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«Abtreibung nur das letzte Mittel»: FARC-Guerilla weist Vorwürfe über Zwangsabtreibungen zurück



Die kolumbianische Guerillaorganisation FARC hat Berichte über Hunderte Zwangsabtreibungen in ihren Reihen zurückgewiesen. Im Dezember war in Spanien ein Mann festgenommen worden, der bei FARC-Kämpferinnen insgesamt rund 500 Zwangsabtreibungen vorgenommen haben soll.

«Wir leben permanent in einer Situation des totalen Kriegs. Eine schwangere Guerillera stellt ein Risiko für sich selbst und ihr Kind dar.»

FARC-Kommuniqué

Der Verdächtige sei niemals Mitglied der Rebellengruppe gewesen, teilte die FARC-Führung in der Nacht auf Sonntag mit.

FARC-Kämpferinnen dürfen nach den internen Regeln nicht schwanger werden. «Wir leben permanent in einer Situation des totalen Kriegs. Eine schwangere Guerillera stellt ein Risiko für sich selbst und ihr Kind dar», hiess es in der Mitteilung der FARC. Eine Abtreibung sei allerdings immer nur das letzte Mittel.

Der nun in Spanien festgenommene Mann soll bei zwangsrekrutierten Indio-Frauen bis zum achten Schwangerschaftsmonat Abtreibungen vorgenommen haben.

Die FARC und die kolumbianische Regierung stehen kurz vor dem Abschluss eines Friedensabkommens, um den seit Jahrzehnten andauernden Konflikt beizulegen. Im Bürgerkrieg zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Rebellen und rechten Paramilitärs kamen in dem südamerikanischen Land bislang über 220'000 Menschen ums Leben, Millionen wurden vertrieben. (wst/sda/dpa)

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