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Fast-Crash auf Flug von Barcelona nach Paris: Airbus weicht Drohne im letzten Moment aus

Ein Air-France-Airbus ist beim Landeanflug auf den Pariser Flughafen Charles de Gaulle fast mit einer Drohne kollidiert. Dass kein Unglück passierte, ist offenbar der Reaktion des Co-Piloten zu verdanken.

04.03.16, 10:21 04.03.16, 10:38

Ein Artikel von

Der Co-Pilot eines Air-France-Flugzeugs auf der Reise von Barcelona nach Paris hat die Passagiere offenbar vor einer Katastrophe bewahrt. Während des Landeanflugs auf den Flughafen Charles de Gaulle sah er in knapp 2000 Metern Höhe plötzlich eine Drohne auf Kollisionskurs. Das berichtet das französische Ermittlungs- und Analysebüro für die Untersuchung von Flugunfällen (BEA).

Der Co-Pilot habe daraufhin den Autopiloten ausgeschaltet und ein Ausweichmanöver ausgeführt, um einen Zusammenprall zu vermeiden, heisst es in dem Bericht. Die Drohne sei daraufhin lediglich fünf Meter unterhalb des linken Flügels an dem Airbus A 320 vorbeigeschossen.

Die BEA stufte den Vorfall auf ihrer Website als «ernst» ein. Zu dem Zwischenfall kam es bereits am 19. Februar, die Ermittlungen dauern noch an.

Wie viele Passagiere an Bord waren und wie gross die Drohne war, wurde nicht bekannt. Es ist strikt verboten, Drohnen in der Nähe von Flughäfen fliegen zu lassen, zudem dürfen sie in der Regel in höchstens 150 Metern Sichtweite ihres Betreibers fliegen.

