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Ein Gotteshaus zum Fürchten: Uralte Kirche in Mexiko aufgetaucht

Nach einer schweren Dürre trocknet ein Wasserreservoir im Süden Mexikos immer weiter aus – und legt plötzlich eine uralte Kirche frei.

19.10.15, 11:25 19.10.15, 11:58


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Ein Wasserreservoir im Süden Mexikos, umgeben von Wäldern und Bergen. Seit fast 50 Jahren wird hier für den Ort Nueva Quechula Wasser gespeichert. Seit fast 50 Jahren birgt der See ein Geheimnis, das er nur preisgibt, wenn es sehr lange sehr heiss ist: Auf dem Grund des Bodens steht eine alte Kirche.

Nachdem es in diesem Jahr eine lang anhaltende Dürre im Bundesstaat Chiapas gab, verlor der Fluss Grijalva, der das Reservoir versorgt, Wasser. Der Wasserspiegel sank um 25 Meter ab – und legte die Spitze der uralten Kirche frei.

Bei dem Gotteshaus handelt es sich um die Kirche von Quechula, die Mitte des 16. Jahrhunderts von Mönchen gebaut wurde. Sie ist etwa zehn Meter hoch, 14 Meter breit und 60 Meter lang. Vermutlich war die Kirche mit dem benachbarten Kloster von Tecpatan verbandelt.

Während einer grossen Pest-Epidemie von 1773 bis 1776 wurde die Kirche jedoch verlassen. Carlos Navarete, mexikanischer Architekt, der für die Behörden die Kirche untersucht hat, geht davon aus, dass sie einst als Zentrum einer grossen Gemeinschaft geplant war. «Doch dazu kam es nie.» Vermutlich habe die Kirche nicht einmal einen Priester gehabt und nur gelegentlich Besuch aus Tecpatan bekommen. Als im Jahr 1966 der Damm gebaut wurde, wurde die Kirche geflutet.

Es ist erst das zweite Mal, dass die Kirche seitdem zu sehen ist. 2002 stand das Wasser so niedrig, dass Besucher ins Innere gehen konnten.

gam/AP

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Brikne, 20.7.2017
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