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«Es war Rache, kein Terrorakt», sagt der angebliche Ex-Liebhaber von Omar Mateen

23.06.16, 11:39 23.06.16, 12:50

Er nennt sich «Miguel», trägt eine Maske und spricht mit verzerrter Stimme. Der angebliche Ex-Liebhaber Omar Mateens versucht in einem Interview mit dem Online-Portal Univision, die Beweggründe der Bluttat von Orlando zu erklären. Dass Mateen den Anschlag, bei dem 49 Menschen ums Leben kamen und über 50 verletzt wurden, im Namen des «Islamischen Staates» ausführte, glaubt «Miguel »nicht.

«Ich habe geweint, immer und immer wieder. Aber ich will die Wahrheit erzählen. Meiner Meinung nach war es kein Terroranschlag. Ich glaube, er wollte sich rächen.»

Mateen habe mit einem Mann Geschlechtsverkehr gehabt, der sich später als HIV-positiv herausgestellt habe. Dass habe ihn in den Wahnsinn getrieben, so «Miguel». 

«Miguel», der seine wahre Identität nicht preisgeben wollte, beschrieb den 29-jährigen Mateen als «100 Prozent schwul» und einen «süssen Typen», der nie eine gewalttätige Seite gezeigt habe. Seine Ehe sei nichts weiter als Fassade gewesen. «Er war auf der Suche nach Liebe, aber er fühlte sich abgewiesen und ausgenutzt.»

«Ich glaube, diese schreckliche, verrückte Tat – das war Rache.»

Ob es sich bei «Miguel» tatsächlich um einen Ex-Lover des Orlando-Attentäters handelt, ist nicht klar. Das FBI bestätigte laut «Slate» aber, dass es Miguel befragt habe.

(wst)

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    Alle Leser-Kommentare
  • http://bit.ly/2mQDTjX 23.06.2016 15:40
    Highlight Also doch ein LGBTQ-Szene-internes Gay-Problem?
    0 3 Melden
    • Fabio74 23.06.2016 21:50
      Highlight Nein. Wohl kaum ein Sezne Probleme, wenn einer auf einem Rachefeldzug 49 unschuldige Menschen liquidiert. Sondern ganz einfach ein Amoklauf eines irren Vollidioten
      4 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 23.06.2016 22:04
      Highlight Schon okay, Fabio74, allerdings meine ich, der Begriff "Vollidiot" ist in zweierlei Hinsicht problematisch: Einserseits ist damit ein psychisch Kranker gemeint (Kranken sollte man helfen!), und anderseits trägt es nicht zur sachlichen Ursachenforschung (Krankheitsursachen) bei, wenn man einen Kranken beschimpft und ihn ausgrenzt.

      Barebacking ist in der Szene voll im Trend. Der Umgang mit HIV in der Szene ist katastrophal. Auch das Verständnis für Gays, die (aus kulturellen Gründen?) kein Coming-Out wagen wollen, ist in der Szene ziemlich begrenzt.

      Ich meine, da bestünde Verbessungsbedarf.
      1 0 Melden

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