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Members of the Egyptian security forces walk around debris of a Russian airplane at the site a day after the passenger jet bound for St. Petersburg, Russia crashed in Hassana, Egypt, on Sunday, Nov. 1, 2015. The Metrojet plane, bound for St. Petersburg in Russia, crashed 23 minutes after it took off from Egypt's Red Sea resort of Sharm el-Sheikh on Saturday morning. The 224 people on board, all Russian except for four Ukrainians and one Belarusian, died.(AP Photo)

Sicherheitskräfte beim Wrack der Absturzmaschine.
Bild: /AP/KEYSTONE

Hinweise verdichten sich: USA und Grossbritannien sehen Bombe als Ursache für Flugzeugabsturz

Nach dem Absturz einer russischen Passagiermaschine in Ägypten verdichten sich die Hinweise, dass eine Bombe an Bord die Flugzeugkatastrophe ausgelöst haben könnte. Ein Sprengkörper sei eine «signifikante Möglichkeit» als Ursache, sagte Grossbritanniens Aussenminister Philip Hammond am Mittwochabend in London.



Grossbritanniens Aussenminister Philip Hammond nannte das Szenario einer Bombe an Bord des russischen Flugzeugs eine «signifikante Möglichkeit». Es seien verschiedene Quellen ausgewertet worden, bevor die Regierung zu dem Schluss gekommen sei. In Ägypten werden derzeit die Flugschreiber ausgewertet. Nach dem Start in Scharm el Scheich war am Samstag der Airbus A321 der sibirischen Firma Kolavia über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. 224 Menschen kamen ums Leben. Die Unglücksursache war bisher unklar. Es ist das schwerste Unglück in der Geschichte der russischen Luftfahrt.

Hammond warnte vor Flugreisen nach oder über Scharm el Scheich in Ägypten. Es werde von allen Reisen an den Flughafen des Ferienorts am Roten Meer abgeraten, die nicht notwendig seien. Es würden vorerst keine Flüge von Grossbritannien nach Scharm el Scheich starten. Auch Irland liess vorerst keine Flugzeuge mehr von und nach Scharm el Scheich fliegen.

«Es gibt ein eindeutiges Gefühl, dass es ein Sprengkörper war, der im Gepäck oder anderswo im Flugzeug versteckt wurde.»

Vertreter der US-Regierung, anonym

Ägyptens Aussenminister Samih Schukri hatte bereits die britische Entscheidung, Flüge für Mittwochabend zu stoppen, «vorzeitig und ungerechtfertigt» genannt. Er sei sehr enttäuscht, sagte er der BBC. Auf die Frage, ob er einen Terroranschlag für möglich halte, sagte er dem US-Sender CNN, das müsse die Untersuchung klären. Vorschnelle Urteile oder Massnahmen könnten negative Auswirkungen auf eine grosse Zahl von Ägyptern haben, die von der Tourismusindustrie lebten.

epa04968710 British Foreign Secretary Philip Hammond speaks to the the media after meeting with Serbian Prime Minister Aleksandar Vucic (unseen) in Belgrade, Serbia on 8 October 2015. British Foreign Secretary Philip Hammond arrived in Belgrade for talks with high ranking officials about the migrant situation in Europe as well the ongoing Serbia's negotiation with the EU to become a member state.  EPA/ANDREJ CUKIC

Der britische Aussenminister Philip Hammond.
Bild: ANDREJ CUKIC/EPA/KEYSTONE

Ungewöhnliche Geräusche

Unmittelbar nach dem Absturz hatte ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) behauptet, dafür verantwortlich zu sein. Experten bezweifelten, ob das stimmt. Die Behörden in Russland und Ägypten bezeichneten einen Anschlag als unwahrscheinlich. Die Agentur Interfax wiederum berichtete über ungewöhnliche Geräusche, die kurz vor dem Absturz von der Black Box aufgezeichnet worden seien.

Einem CNN-Bericht zufolge schliessen die US-Geheimdienste einen Anschlag nicht aus. «Es gibt ein eindeutiges Gefühl, dass es ein Sprengkörper war, der im Gepäck oder anderswo im Flugzeug versteckt wurde», zitierte der Sender einen namentlich nicht genannten Vertreter der US-Regierung. Es gebe aber keine belastbaren oder bestätigten Geheimdienstberichte für eine spezifische Bedrohung vor dem Absturz. Die US-Geheimdienste seien noch zu keinem Ergebnis gekommen.

Die US-Regierung vermied es unterdessen, diese Vermutung öffentlich zu nähren. «Es wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht hilfreich, unsere eigenen Ansichten oder Meinungen in die Ermittlungen einfliessen zu lassen», sagte der Sprecher des Aussenministeriums John Kirby am Mittwoch. Mitarbeitern der Regierung würde von Reisen in den Sinai aus Sicherheitsgründen zwar abgeraten. Diese Empfehlung beruhe aber auf keinen neuen Informationen, sondern auf bereits bekannten Bedrohungen. 

