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The rescue ship VOS Prudence run by the NGO Medecins Sans Frontieres (MSF) is moored at the Naples harbor, Italy, as migrants wait to be disembarked Sunday, May 28, 2017. On Thursday the VOS Prudence rescued 1,449 people in 12 different operations. MSF also reported a very difficult situation onboard because they had to wait for 2 days as it was not allowed to dock in any Sicilian port due to the G7 summit. (Cesare Abbate/ANSA via AP)

«Vos Prudence» von Ärzte ohne Grenzen kommt aktuell nicht zum Einstatz. Bild: AP/ANSA

Nun auch Save the Children: Hilfsorganisationen setzen Rettungseinsätze im Mittelmeer aus

13.08.17, 15:58 13.08.17, 16:46


Die Stimmung gegen die privaten Seenotretter im Mittelmeer hat sich in den vergangenen Monaten zunehmend verschlechtert. Nun setzen mehrere Hilfsorganisationen angesichts des von Italien und Libyen ausgeübten Drucks ihre Seenotrettung im Mittelmeer aus.

Wegen Sicherheitsrisiken im Mittelmeer vor Libyen unterbrechen drei Nichtregierungsorganisationen (NGO) ihre Missionen zur Rettung von Flüchtlingen. Nach der Ankündigung von Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Samstag zogen die deutsche Organisation Sea Eye und später auch Save the Children am Sonntag nach.

«Grund dafür ist die veränderte Sicherheitslage im westlichen Mittelmeer», teilte die Regensburger Gruppe Sea Eye mit. MSF hatte am Samstag erklärt, von der zentralen Seenotrettungsleitstelle in Rom (MRCC) eine konkrete Warnung erhalten zu haben.

Für NGOs werde das Klima auf dem Mittelmeer immer feindseliger. «Das wird eine riesige Lücke in die Such- und Rettungskapazitäten reissen und Menschenleben fordern», twitterte Ärzte ohne Grenzen.

Libysche Drohung

Wie Sea Eye bezog sich die Organisation auf Berichte, wonach libysche Behörden ihre Hoheitsgewässer um eine eigene Such- und Rettungszone ausweiten wollen. Die libysche Marine hatte dann am Donnerstag erklärt, ausländische Schiffe dürften die Küste des Landes ohne eine besondere Erlaubnis der libyschen Behörden nicht mehr ansteuern.

«Eine Fortsetzung unserer Rettungsarbeiten ist unter diesen Umständen aktuell nicht möglich. Wir können dies auch gegenüber unseren Crews nicht mehr verantworten», sagte Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer. Auch er warnte vor einer «tödlichen Lücke im Mittelmeer.» Dieses Jahr starben bereits mehr als 2400 Menschen auf der Route.

Die spanische Proactiva Open Arms will dagegen weiterretten. «Für uns ändert sich nicht viel im Vergleich zu den vergangenen Wochen», sagte Riccardo Gatti der Zeitung «La Repubblica». Nach Angaben der Organisation war ihr Schiff in der vergangenen Woche im Mittelmeer von der libyschen Küstenwache mit Warnschüssen bedrängt worden.

«Abartiger» Mechanismus

Für Ärzte ohne Grenzen scheint die Sicherheit nicht der einzige Beweggrund zu sein, die Mission ihres Schiffs «Vos Prudence» zu unterbrechen. «Das Problem ist die absurde und rücksichtslose politische Linie der italienischen Regierung und von Europa, um das Migrationsproblem zu lösen», sagte Stefano Argenziano, der für Ärzte ohne Grenzen Migrations-Projekte koordiniert, gegenüber «La Repubblica».

Die Libyer könnten ohnehin bereits mit der Unterstützung Europas und Italiens «machen, was sie wollen». Seine Organisation wolle nicht «Teil dieses illegalen, abartigen und unmenschlichen Mechanismus sein.» Ein medizinisches Team werde aber an Bord des Rettungsschiffs «Aquarius» von SOS Méditerranée bleiben.

Seit Anfang August unterstützt die italienische Marine die libysche Küstenwache technisch und logistisch. Rom hofft, dass damit weniger Migranten nach Italien kommen - und die Zahlen sprechen dafür: In den ersten zwei Augustwochen sind bislang erst etwas mehr als 1700 Menschen in Italien angekommen.

Konsequenter zurückschicken

Im Juli waren es 11'459, im Juni noch 23'526. Ärzte ohne Grenzen forderte die EU und insbesondere Italien auf, von Strategien abzusehen, die «Menschen in einem Bürgerkriegsland einsperren, ohne deren Bedürfnisse nach Schutz und Unterstützung in Betracht zu ziehen».

