International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Candles are left in tribute to murdered Slovakian investigative reporter Jan Kuciak, 27, and his fiancee Martina, 27, at Slovak National Uprising Square in Bratislava, on Tuesday, Feb. 27, 2018. A leading Slovak newspaper says organized crime may have been involved in the shooting death of an investigative journalist that shocked Slovakia. The bodies of Kuciak and Kusnirova were found Sunday evening in their house in the town of Velka Maca, east of the capital, Bratislava. (Jakub Kotian/TASR via AP)

Trauerkerzen in Bratislava nach der Ermordung des Journalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten Martina Kušnírova. Bild: AP/TASR

Ermordeter Journalist, Feuer im Steueramt – steckt die Mafia «Ndrangheta» dahinter?

27.02.18, 15:50 27.02.18, 18:17


In der Slowakei herrscht Entsetzen und Trauer über den Mord am Journalisten Jan Kuciak und an seiner Verlobten Martina Kušnírova. Die Opfer sind durch Schüsse in Kopf und Brust in ihrem Privathaus getötet worden, wie das Innenministerium in Bratislava am Montag bestätigte.

Der 27-jährige Jan Kuciak hatte im Internetportal aktuality.sk regelmässig über Fälle von mutmasslichem Steuerbetrug berichtet. Das Newsportal aktuality.sk gehört zu Ringier Axel Springer Slowakei. Auch wenn die Hintergründe noch nicht vollständig aufgeklärt seien, liege der Verdacht nahe, «dass das Verbrechen im Zusammenhang mit einer laufenden Recherche unseres Kollegen steht», schrieb die Ringier AG in Zürich in einem Communiqué vom Montag.

epa06566816 A police officer secure the crime site where Slovak journalist Jan Kuciak was found shot dead together with his girlfriend Martina in Velka Maca near Bratislava, Slovakia, 26 February 2018. The 27-year-old reporter was working for the Slovak news website actuality.sk and specializing on topics of tax evasion. Police suspect that the killing is linked to his investigations.  EPA/MICHAL SMRCOK

Der Tatort in Velka Maca. Bild: EPA/NEWS AND MEDIA HOLDING

Steckt die «Ndrangheta» dahinter?

Kuciak soll zusammen mit italienischen Journalisten an einem Artikel über die betrügerische Auszahlung von EU-Geldern an italienische Staatsangehörige mit Wohnsitz in der Slowakei und angeblichen Verbindungen zur italienischen «Ndrangheta» gearbeitet haben. Das schreibt Tom Nicholson, ein Freund und Berufskollege des Ermordeten, im US-Magazin Politico. Nicholson berichtete zwei Jahrzehnte lang aus der Slowakei, bevor er kürzlich nach Kanada übersiedelte.

Die Theorie, dass die Mafia hinter dem Doppelmord stecken könnte, wird weiter genährt durch einen Brand. Am Dienstagmittag ist ein Gebäude der Steuerbehörde in der Stadt Košice im Osten der Slowakei in Flammen aufgegangen, wie derstandard.de berichtet. In diesem Gebäude sollen Dokumente gelagert sein, zu denen der ermordete Journalist im Zusammenhang mit Aktivitäten der italienischen Mafia in der Ostslowakei recherchiert habe. 

Das slowakische Innenministerium liess noch am Montag eine Belohnung von einer Million Euro für Hinweise auf den oder die Täter ausschreiben. Der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr, forderte in Berlin: «Die slowakischen Behörden müssen jetzt schnell aufklären, wie es zu dieser schockierenden Tat kommen konnte, obwohl Jan Kuciak schon vor Monaten bedroht wurde.» (whr)

Menschenrechte sind immer noch keine Selbstverständlichkeit

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • elias776 27.02.2018 22:56
    Highlight Die 4 Säule, also den Journalismus, muss um jeden Preis beschützt werden!
    4 2 Melden
  • elias776 27.02.2018 22:47
    Highlight Fragen über Fragen.... der Verantwortliche wird warscheinlich nie gefasst,wie immer.
    2 1 Melden
  • Spooky 27.02.2018 18:54
    Highlight "...steckt die Mafia «Ndrangheta» dahinter?"

    Oder die Regierung?
    7 3 Melden

«Die üblichen links-grün-versifften Künstler» – NTV kassiert Shitstorm

Die Kollegen vom Nachrichtensender N-TV haben sich einen Scherz erlaubt.

Die Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten. Kaum jemand schien den Spass zu verstehen – oder lustig zu finden. 

Zunächst konterte N-TV noch gelassen...

... inzwischen haben sie den strittigen Tweet gelöscht und sich entschuldigt. 

Artikel lesen