mxw/Reuters/AFP

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Fumo 04.03.2016 10:35
    Highlight Bei ca. 2000 Metern ist es schwer vorstellbar dass es sich um eine handelsübliche zivile Drohne handelt, war es evtl eine militärische?
    Eine kleine zivile Drohne würde man bei der Landegeschwindigkeit auch nur unmittelbar vor der Kollision wahrnehmen, eine Kollision die für den Airbus höchstens Kratzer erzeugen würde. Wäre also auch keine Gefahrensituation gewesen.
    Weiterer Anhaltspunkt der für eine militärische spricht wäre die Verzögerung bis zur Veröffentlichung des Vorfalls.
    38 3 Melden
    • UserInput 04.03.2016 10:41
      Highlight Nehmen wir an, es war eine simple zivile Drohne (auch wenn es eher unwahrscheinlich ist).
      Die könnte auch schlimme Schänden anrichten wie Vögel, welche Flugzeuge zu absturz bringen könnten.
      Und da eine A320 nur 2 Strahler / Triebwerke haben, wäre ein Ausfall verheerend.
      4 19 Melden
    • oXiVanisher 04.03.2016 10:42
      Highlight Um jetzt nicht auch noch zu erwähnen, dass die kleinen, zivilen Drohnen nicht grösser oder schwerer sind als ein grosser Vogel...
      Die Frage ist hier, ob wieder einmal "irgend ein Flugobjekt" als Drohne angegeben wird. Dies ist/war die Definition von Drohne (zumindest eine Zeit lang)...
      9 0 Melden
    • Execave 04.03.2016 11:02
      Highlight @Microsoft Outlook
      Ein Ausfall eines(!) Triebwerks ist nicht sehr dramatisch. Es gab auch schon "Landungen" bei denen beide Triebwerke ausgefallen sind (Hudson-River US-Airways-Flug 1549 / "Gimli-Glider" Air-Canada-Flug 143 ...).
      10 2 Melden
    • _mc 04.03.2016 11:05
      Highlight @Microsoft Ihre sog. Zweistrahler können auch mit nur einem Triebwerk fliegen..
      10 0 Melden
    • Mikee 04.03.2016 11:13
      Highlight Zivile Drohne z.B die "E1100 Octo Rotor System" Durchmesser 1,1m und bis zu 3kg .....diesen kleinen "Kratzer" würde ich gerne sehen. Bereits wenn ein Vogel ein Triebwerk trifft auf dieser Höhe hat das fatale Folgen.
      https://www.digitec.ch/de/s1/product/e1100-octo-rotor-system-mit-gimbal-3-fuer-gh3-rc-drohne-2480859?tagIds=1-237
      9 1 Melden
    • Fumo 04.03.2016 11:19
      Highlight Ein Vogel stellt keine unmittelbare Gefahr dar, erst einen Schwarm (ein einziger Vogel wird nur vorbildlich filettiert und die Schaufeln der Turbine bekommen Kratzer, müssen danach ausgetauscht werden, klar, aber es bleibt flugfähig). Jedes Flugzeug ist darauf ausgelegt auch mit nur einer Turbine Flugfähig zu sein, geschweige von den "Gleitflugeigenschaften" (siehe Hudson river Landung).
      3 1 Melden
    • Flint 04.03.2016 11:56
      Highlight Spekulieren nützt hier nichts, der Vorfall muss zuerst gründlich untersucht werden.
      So weit ich weiss verfügen professionelle Drohnen über Kollisionswarnsysteme. Der Drohnenpilot wird damit rechtzeitig vor Kollisionsgefahren gewarnt und sollte ausweichen. Irgend etwas lief hier gründlich schief, oder es war eine zivile Drohne die illegal geflogen wurde.
      2 0 Melden
    • 7immi 04.03.2016 12:32
      Highlight sicher, nur kratzer... zusätzlich hat eine drohne einen hochexplosive akku dabei, was die sicherheit auch nicht grad erhöht...
      5 1 Melden
    • Fumo 04.03.2016 12:40
      Highlight Die Geschichte zum Bild?
      3 1 Melden
    • Execave 04.03.2016 13:11
      Highlight Ein Geier ist 2012 während dem Start in den Airbus A340-300 (EC-GUP) von Iberia geflogen. Das Flugzeug konnte sicher Notlanden.
      3 0 Melden
    • 7immi 04.03.2016 13:15
      Highlight "after take-off during the initial climb struck a large bird, presumably a vulture, that caused relevant damages to the radome; landing after 70 minutes" - birdstrike.it
      1 0 Melden
    • Fumo 04.03.2016 13:36
      Highlight "landing after 70 minutes"

      Und etwas das noch 70 Minuten rumfliegt nennst du nicht mehr flugfähig?

      Und ihr argumentiert jeweils mit der teuerste Drohne (12000.-) und den schwersten Vogel, beides Extremfälle die nur selten vorkommen und wovon nur einer hier in Frage kommt, die teure Drohne. Geier in Paris wären ja eher sensationell.
      4 2 Melden
    • 7immi 04.03.2016 14:16
      Highlight wenn das flugzeug startet, speziell ein langstreckenflugzeug wie der a340, dann ist er idr schwerer als sein maximales landegewicht. vermutlich musste er also genug kerosin verbrennen, um landen zu können oder den treibstoff über einem geeigneten gebiet ablassen (extrem umweltschädlich, daher vermutlich ersteres) wenns nichts gefährliches gewesen wäre, wäre das flugzeug an seine destination geflogen. er wäre sicher nicht abgestürzt, da brauchts schon mehr, er wurde allerdings stark beschädigt, was ein weiterflug unmöglich macht.
      gerade in der luftfahrt ist murphy's law sehr präsent...
      2 2 Melden
    • oXiVanisher 04.03.2016 14:29
      Highlight Noch zu den "Hochexplosiven" Akkus. Falls ein LiPo Akku kurzgeschlossen oder komplett entladen wird, bildet sich ein Knallgas. Dies ist hoch entzündlich. Jedoch findet keine "Explosion" (mit Knall) statt, da der Akku kein Druckbehälter ist. Das austretende Gas kann höchstens entzündet werden und eine Stichflamme bilden; danach brennt das Gel ab. Diese stellt für ein Flugzeug kaum eine Gefahr dar. Übrigens sind diese Akkus inzwischen auch in Mobiltelefonen und Wearables im alltäglichen Einsatz.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Polymer-Akkumulator
      2 0 Melden
    • Fumo 04.03.2016 14:58
      Highlight "wenns nichts gefährliches gewesen wäre, wäre das flugzeug an seine destination geflogen."

