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«Wir waren zusammen in einigen Schwulenbars»: War der Orlando-Todesschütze selbst homosexuell?



Schiesserei in Gay-Nachtclub in Orlando

War das Attentat auf den Schwulen-Club Pulse in Orlando ein Akt des Selbsthasses? Schilderungen von Personen aus Homosexuellen-Kreisen rücken das Bild des islamistisch indoktrinierten und homophoben Attentäters in ein neues Licht.

Wie verschiedene Medien unter Berufung auf Augenzeugen berichten, nutzte Omar Mateen nicht nur die Schwulen-Dating-App Jack'd, er war auch regelmässiger Gast im Pulse. «Manchmal sass er einfach nur in der Ecke und trank für sich alleine. Manchmal war er aber auch so betrunken, dass er laut und streitlustig wurde», erinnert sich ein Puls-Gast an den Attentäter, der am frühen Sonntagmorgen in dem Schwulenclub 53 Menschen erschossen hatte. 

A Florida State Trooper blocks the road leading to the site of the shooting at the Pulse gay night club in Orlando, Florida, June 13, 2016.   REUTERS/Jim Young

Pulse-Club in Orlando, Florida. Hier fand das Attentat am Sonntagmorgen statt – der Todesschütze, Omar Mateen, sei bis zu zwölf Mal im Schwulen-Club gewesen. Bild: JIM YOUNG/REUTERS

Ein anderer Besucher des Gay-Clubs, Kevin West, der mit Omar Mateen auf der Dating-App Jack'd seit einem Jahr befreundet war, sah den Todesschützen am Abend vor der Tat – zum ersten Mal ausserhalb der Dating-App: «Er lief direkt an mir vorbei. Ich grüsste ihn, sagte ‹Hey›. Er grüsste zurück.» West ist sich sicher, dass es sich um Mateen handelte. «Ich vergesse nie ein Gesicht», so der Ex-Navy-Mann gegenüber der Washington Post. «Nach dem Attentat ging ich auf den Polizeiposten und zeigte den Beamten das Jack'd-Profil von Omar.»

Die Schilderungen decken sich mit denjenigen von mindestens drei anderen Zeugen, die Omar Mateen ebenfalls zuvor schon im Club gesehen haben wollen. Mateen sei meist alleine unterwegs gewesen, habe wenig geredet. Er erinnere sich daran, dass der 29-Jährige von seinem Vater gesprochen habe, so ein regelmässiger Pulse-Gast. «Mateen erzählte uns auch, dass er Frau und Kind habe.»

Ein ehemaliger Klassenkamerad am Indian River Community College sagte der Palm Beach Post, Mateen habe ihn einmal ausgeführt. «Wir waren zusammen in einigen Schwulenbars. Aber ich war damals in einer Beziehung, deshalb wurde nichts draus.» Mateen habe sich im Umgang mit Menschen immer extrem unbeholfen angestellt, erinnert sich der ehemalige Mitschüler. «Niemand mochte ihn so richtig.»

Mit den Ermittlungen betraute Behörden sagten, Berichte, wonach Mateen auf Dating-Apps unterwegs gewesen sei und das Pulse regelmässig besucht habe, würden überprüft. (wst)

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    Alle Leser-Kommentare
  • icaruus 15.06.2016 10:16
    Highlight Highlight Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Hetero Schwule ausspioniert, um später einen Anschlag gegen sie aus zu üben
  • Pasch 15.06.2016 00:11
    Highlight Highlight Achtung jetzt wirds richtig geil, George Lucas ist der Kopf der Bande....


    http://www.20min.ch/ausland/news/story/17261632
  • http://bit.ly/2mQDTjX 14.06.2016 20:58
    Highlight Highlight Wird es jetzt Zeit, dass sich die Schwulen endlich auch mit der (hausgemachten?) Homophobie in den eigenen Reihen auseinandersetzen?

    Homophobie bedeutet nicht nur die Angst (Phobie) vor Schwulen, sondern doch vielmehr die Angst vor eigenen schwulen Gefühlen.

    Es fällt auf, dass die Homophobie in männlich dominierten Personengruppen (Priester, Polizisten, Militärs, Fussballer etc.) besonders ausgeprägt ist, obwohl dort naturbedingt vermutlich auch der Anteil schwuler oder bisexueller Männer grösser ist als im Schnitt.
    • Randy Orton 14.06.2016 21:31
      Highlight Highlight Wieso sollte der Schwulenanteil in männerdominierten Berufen im Schnitt höher sein als in anderen?
    • http://bit.ly/2mQDTjX 14.06.2016 22:16
      Highlight Highlight Randy Orton: Es ist nur eine Vermutung (die auch meinen eigenen, bescheidenen und nicht repräsentativen empirischen Erfahrungen entspricht).

      Eine mögliche Begründung: Weil Männer auf Schwule attraktiv wirken, und dadurch ausgeprägte Männergesellschaften Schwule mehr anziehen als heterogene.

      Eine andere mögliche Begründung: Weil (geoutete) Schwule aus weiblich dominierten Berufen raus gedrängt werden (zB. Kindererzieher, Primarlehrer etc.) und sich daher Berufe suchen, die mit weniger (homophoben) Vorurteilen beladen sind.

