International

Nach üblem Passagier-Rauswurf: United-Airlines-Chef sagt endlich «sorry»

12.04.17, 09:43

Nach dem gewaltsamen Rauswurf eines Passagiers aus einem überbuchten Flugzeug hat sich der Chef der US-Fluggesellschaft United Airlines offiziell für den Vorfall entschuldigt. «Ich bin noch immer erschüttert davon, was auf diesem Flug passiert ist, und ich entschuldige mich aufrichtig», erklärte Oscar Munoz am Dienstag.

Seine Entschuldigung gelte dem Mann, der aus dem Flugzeug gezerrt worden sei sowie «allen Kunden an Bord». Diese Erklärung ging deutlich weiter als bisherige Äusserungen des United-Chefs.

Er hatte zuvor auf der Website des Unternehmens lediglich erklärt, es sei «für uns alle ein erschütternder Vorfall». Sein Unternehmen werde den Fall untersuchen und bemühe sich darum, «die Lage zu klären». United Airlines will auch den internen Umgang mit Überbuchungen prüfen und bis Ende des Monats Ergebnisse dazu vorlegen.

Von der Gewaltanwendung gegen den Passagier gibt es Videoaufnahmen, die seit Montag im Internet kursieren. Sie zeigen, wie drei Polizisten vor dem Abflug aus Chicago nach Louisville im Bundesstaat Kentucky am Sonntag (Ortszeit) den offenbar asiatischstämmigen Mann auffordern, seinen Platz zu räumen.

Als er sich weigert, wirft ihn einer der Beamten zu Boden und schleift ihn über den Gang zum Ausstieg. Der Passagier schreit laut und auch die anderen Insassen reagieren schockiert. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ujay 12.04.2017 11:19
    Highlight Wie bei einem Grossteil der amerikanischen Polizisten (zuerst schiessen, dann fragen) scheint es auch bei privatem Sicherheitspersonal in den USA an fundamentalster Ausbildung zu fehlen.
    6 1 Melden
  • Pegi9999 12.04.2017 10:04
    Highlight Ich hoffe, dass die Aktie einbricht und die united in millionenhöhe verklagt wird.. karma bitch!
    25 3 Melden
    • Tobias K. 12.04.2017 10:55
      Highlight Es war eine dumme und respektlose Aktion der Beteiligten. Keine Frage. Aber soll man den das ganze Unternehmen zum Teufel wünschen? Immerhin arbeiten um die 84.000 Mitabreiter bei United. Die Aktie hat im Übrigen kurzfristig rund 6% verloren (was etwa 1.3 Mia. ausmachte). Nur bei solchen Aktionen (Wertverlust des Unternehmens) müssen wohl immer die Angestellten den Koopf hinhalten. Auch nicht ganz fein gegenüber den Mitabreiter, die mit dem Vorfall nichts am Hut hatten oder?
      2 1 Melden

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