die absolute Mehrheit erreicht. Die konservative Politikerin Keiko Fujimori erhielt demnach am meisten Stimmen.

Damit dürfte die 40-jährige Tochter von Ex-Staatschef Alberto Fujimori am 5. Juni in einer Stichwahl gegen den Zweitplatzierten Pedro Pablo Kuczynski antreten. Fujimori habe am Sonntag gut 38 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die nationale Wahlkommission nach Auszählung von einem Fünftel aller Stimmen mit.

Fujimoris Hauptrivale, der 77-jährige frühere Wallstreet-Banker Kuczynski, kam demnach auf rund 25 Prozent, die 35-jährige Linksabgeordnete Verónika Mendoza auf gut 16 Prozent.

Die Wähler wollten einen Wandel, sagte Fujimori in einer ersten Reaktion vor ihren jubelnden Anhängern. «Das ist eine grosse Verantwortung, die wir respektieren werden.» Sie rief alle Wähler auf, am 5. Juni «für den Wandel und für die Zukunft» zu stimmen. Fujimori wäre die erste Frau an der Spitze des Staates.

Vorsichtige Distanz zum Vater

Keiko Fujimoris Vater, der heute 77-jährige Alberto Fujimori, hatte das Land in den Jahren 1990 bis 2000 mit harter Hand regiert. Seit 2009 verbüsst er wegen Korruption und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eine 25-jährige Haftstrafe. Er spaltet bis heute das Land, seine Tochter ging deshalb im Wahlkampf auf vorsichtige Distanz zu ihm.

Demonstrators take part in a protest against presidential candidate Keiko Fujimori and against the 1992 coup by her father, former President Alberto Fujimori, in downtown Lima, Peru, Tuesday, April 5, 2016. Keiko Fujimori is the front running candidate in Peru's upcoming April 10 election. (AP Photo/Esteban Felix)

Sie sprachen sich gegen eine Kandidatur Fujimoris aus: Tausende Demonstranten gingen vergangene Woche auf die Strasse.
Bild: Esteban Felix/AP/KEYSTONE

Der Urnengang am Sonntag war überschattet von Vorwürfen gegen Keiko Fujimori und andere Kandidaten, sie hätten versucht, Wähler mit Geschenken zu beeinflussen. Während die Vorwürfe gegen sie und Kuczynski fallengelassen wurden, wurden neun andere Kandidaten ausgeschlossen oder zogen ihre Bewerbungen zurück.

Ausserdem waren am Samstag bei zwei Angriffen im Dschungel im Landesinneren nach neuen Angaben der Behörden sieben Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Die Armee vermutete die kommunistische Guerilla Leuchtender Pfad, gegen die Fujimoris Vater hart vorgegangen war, hinter den Taten.

Insgesamt waren 23 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, einen Nachfolger für den scheidenden Präsidenten, den Linkspolitiker Ollanta Humala, zu wählen. Das neue Staatsoberhaupt tritt am 28. Juli sein Amt an. (cma/sda/afp)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Luca Brasi 11.04.2016 09:22
    Highlight Highlight Schon erstaunlich, dass Töchter von Diktatoren oder Rechtspopulisten in der heutigen Zeit so beliebt sind. Südkorea, Peru, Frankreich, etc. lassen grüssen.
    4 0 Melden
  • Wandtafel 11.04.2016 06:59
    Highlight Highlight Fujimori? Kuczynski? Peru? Wie kommt's das solche Namen dort auftauchen?
    6 7 Melden
    • DeineMudda 11.04.2016 07:29
      Highlight Highlight Hast du schon mal was von Migration gehört? Ist ein Phänomen, welches auch bei uns auftaucht, oder wie erklärst du dir die Vielfältigkeit der Schweizer Nachnamen?
      8 5 Melden
    • Donald 11.04.2016 08:12
      Highlight Highlight Hättest du mal in Geschichte besser aufgepasst. Jetzt hast du halt Wissenslücken und wählst SVP. Schade.
      13 5 Melden
    • HerrOber 11.04.2016 10:33
      Highlight Highlight Secondos können in andere Länder sogar Präsidenten werden, Horror!
      4 2 Melden

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