International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Supporters of anti-immigration right-wing movement PEGIDA (Patriotic Europeans Against the Islamisation of the West) take part in in demonstration rally, in reaction to mass assaults on women on New Year's Eve, in Cologne, Germany, January 9, 2016.   REUTERS/Wolfgang Rattay

Reaktion auf die Silvester-Übergriffe: Pegida-Demonstranten am Samstag in Köln.
Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Der Hashtag #NotInMyName ist zurück: Tunesische Migranten verteilen Rosen an Kölnerinnen

Eine Woche nach den schrecklichen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht haben sich tunesische Migranten am Kölner Bahnhof versammelt, um Rosen an Passantinnen zu verteilen. #NotInMyName soll die Botschaft lauten. 



Noch bevor Klarheit über die Identität der Täter in Köln herrschte, wussten einige schon: «Es waren Männer arabischer und nordafrikanischer Herkunft.» Also Migranten, die auf der Willkommens-Schiene Merkels nach Deutschland gekommen waren. 

Um sich dieser Pauchalverurteilung zu erwehren, hat sich eine Gruppe junger tunesischer Migranten am Kölner Bahnhof versammelt, um Rosen an Frauen zu verteilen – und ihnen damit zu signalisieren, dass sie diese schrecklichen Überfälle verurteilen. #NotInMyName eben. 

Irgendwie war das zu erwarten. Nach dem Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo und den Anschlägen in Paris letztes Jahr wurde von Muslimen verlangt, sich von den terroristischen Taten zu distanzieren. Einige machten das mit Überzeugung, andere fühlten sich durch ein solches Unschuldsbekenntnis in einen unfairen Vergleich gezerrt:

Wo kämen wir hin, wenn sich fortlaufend Menschen von Taten distanzieren würden, die Monster verrichten, die dieselbe Herkunft, Religion, Haarfarbe, Hautfarbe oder Arbeitgeber haben?»

Bloggerin Hatice Ince

Mit deutlichen Worten haben Muslime auf der ganzen Welt auf die Gewaltnacht in Paris reagiert. In den sozialen Netzwerken distanzieren sie sich unter dem Hashtag #NotInMyName von dem tödlichen Terror des Islamischen Staates.

Die Reaktionen auf die #NotInMyName-Aktion sind auch im Fall Köln geteilt. Manche wissen die Geste der jungen Tunesier zu schätzen. 

Andere kritisieren sie, weil sie nicht verstehen, warum sich Menschen von etwas distanzieren müssen, mit dem sie nichts zu tun haben. 

Und manche finden, dass sich die Debatte nicht um die Herkunft der Täter drehen sollte, sondern darum, wie man Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen kann. 

Update: Missverständlicher Tweet wurde entfernt.

Mehr zu den Silvester-Übergriffen in Köln:

Übergriffe in Köln: Polizei setzt 10'000 Euro Belohnung aus

Link zum Artikel

Säntisbahn muss Betrieb für Monate einstellen

Link zum Artikel

Silvester-Übergriffe in Köln: Verdächtiger will Anmachzettel gefunden haben

Link zum Artikel

19 Beispiele dafür, dass unser Frauenbild viel gesitteter ist als das des «schwarzen Mannes»*

Link zum Artikel

Der Hashtag #NotInMyName ist zurück: Tunesische Migranten verteilen Rosen an Kölnerinnen

Link zum Artikel

Nach Ausschreitungen: Polizei löst Pegida-Demo in Köln auf

Link zum Artikel

Das Fazit von Köln: Frauen müssen lernen, nicht vergewaltigt zu werden

Link zum Artikel

Der «perfekte» Massendiebstahl: «Die sexuellen Belästigungen in Köln waren geplant»

Link zum Artikel

Nach Sex-Attacken in Köln: Merkel will rasch Bedingungen für schnellere Abschiebungen schaffen

Link zum Artikel

Kölner Übergriffe: ZDF räumt «klare Fehleinschätzung» ein +++ de Maizière kritisiert Polizei scharf +++ Bürgermeisterin erntet Shitstorm für Verhaltenstipps

Link zum Artikel

Massive Übergriffe auf Frauen in Köln: Jetzt schaltet sich auch Kanzlerin Merkel ein      

Link zum Artikel

«Straftaten einer völlig neuen Dimension»: Köln unter Schock

Link zum Artikel

Deutschland: Harte Strafen nach Kölner Massenüberfällen gefordert

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schmiedrich 09.01.2016 18:40
    Highlight Highlight Schöne Aktion, man muss nicht immer gleich einer ganzen Ethnie die Schuld zuweisen... Wenn das mit uns Schweizern passieren würde, fänden wir das auch nicht so toll.
  • Pana 09.01.2016 18:09
    Highlight Highlight Was macht das "Rapists welcome" Photoshop-Bild im Artikel?
    • @schurt3r 09.01.2016 18:36
      Highlight Highlight Habe den entsprechenden Tweet entfernt.
    • The Destiny // Team Telegram 09.01.2016 18:47
      Highlight Highlight Nach den Kommentaren wollte ich den aber anschauen.
    • @schurt3r 09.01.2016 19:14
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bijouxly 09.01.2016 17:31
    Highlight Highlight Wie kann man ein so blödes Plakat schreiben. Also wenn das humorvoll sein soll...
    • essy* 09.01.2016 18:03
      Highlight Highlight Schon einen Blick auf den Twitteraccount geworfen? Scheint wohl nicht echt zu sein, und finde es zu tiefst widerlich, dass man den Frauen solche Worte in den Mund legt...
    • Der Halunke 09.01.2016 18:03
      Highlight Highlight War auch mein erster Gedanke, Facepalm!
    • Pana 09.01.2016 18:33
      Highlight Highlight Yep, Photoshop. Auf'm Original steht "Refugees". Pegida Humor vom Feinsten.

Deutschland will seine Ärzte zurück – besonders aus der Schweiz

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn bedauert die Abwanderung von Ärzten und Pflegern aus seinem Land in die Schweiz. «Ich hätte sie gerne zurück», sagte er in einem Interview. Er regt eine Neuregelung der Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufen an.

Die von Schweizer Spitälern und Heimen abgeworbenen Fachleute würden in Deutschland fehlen, sagte der 38-jährige CDU-Minister in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». «Bei uns arbeiten dann polnische Ärzte, die wiederum in …

Artikel lesen
Link zum Artikel