      Nein, bei einem Zwischenfall wird sobald wie möglich gelandet. Niemand im Flugzeug kann wirklich das gesamte Ausmass einschätzen weswegen aus Sicherheit gelandet wird. Trotzdem, und das ist der springende Punkt, es bleibt flugfähig!
      2 1 Melden
    • 7immi 04.03.2016 15:01
      Highlight @oxivanisher
      sofern diese hülle nicht beschädigt wird, ja. wirft man den akku in einen mixer (triebwerk), dann wird die sache scho deutlich spannender. auch eine kollision mit mehreren hundert kmh wird die hülle des akkus wohl nicht überleben.

      das ist richtig. auch da gilt: wenn die hülle des akkus (folie) beschädigt wird, gehts ziemlich ab - selten ohne verletzung...
      1 0 Melden
    • 7immi 04.03.2016 15:08
      Highlight @fumo
      genau das meine ich ja, deswegen wird auch immer gelandet und eine inspektion durchgeführt. diese formulierung bezog sich auf deine frage. ich bin hier ja nicht vor gericht. ich nahm an, dass du am thema interessiert bist und diese infos wissen willst. scheinbar geht es dir nur darum, meine worte auf die goldwaage zu legen...
      3 0 Melden
    • Fumo 04.03.2016 15:44
      Highlight Da wird kritisiert dass ich es mit dem Wort "Kratzer" etwas zu sehr bagatellisiert habe und dann bin ich es der Wörter auf die Goldwaage setzt...

      Kern meiner ursprüngliche Aussage war:
      - Auf der Höhe kaum was Ziviles.
      - Die Verzögerung zur Veröffentlichung weist auch auf "vorübergehende Geheimhaltung".
      - Eine Kollision wäre, für die Insassen, zu hoher Wahrscheinlichkeit nur mit einen Schreck verbunden gewesen, keine ernsthafte Lebensgefahr.

      Gibts wenn so geschrieben auch was daran auszusetzen?
      1 2 Melden
    • 7immi 04.03.2016 16:15
      Highlight - es ist schon wahrscheinlicher, dass es etwas ziviles war. militärische drohnen werden gut überwacht und sie fliegen sicher nicht in der nähe eines zivilen flughafens...
      - beinahekollisionen am flughafen zh werden auch erst tage / wochen später publiziert. um panik zu verhindern und alles erst mal sauber abzuklären.
      - so formuliert ist das vollkommen richtig. beim ausdruck "kratzer" dachten mit mir wohl so einige an einen kratzer bei einem auto. also eher optische als strukturelle beschädigung.
      3 0 Melden
    • Fumo 07.03.2016 07:56
      Highlight - Wenn das Militär in der Nähe eines zivilen FH fliegen will macht er es auch.
      - Ja, um abzuklären was war. Dann wird alles veröffentlicht. Hier wird aber behauptet man kläre es noch genauer ab...
      0 1 Melden
  • Wilhelm Dingo 04.03.2016 10:35
    Highlight Am besten wäre es, wenn mal jemand eine Drohne über ein AKW fliegen lassen würde und ein Päckli mit Holzwolle auf das Reaktorgebäude fallen lassen würde.
    7 11 Melden
    • 7immi 04.03.2016 10:40
      Highlight in frankreich hat es um jedes akw ein sperrgebiet - im gegensatz zur schweiz. die wissen schon weshalb ;)
      10 0 Melden

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