      Und wie gesagt: Nur Vermutungen.
    • Randy Orton 14.06.2016 22:22
      Highlight Highlight Okay, sonst ist das Klische doch eher, dass Schwule in "Frauenberufen" arbeiten (Coiffeure, Pflege, Designer etc.) und nicht in "Männerberufen", deshalb fand ich die Aussage komisch. Ich denke aber generell nicht, dass man sexuelle Orientierung und Beruf so verknüpfen kann, genau so wenig wie man jemandem seine sexuelle Orientierung ansieht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mortiferus 14.06.2016 20:44
    Highlight Highlight Wer soll jetzt auf der Welt mit Sicherheit wissen warum der Mörder schon mal in diesem Club war. Zum ausspähen? War er schwul? Man sollte immer kritisch gegenüber Informationen sein. Nicht nur glauben was einem gut dünkt oder gerade in den Kram passt. Der Täter hat laut Medien den "erfolgreichsten" Terroranschlag seit 9/11 begonnen. Bei den IS-lern könnte er zum Helden und Vorbild werden. Eine Diskreditierung durch US Dienste scheint mir ebenfalls möglich. So wie die Nachrichten über Bin Ladens Compi voller Pornos.
    • Randy Orton 14.06.2016 22:02
      Highlight Highlight Der Täter betrat den Club kurz vor Ladenschluss und ging sehr zielstrebig vor. Wenn er möglichst viele Menschen töten wollte, wieso betritt er den Club nicht früher? Wieso würde er dann die rund 30 Geiseln, die er genommen hatte, nicht auch sofort töten? Und wieso sollten Menschen, die gute Freunde verloren haben lügen, um diesen Mann beim IS zu diskreditieren? Da klingt die Version mit dem verstossenen Homosexuellen Psychopathen schon logischer als deine Verschwörungstheorie.
    • Danyboy 14.06.2016 23:09
      Highlight Highlight Er kann schwul gewesen sein und die Tat dennoch vor allem aus religiösen Gründen begangen haben. Das ist ja kein entweder oder... Vielleicht spielte noch eine psychische Störung eine Rolle, vielleicht hat er am Ende seine religiösen Werte über seine sexuelle Natur gestellt und konnte mit der inneren Spaltung nicht leben. Das werden wir kaum je wissen...
  • Marc Mueller 14.06.2016 17:35
    Highlight Highlight Hat auf jeden Fall sicherlich nichts mit dem Islam zu tun.
    • Jason84 14.06.2016 19:01
      Highlight Highlight Evt schon... Evt hatte er ja immer den zwiespalt zwischen "du darfst so nicht sein" und "ich bin so" oder "du darfst die Familienehre nicht verletzen" und "ich kann mich nicht immer verbiegen"
      Es ist grausam wenn dir eingeredet wird das deine natürliches wesen perves ist und das dir weil du schwul bist der Tod bestimmt wird.
      Ist aber keine Entschuldigung für diese Tat! Diese Tat war bestialisch und durch nichts zu rechtfertigen.
    • andersen 14.06.2016 19:18
      Highlight Highlight Nun, laut IS-Aussteiger wurde ja nicht zur Allah gebetet, also es hat mit der IS zu tun.

      Also nicht mit ein Religion, sondern eine Sekte, die nach Geld und Macht strebt.
  • droelfmalbumst 14.06.2016 16:08
    Highlight Highlight Könnte ja schon fast eine Eifersuchtsaktion gewesen sein weil sein Lover dort mit einem anderen war. Dann ist er durchgedreht und hat kurz alles zerhackt.

    Damit dann die USA als "armi Sieche" da stehen gibt man dem IS die Schuld...

    #CSIklärtauf
    • droelfmalbumst 14.06.2016 16:42
      Highlight Highlight war eher ironisch gemeint :)
      aber wäre nichts aussergewöhnliches 50 Leute umzulegen. Andere zerhacken aus Eifersucht irgend jemanden und schmeissen die dann in den Kochtopf.... es gibt nichts was es nicht gibt
    • Juan Igg 14.06.2016 17:26
      Highlight Highlight hiob nimm es easy. Es kann alles sein, ausser das der Islam sowas vorsieht
  • Stachanowist 14.06.2016 15:37
    Highlight Highlight Erinnert mich an American Beauty
    • Stachanowist 14.06.2016 18:22
      Highlight Highlight @ shalashaska

      Da trügt dich deine Erinnerung nicht, mach dir keine Sorgen.

      Gerne helfe ich Deinem Gedächtnis. Meine Aussage bezog sich auf das unterdrückte Schwulsein des homophoben Mannes im Film. Kannst du dich daran erinnern?
  • Bastian Zuberbuehler 14.06.2016 14:04
    Highlight Highlight einfach nur traurig, was hier der mix aus homophobie, religiösem fundamentalismus, freiem zugang zu waffen und wahrscheinlich noch einigen schwierigen persönlichen/familiären faktoren "ergeben" hat... und ein solches land soll einen trump als anführer bekommen? na dann gute nacht!

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