International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05236199 An archive picture made available on 30 March 2016 of Martin Erdmann, then German ambassador to NATO in Brussels, in Berlin, Germany, 28 August 2013. Martin Erdmann, German ambassador in Ankara, was summoned on 22 March 2016 by the Turkish foreign ministry over a satirical broadcast in German TV mocking Turkish president Erdogan and his approach to freedom of media.  EPA/JOERG CARSTENSEN

Der deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann.
Bild: EPA/DPA FILE

Deutscher Botschafter musste sich auch für Erdogan-Karikatur rechtfertigen

Dreimal ist der deutsche Botschafter in Ankara bereits ins türkische Aussenministerium gerufen worden – nach Informationen des «Spiegel» wurde er bereits im Februar zu Lehrmaterial über den Völkermord in Armenien befragt.

02.04.16, 12:17 02.04.16, 16:52


Ein Artikel von

Die Türkei hat den deutschen Botschafter in Ankara, Martin Erdmann, in diesem Jahr bereits dreimal zum Gespräch in das Aussenministerium zitiert.

Nach Informationen des «Spiegel» musste sich Erdmann am 19. Februar für eine Handreichung für Lehrer in Sachsen-Anhalt zum Thema Genozid rechtfertigen. In dem Papier nimmt der Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs, den Ankara bestreitet, breiten Raum ein. Ausserdem ist darin eine Karikatur veröffentlicht, die den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf Totenköpfen gehend zeigt. (Lies hier die ganze Geschichte im neuen «Spiegel».)

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass das türkische Aussenministerium den Diplomaten im März zweimal kurz nacheinander einbestellt hatte. Dabei ging es beim ersten Termin am 22. März um ein Video der NDR-Sendung «Extra 3», in dem Erdogan verspottet wurde.

Beim zweiten Treffen am 29. März beschwerte sich die türkische Regierung darüber, dass Erdmann den Prozessauftakt gegen zwei Journalisten der Zeitung «Cumhuriyet» verfolgt hatte.

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 02.04.2016 17:43
    Highlight es ist absolut falsch, dass ein diplomat wegen karrikaturen, satire, witzen etc antraben muss. das ist tiefstes erdogan mittelalter.

    konsequenterweise müsste er, um seinem zorn ausdruck zu geben, den diplomaten enthaupten lassen. wenn man kritische Journalisten verhaften lässt, ist es nur noch ein kleiner schritt bis zur diplomatenenthauptung. ich wette, erdogan würde das am liebsten vollziehen, weiss aber genau, dass es etwas zu weit gegangen wäre. aber tief im innersten, ... ...
    1 0 Melden
  • Matthias Studer 02.04.2016 12:35
    Highlight Also wird die Türkei, unter den Diplomaten, in Zukunft als Strafversetzung angesehen 😂
    10 1 Melden

«Die AfD plant den Staatsstreich» – eine Aussteigerin packt aus

Franziska Schreiber war vier Jahre lang Mitglied der AfD. Zuerst als Vorsitzende der Jugendorganisation Junge Alternative, dann als Mitglied im Bundesvorstand. Kurz vor den Bundestagswahlen im Herbst 2017 trat die 27-Jährige aus der Partei aus. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie vor ihrer ehemaligen Partei warnt.

Frau Schreiber, wenn Sie noch in der AfD wären, und wenn die AfD stärkste Partei wäre in Deutschland, könnte ich dann dieses Interview mit Ihnen noch führen?Franziska Schreiber: Nein, könnten Sie nicht, aus dem einfachen Grund, dass Sie dann als Journalist in Deutschland gar keine Lizenz mehr hätten. Sie sind, in der Sprache der AfD-Funktionäre, Schreiberling eines «linksrotgrün versifften Mediums», das man um jeden Preis eindämmen müsste. Die Medienlandschaft würde gesäubert, wer …

Artikel lesen