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Der flüchtige «El Chapo» soll im Gefängnis Helfer gehabt haben. Huch! Der Direktor wurde schon mal gefeuert

14.07.15, 07:59 14.07.15, 08:49


Nach der Flucht des Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán aus einem Hochsicherheitsgefängnis hat Mexikos Regierung mehrere Sicherheitsbeamte entlassen. Die Regierung glaubt, Guzmán müsse bei seiner Flucht Helfer unter den Gefängnismitarbeitern gehabt haben.

FILE - In this Feb. 14, 2013 file photo, from left, Al Bilek, executive vice president of the Chicago Crime Commission, Jack Riley, Special Agent In Charge for the DEA, Chicago Field office, and Peter Bensinger former administrator of the U.S. Drug Enforcement Administration announce that Joaquin ``El Chapo'' Guzman, a drug kingpin in Mexico, is Chicago's  Public Enemy No. 1, during a news conference in Chicago. Now that Guzman has escaped a prison in Mexico, he’s regaining his infamous title. The Chicago Crime Commission says it will gather Tuesday, July 14, 2015, to formally restore Guzman’s title as Chicago’s Public Enemy No. 1. (AP Photo/M. Spencer Green, File)

Mexiko jagt «El Chapo». Bild: M. Spencer Green/AP/KEYSTONE

Entlassen worden seien unter anderem der Gefängnisdirektor und der Leiter der Strafvollzugsbehörde, sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong am Montag. Die Regierung setzte zudem eine Belohnung von umgerechnet rund 3.5 Millionen Euro auf Hinweise zu Guzmáns Ergreifung aus.

Guzmán, zeitweise der meistgesuchte Verbrecher der Welt und milliardenschwerer Chef eines weltumspannenden Drogenkartells, war am Samstagabend durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel unter seiner Zellendusche aus dem Gefängnis getürmt – obwohl seine Zelle ständig mit Videokameras überwacht wurde und er zudem eine elektronische Fessel trug. 

Wie Innenminister Osorio Chong mitteilte, gab es in der Zelle allerdings «zwei tote Winkel», die über die Kameras nicht eingesehen werden konnten. Die Fussfessel habe zudem nur innerhalb der Gefängnismauern funktioniert.

Federal Police man their weapons aboard a pick up truck, near the half-built house where drug lord Joaquin

Polizisten überwachen die Flughäfen des Landes. Bild: Marco Ugarte/AP/KEYSTONE

Wie Generalstaatsanwältin Arely Gómez mitteilte, wurden bereits 34 Gefängnismitarbeiter und 17 Häftlinge von den Ermittlern befragt. Unter den Befragten waren nach Angaben aus Justizkreisen die für Guzmáns Zelle zuständigen Wächter und die Gefängnismitarbeiter, die die Videoüberwachung auswerteten. 

Vorgeladen wurden zudem zwei Anwälte Guzmáns und andere Besucher sowie der Besitzer des Gebäudes, in dem der Fluchttunnel endete. Der Drogenbaron war im Jahr 2001 bereits ein erstes Mal aus dem Gefängnis ausgebrochen. Damals gelang ihm die Flucht, indem er sich in einem Wäschewagen versteckte. 

(sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • glüngi 14.07.2015 10:03
    Highlight Ich habe freunde in Mexiko, die haben auch gleich zu Anfang gesagt das es nur eine frage der Zeit ist bis der wieder draussen ist. Die einzige Möglichkeit solche Menschen zu stoppen ist das Ausschalten besagter Personen.

    Echt krasse zustände dort, Korruption bis ganz nach oben.
    0 1 Melden

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