Die Extremisten bekräftigten am Mittwoch in einer Audionotiz im Namen des IS-Ablegers auf dem Sinai ihre Behauptung, den Absturz verursacht zu haben. Gegebenenfalls werde man irgendwann nähere Informationen dazu veröffentlichen, hiess es. Die Stellungnahme konnte zunächst nicht unabhängig verifiziert werden. (dwi/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • WeischDoch 05.11.2015 11:10
    Highlight Highlight Das einzig Tolle an dieser Behauptung der Briten und der U$A wäre die reaktion der Russen...
    Ich sehe den Bombenteppich für den IS schon in der Produktion. Leider muss aber auch gesagt werden: Wer die Russen kennt, weiss das keine Rücksicht auf die Zivilisten genommen wird. Bei einer Bestätigung dieser Vermutung schon gar nicht. Aber eine gnadenlose Nonstop-Bombardierung des IS finde ich akzeptabel.
  • DerWeise 05.11.2015 08:45
    Highlight Highlight Mal was Ergänzen:

    a) Der IS hat imho noch nie eine Stellungnahme zu einem Anschlag gemacht, den Sie am Ende gar nicht selbst durchgezogen haben. Weil ihr Ruf sonst im Eimer wäre.

    b) Ägypten würde einen Anschlag wohl nicht mal kommunizieren, wenn der Fall klar wäre. Ohne Touris wäre Land komplett weg vom Fenster
  • svwa 05.11.2015 07:20
    Highlight Highlight "...ein eindeutiges Gefühl..." im ernst jetzt?
    • Herr Lehmann 05.11.2015 10:54
      Highlight Highlight Achtung! Beim Gefühle im Spiel könnte es eine schwangere Frau geschrieben haben ;)
  • Grego 05.11.2015 06:51
    Highlight Highlight Amis und Briten wollen die Absturzursache eines russischen Flugzeugs aufklären? Das stinkt zum Himmel.
    • Roger Gruber 05.11.2015 07:40
      Highlight Highlight Und dies, nachdem US-Geheimdienste, während die Trümmer noch qualmten, schon verlauten liessen, dass ein terroristischer Akt ausgeschlossen werden könne. Diese Spinner kann man nun wirklich nicht ernst nehmen..
  • dnsd 05.11.2015 05:04
    Highlight Highlight Rein auf die Analyse dieser zwei Staaten würde ich mich nicht verlassen. Sie waren auch überzeugt, dass Sadam Massenvernichtungswaffen hat! 😜
  • TobiWanKenobi 05.11.2015 02:43
    Highlight Highlight Einige unter euch denken anscheinend ernsthaft, der IS sei nicht dazu in der Lage, eine Bombe an Bord einer Maschine unterzubringen und sie in der Luft detonieren zu lassen. Ihr seid naiv. Es ist ein Kinderspiel, islamische Fanatiker in die Sicherheitsabläufe eines Flughafens einzuschleusen, gerade in derart korrupten und gespaltenen Ländern. Einige Deziliter Sprengstoff reichen, um ein fatales Loch zu reissen und Hunderte Menschen in den Tod zu stürzen. Einige Zeit ist auch vergangen, seit der IS mächtig ist. Es könnte der Anfang einer ganz schlimmen Entwicklung sein.
    • Roger Gruber 05.11.2015 07:44
      Highlight Highlight Und das schöne dabei ist doch, dass unsere Welcome-Heinis noch den roten Teppich ausrollen, wenn diese Leute als Flüchtlinge getarnt nach Europa strömen. Natürlich werden sie auch mit Smart-Phones ausgestattet, damit die Kommunikation zur Planung ihrer "Freizeit-Aktivitäten" gewährleistet ist.
    • Paul_Partisan 05.11.2015 08:53
      Highlight Highlight Genau! Dann haben die noch Smartphones! SKANDAL! Nehmt euch in Acht von den IS-Terroristen-Flüchtlinge-Schmarotzer-Pack!!!! Und wer kümmert sich um die Obdachlosen????

      Nein jetzt mal im Ernst: Bastel dir ein Aluhut und geh zur Pegida aber verschon' uns bitte vor diesem geistigen Schrott.
    • Roger Gruber 05.11.2015 09:44
      Highlight Highlight Hurra, wieder mal ein Aluhut-Witz! Wirklich geistreich, der wird einfach nie alt und ist immer wieder originell. Immer und immer und immer wieder..
      Um mal kurz ernst zu sein, liebes Paulchen, es ist doch interessant deine Meinung zu den europäischen Obdachlosen zu hören. Gerade gestern habe ich einen Beitrag gesehen aus Italien. Familien werden aus ihren Wohnungen geworfen, weil nach Jobvelust die Miete fällig blieb. Die Familien leben jetzt in Zelten, während in ihre frisch renovierten Wohnungen Flüchtlinge einziehen. Findest du es angebracht, dich darüber lustig zu machen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aaron 05.11.2015 02:05
    Highlight Highlight Fffft.
  • Max Heiri 05.11.2015 00:04
    Highlight Highlight Ich verstehe das Kalkül des IS nicht. Die Russen gehen praktisch nur gegen ihre Konkurrenten vor und der IS provoziert so nur in deren Fokus zu gelangen
    • Yolo 05.11.2015 06:54
      Highlight Highlight Ev war es auch "nur" ein unglücklicher Zufall und der Attentäter war zu doof zwischen einer russischen Maschine und dem eigentlichen Ziel zu unterscheiden.
    • Typu 05.11.2015 07:43
      Highlight Highlight Der IS ist keine Einheit mit einem Programm an dem sich alle halten. Die sind auch zersplittert.

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