International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Feb. 22, 2014, file photo, Joaquin

«El Chapo» bei seiner Verhaftung. Bild: Eduardo Verdugo/AP/KEYSTONE

Staatschef bezeichnet Flucht von «El Chapo» als Schande für Mexiko



Nach dem spektakulären Ausbruch des mächtigen Bosses des Sinaloa-Drogenkartells aus einem mexikanischen Gefängnis hat Staatschef Enrique Peña Nieto Konsequenzen angekündigt. Ermittlungen sollen zeigen, ob Staatsbeamte in die Aktion verwickelt waren.

«Eine Schande für den mexikanischen Staat» sei sie, die Flucht von Joaquín «El Chapo» Guzmán aus dem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis. Das sagte Staatschef Peña Nieto während eines Besuchs in Paris. Die mexikanischen Sicherheitskräfte stünden nun vor der Aufgabe, «diesen Kriminellen wieder festzunehmen». Guzmán galt lange als meistgesuchter Drogenbaron der Welt.

General view of the  entrance of a warehouse where a tunnel, connected to the Altiplano Federal Penitentiary and used by drug lord Joaquin 'El Chapo' Guzman to escape, was located in Almoloya de Juarez, on the outskirts of Mexico City, July 12, 2015. Mexico's most notorious drug lord, Joaquin

Hier endete der Tunnel, durch den «El Chapo» entkam. Bild: TOMAS BRAVO/REUTERS

Guzmán war am Samstagabend bereits zum zweiten Mal die Flucht aus einem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis gelungen. Diesmal entkam er nach Angaben der Behörden durch einen heimlich gegrabenen Tunnel aus der Anstalt El Altiplano in der Stadt Almoloya de Juárez im zentralgelegenen Bundesstaat Mexiko.

FILE - In a Thursday, Feb. 14, 2013, file photo, a poster displayed at a Chicago Crime Commission news conference in Chicago, shows Joaquin ``El Chapo'' Guzman, who was deemed Chicago's Public Enemy No. 1.   In a scheme befitting a caper movie, Mexico's most powerful drug lord, Joaquin

«El Chapo». Bild: M. Spencer Green/AP/KEYSTONE

Seine Flucht dürfte die mexikanische Regierung in Bedrängnis bringen. Sie hatte die Festnahme des Drogengangsters vor anderthalb Jahren als grossen Erfolg gefeiert. Die USA hatten damals von einer «bedeutenden Leistung» der mexikanischen Behörden im Kampf gegen die Rauschgiftkriminalität gesprochen.

USA bieten Hilfe an

US-Justizministerin Loretta Lynch bot Mexiko Hilfe bei der Fahndung nach Guzmán an. Die US-Regierung stehe bereit, für eine schnelle Festnahme des Drogenbosses mit den mexikanischen Behörden zusammenzuarbeiten, erklärte Lynch am Sonntag in Washington. 

Die USA seien über seinen Gefängnisausbruch genau so besorgt wie das Nachbarland. «Zusätzlich zu seinen Verbrechen in Mexiko wird er in den USA wegen diverser Fälle von Drogenhandel und organisiertem Verbrechen beschuldigt», hob die Justizministerin hervor.

Die Sicherheitskräfte starteten am Sonntag eine Grossfahndung nach dem erst im Februar 2014 festgenommenen Guzmán. Bereits 2001 hatte der Drogenboss die Flucht, damals versteckt auf einem Wäschewagen, aus einem Gefängnis geschafft. Erst 13 Jahre später wurde er wieder gefasst. (sda/dpa)

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Warum erscheint Trump, wenn ich «Idiot» suche? Google-CEO erklärt Algorithmus im Kongress

Die Situation ist bekannt: Ein Verantwortlicher einer grossen Tech-Firma sitzt inmitten des US-Kongresses auf einem Stühlchen und muss die Fragen der Abgeordneten über sich ergehend lassen, die – gelinde gesagt – nicht gerade Digital Natives sind.  

Diesmal war es nicht Mark Zuckerberg, der da «gegrillt» wurde, sondern Sundar Pichai, CEO von Google. In der Anhörung ging es um Gerüchte, Google plane eine Suchmaschine für den chinesischen Markt, und allgemein um die Datensammlung des …

Artikel lesen
Link to Article