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Bewohner auf Guadeloupe bringen ihre Boote in Sicherheit.  Bild: AP/AP

«Dominica ist zerstört»: Hurrikan Maria wütet in Karibik ++ Auf Kategorie 5 hochgestuft

19.09.17, 01:30 19.09.17, 11:29

Ticker: Hurrikan Maria sorgt für Verwüstung in der Karibik

Nicht schon wieder. Nur knapp 2 Wochen nach Irma droht ein weiterer Hurrikan die Karibikstaaten zu verwüsten.

Der Tropensturm «Maria» hat auf seinem Weg in die Karibik weiter an Stärke gewonnen. Das US-Hurrikanzentrum hat den Sturm am Montagabend (Ortszeit) zu einem Hurrikan der höchsten Kategorie 5 heraufgestuft. Es toben Windstärken von bis zu Tempo 260.

Innerhalb weniger Stunden wurde der Hurrikan gleich zweimal hochgestuft und erreicht nun die höchste und gefährlichste Kategorie 5. «Maria» sei nun ein «potenziell katastrophaler» Hurrikan, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. Der Sturm steuert auf mehrere Karibikinseln zu. Es drohen starker Wind, heftiger Regen und hohe Wellen.

Ähnlicher Kurs wie Irma

Nach der derzeitigen Prognose dürfte «Maria» einen ähnlichen Kurs wie «Irma» einschlagen. Der Rekord-Hurrikan hatte vor rund zwei Wochen in der Karibik und im US-Bundesstaat Florida erhebliche Verwüstungen angerichtet. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

«Was hier auf uns zusteuert, haben wir noch nie erlebt. Das ist ein extrem gefährlicher Hurrikan», sagte der Gouverneur von Puerto Rico zu CNN. Zum letzten Mal wurde Puerto Rico vor 100 Jahren von einem Wirbelsturm dieser Stärke getroffen 

In hochwassergefährdeten Bereichen auf Martinique müssten die Gemeinden ihre Bevölkerung in Sicherheit bringen, teilte die Präfektur am Montag (Ortszeit) mit. Die Behörden riefen zudem dazu auf, das Wirtschaftsleben zu stoppen und alle öffentlichen Verkehrsverbindungen zu unterbrechen.

Der französische Innenminister Gérard Collomb rechnete mit «grossen Schwierigkeiten» für die französischen Überseegebiete, sollte «Maria» Guadeloupe schwer treffen. Guadeloupe sei bislang die Logistikzentrale für die Hilfslieferungen an die von Hurrikan «Irma» betroffenen Inseln gewesen, sagte Collomb in Paris.

Kurs Richtung Jungferninseln

Laut NHC bewegte sich der Hurrikan mit einer Windgeschwindigkeit von 175 Stundenkilometern auf die Leeward-Inseln zu. «Maria» könne eine «gefährliche Sturmflut mit grossen und zerstörerischen Wellen» verursachen, warnte das NHC. Für die Leeward-Inseln, die Jungferninseln und Puerto Rico sagte das Hurrikan-Zentrum heftige Regenfälle und schwere Überschwemmungen voraus.

Hurrikanwarnungen wurden auch für den Commonwealth-Inselstaat St. Kitts und Nevis, das britische Überseegebiet Montserrat und die Dominikanische Republik ausgegeben. Auf den Britischen und Amerikanischen Jungferninseln, den niederländischen Antilleninseln Sint Eustatius und Saba und den Inselstaaten St. Lucia sowie Antigua und Barbuda wurden ebenfalls Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Vor eineinhalb Wochen waren die französischen Karibikinseln Saint-Martin und Saint-Barthélemy vom Hurrikan «Irma» heimgesucht worden. Die Insel Saint-Martin teilt sich in einen französischen und einen niederländischen Teil, genannt Sint Maarten. Laut Staatspräsident Emmanuel Macron waren auf französischer Seite elf Menschen ums Leben gekommen. Die niederländischen Behörden zählten mindestens vier Todesopfer. (sda/dpa/afp/reu)

Hurrikan «Irma» hinterlässt ein Bild der Zerstörung

44s

Hurrikan «Irma» hinterlässt ein Bild der Zerstörung

Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • aglio e olio 19.09.2017 08:55
    Highlight Diese Wirbelsturmliveticker haben was voyeuristisches.
    Aber auch hier schafft die Nachfrage das Angebot.
    Was läuft eigentlich so in Argentinien?
    4 0 Melden
  • rodolofo 19.09.2017 08:05
    Highlight Ist ja kein Wunder, kommen die nie auf einen grünen Zweig!
    Und nach dem x-ten Tornado wird auch die Motivation immer kleiner, wieder ein kleines Bäumchen zu pflanzen, aus dem dann mal ein grüner Zweig wachsen könnte.
    Die Natur kann manchmal äusserst brutal sein.
    Kein Wunder, können auch Menschen manchmal äusserst brutal sein...
    11 3 Melden
    • Schnuderbueb 19.09.2017 12:47
      Highlight x-ten Tornado? Tornados sind Regionale Wetterlagen mit wenigen km ø. Teile der kleinen und grossen Antillen wurden aber vom x-ten Hurrikan getroffen. Hurrikans sind Grosswetterlagen die über 1000 km ø haben könnnen. Kann aber sein, dass sich in einem Hurrikan Tornados bilden.
      2 0 Melden
    • rodolofo 19.09.2017 19:26
      Highlight Ja, stimmt.
      Hurikans meinte ich eigentlich.
      0 0 Melden
  • Menel 19.09.2017 07:08
    Highlight Und hinter Maria braut sich schon was Neues zusammen 😳
    12 0 Melden
  • öpfeli 19.09.2017 06:17
    Highlight 05:13
    Wilma gibts auch? Wüten gleich 2 Stürme?
    5 5 Melden

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