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A Syrian woman changes her son's clothes near a makeshift camp for asylum seekers, after crossing the Serbian-Hungarian border near Roszke, southern Hungary, Saturday, Sept. 12, 2015. Hundreds of thousands of Syrian refugees and others are still making their way slowly across Europe, seeking shelter where they can, taking a bus or a train where one is available, walking where it isn't. (AP Photo/Muhammed Muheisen)

Eine Mutter kümmert sich um ihr Kind im Flüchtlingscamp in Röszke.
Bild: Muhammed Muheisen/AP/KEYSTONE

«Wir haben viele schwangere Frauen, die einfach nicht mehr können» – Ärzte warnen vor Krankheiten in ungarischem Flüchtlingscamp

Ärzte im ungarischen Flüchtlingslager Röszke an der Grenze zu Serbien haben vor einer Ausbreitung von Krankheiten in dem Camp gewarnt. Es kämen zwar viele Kleider- und Lebensmittelspenden an, aber es fehle an sanitären Einrichtungen und medizinischer Ausrüstung.



«Wenn es kein fliessendes Wasser und keine Waschmöglichkeiten gibt und Menschen mit ansteckenden Krankheiten ankommen, dann ist das ein Problem», sagte Teresa Sancristobal, Chefin des örtlichen Teams der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen am Samstag in Röszke.

Eine Priorität räumen die Ärzte vor Ort schwangeren Frauen ein, die oft wochenlang aus Krisengebieten im Nahen Osten zu Fuss unterwegs waren. «Wir haben viele schwangere Frauen, die einfach erschöpft sind und nicht mehr können», sagte Sarah Schober, 28-jährige Medizinstudentin und freiwillige Helferin aus Österreich. «Wir können ihnen aber nur Magnesium und kleine Dosen Schnaps gegen ihre Krämpfe geben», fügte sie hinzu.

Da es an Toiletten fehle, verrichteten die Menschen ihre Notdurft nahezu überall. «Bei dem warmen Wetter droht rasch eine Epidemie», warnte Schober.

«Wir haben viele schwangere Frauen, die einfach erschöpft sind und nicht mehr können.»

Teresa Sancristobal, Chefin des Röszke-Teams von Ärzte ohne Grenzen

In Röszke trifft ein Grossteil der Flüchtlinge von der sogenannten Balkanroute ein, die Westeuropa erreichen wollen. Die Lage an dem Grenzübergang ist seit Tagen angespannt. Die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge will weiter Richtung Deutschland oder Skandinavien reisen.

Zuletzt sorgte ein Video für Empörung, das zeigt, wie Polizisten in dem grössten ungarischen Auffanglager Tüten mit Brötchen wahllos in eine wartende Menge werfen. Österreichische Aktivisten kritisierten Zustände wie bei der «Fütterung von Tieren». (sda/afp)

Orbáns Ungarn: Stacheldraht gegen Flüchtlinge

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