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MUNICH, GERMANY - SEPTEMBER 12: Migrants sleep at Munich Hauptbahnhof railway station on September 12, 2015 in Munich, Germany. German authorities are expecting 10,000 migrants to arrive on trains today, mostly from Hungary via Austria, on top of the approximately 20,000 that have arrived in the last 48 hours. Germany is distributing the migrants across the country and is struggling to register and house them. Many of the migrants are coming from Syria, Afghanistan and Iraq and are reaching western Europe via the Balkans.  (Photo by Getty Images)

Zu wenig Betten: Flüchtlinge im Münchner Bahnhof.
Bild: Getty Images Europe

63'000 Flüchtlinge sind seit Ende August in München eingetroffen – gestern kamen auf einen Schlag 12'000 Menschen



Die bayerische Landeshauptstadt München hat seit Ende August 63'000 Flüchtlinge empfangen und versorgt. Das entspreche der Bevölkerung einer Kleinstadt, sagte der Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand, am Sonntag.

Am Samstag waren den Angaben zufolge mehr als 12'000 Menschen am Münchner Hauptbahnhof angekommen. Für einige hatte es kurzfristig keine Betten in regulären Notunterkünften mehr gegeben. Sie mussten auf Matten übernachten. Die Stadt verfügt derzeit über etwa 6000 Notunterkünfte.

MUNICH, GERMANY - SEPTEMBER 13: A migrant plays with a soccer ball in front of an emergency shelter on September 13, 2015 in Munich, Germany. German authorities are expecting 10,000 migrants to arrive on trains today, mostly from Hungary via Austria, on top of the estimated 20,000 that have arrived in the last 48 hours. Germany is distributing the migrants across the country and is struggling to register and house them. Many of the migrants are coming from Syria, Afghanistan and Iraq and are reaching western Europe via the Balkans. (Photo by Philipp Guelland/Getty Images)

Migranten spielen vor dem Notfallzelt in München Fussball.
Bild: Getty Images Europe

Am Sonntag trafen bis zum Mittag etwa 1400 weitere Flüchtlinge ein. Weitere Prognosen wurden nicht gemacht. Allgemein wurde aber mit einer leichten Entspannung der Lage gerechnet.

Dazu trägt auch die verbesserte Weiterleitung in andere Bundesländer bei. Zwei Sonderzüge sollten mehrere hundert Flüchtlinge nach Nordrhein-Westfalen bringen. Ausserdem plant die Bahn, jetzt auch Regelzüge zu reinen Flüchtlingstransporten umzufunktionieren. Ein erster derartiger Zug sollte nach Berlin fahren.

Auf dem Weg in ein besseres Leben: Hunderte Flüchtlinge treffen mit dem Zug in München ein

Dort wurden am Sonntag weitere rund 600 Flüchtlinge aus München erwartet. Sie sollten gegen 17.30 Uhr wieder mit einem Sonderzug am Bahnhof Schönefeld ankommen, sagte die Sprecherin der Sozialverwaltung, Regina Kneiding. «Wir schaffen derzeit mit Hochdruck freie Kapazitäten in den schon bestehenden Unterkünften», sagte sie. «Es müssen alle näher zusammenrücken.» (sda/dpa)

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In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

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Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

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