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Löcher in der Aussenwand des Pulse-Nachtclubs. Die Polizei benutzte ein gepanzertes Fahrzeug als Rammbock. Bild: JIM YOUNG/REUTERS

Gepanzertes Fahrzeug als Rammbock benutzt: So lief die Geiselrettung in Orlando

Die Polizei hat zur Befreiung der Geiseln des Todesschützen von Orlando mit einem gepanzerten Fahrzeug ein Loch in die Aussenmauer gerammt. Dies sagte Polizeichef John Mina am Montag in Orlando im US-Bundesstaat Florida.

13.06.16, 14:19 13.06.16, 15:29

Die Beamten hätten zuerst versucht, ein Loch in die Wand zu sprengen, um Menschen zu befreien, die der Todesschütze in einen Waschraum gesperrt habe. Die Explosion habe jedoch nicht ausgereicht, um einen Fluchtweg freizusprengen.

Deshalb seien die Polizisten dann mit dem Fahrzeug gegen die Mauer gefahren. «Wir hatten zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, dass sonst der Tod weiterer Menschen zu erwarten gewesen wäre», fügte Mina hinzu.

Anschliessend hätten sich zahlreiche Besucher des Nachtclubs durch das Loch ins Freie gerettet. Auch der Todesschütze habe das Gebäude durch dieses Loch im Mauerwerk verlassen. Dabei habe er weiter geschossen.

Der 29-jährige Täter hatte in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) in dem Club für Schwule, Lesben und Trans-Personen 49 Menschen getötet und 53 weitere verletzt. Der Mann wurde von der Polizei erschossen.

Bekenntnis zum IS nach ersten Schüssen

Der Angreifer von Orlando hat nach seinen ersten Schüssen beim Polizeinotruf 911 angerufen und sich dort zum Islamischen Staat bekannt, wie Polizeichef John Mina zudem sagte.

Bisher hatte es verschiedene Angaben über den Zeitpunkt des Anrufs gegeben. Am Sonntag hatte es noch geheissen, Angreifer Omar Mateen habe sich vor seiner Tat zum IS bekannt.

Mina sagte, Mateen habe vermutlich aus einer Toilette angerufen, in der er sich verschanzt hatte. Im Auto Mateens wurde eine dritte Waffe gefunden, die bisher nicht näher bezeichnet wurde. (wst/sda/afp/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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