Italien erhöhte den Druck auf die Helfer auch mit einem neuen Kodex. Damit will Rom die Zahl der ankommenden Flüchtlinge verringern. Demnach sollen bewaffnete Polizisten an Bord von Rettungsschiffen mitgenommen werden. Ausserdem dürfen auf See in Sicherheit gebrachte Flüchtlinge nicht von einem Schiff auf ein anderes weitergegeben werden. MSF und andere Hilfsorganisationen lehnen den Kodex ab.

Der EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos forderte eine «strengere und effektivere Politik für Rückführungen», wie er den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte. (viw/sda/dpa/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Vachereine 14.08.2017 09:53
    Highlight Die fahren keine Rettungseinsätze. Sie leisten Beihilfe zum Menschenschmuggel.
    Deswegen ermittelt die ital. Justiz z. T. gegen sie.
    25 8 Melden
    • lichtler 14.08.2017 11:15
      Highlight Dass du hier so was kommentierst überrascht mich nicht. Die Rettungseinsätze werden aus Rom koordiniert, sind somit offiziell. Außerdem würde mich noch interessieren was du vorschlägst, dass nicht die Menschen im Mittelmeer nicht ertrinken und Asyl in Europa stellen können?
      5 15 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 11:45
      Highlight Vachereine das ist ihre persönliche Meinung, aktuell durch keine Beweise nachgewiesen ist
      4 12 Melden
    • Vachereine 14.08.2017 13:52
      Highlight @lichtler: Dass irgwenetwas von irgendwem von Rom aus koordiniert wird, hat nichts zu bedeuten.
      Die illegalen Immigranten müssen am Auslaufen gehindert werden, oder abgefangen und zurück zur nordafrikanischen, genauer der lybischen Küste gebracht werden. Sobald alle in Lybien versammelten illegalen Immigranten sehen, dass es auf dem Seeweg kein durchkommen in die EU mehr gibt, begibt sich keiner mehr fahrlässig in tödliche Seenot.
      Die selbsternannten Seeretter ermutigen Zugtausausende, diese lebensgefährliche Seefahrt anzutreten, und machen sich so mitschuldig an vermeidbaren Todesfällen.
      18 5 Melden
    • Vachereine 14.08.2017 13:55
      Highlight @Enzesa: Dass es Beihilfe zu Menschenschmuggel ist, das liegt auf der Hand.
      Dass die italien. Behörden gegen die selbsternannten Seeretter ermitteln, ist Fakt, und kannst Du im Detail z. B. in der ital. Presse nachprüfen.
      12 5 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 17:53
      Highlight Ermitteln bedeutet untersuchen und nicht rechtskräftig verurteilt.

      Wie können Menschen im Mittelmeerraum illegale Immigranten sein?
      Jeder Mensch hat das Recht einen Asylantrag zu stellen und erst wenn eine Person einen ablehnendere Bescheid mit Aufforderung das Land zu verlassen erhält und dieser Aufforderung nach Ablauf der Frist ohne Widerspruch nicht nachkommt, ist er zu Unrecht im Land.

      Aber Sie Vachereine setzen Ermittlungen auch einen Schuldspruch gleich.
      3 13 Melden
    • Friction 14.08.2017 22:50
      Highlight @Enzasa: lass gut sein. In diesem Kontext ist Hopfen und Malz verloren. Rechtliche Grundlagen und Rechtstaatlichkeit kann man lange zu verteidigen suchen. Ideologisch verbräunte Menschen lassen sich nicht auf diesen Diskurs ein. Erst wenn sie dann plötzlich das Gefühl haben, srlbst in die Maschinerie zu kommen schreien sie lauthals auf und wollen Gerechtigkeit. Das ist das Paradoxon des Rechtsstaates und der Menschenrechte...
      6 4 Melden
  • Hattori_Hanzo 14.08.2017 02:22
    Highlight Zu denn ganzen Kommentaren hier: Passender gehts nicht mehr:
    5 20 Melden
    • stabiler 14.08.2017 08:31
      Highlight K.I.Z. in Ehren, ich feier die auch, aber diese Sichtweise bzw. ein Video als Antwort "zu den ganzen Kommentaren" scheint mir nicht wahnsinnig weit über das Prinzip Vogel-Strauss hinauszugehen.

      Klar kommen nicht alle (überwiegend) jungen, männlichen Afrikaner hierhin, um im Park mit Drogen zu dealen. Aber es kommen eben auch bei weitem nicht alle hierhin, mit dem Ziel, wirtschaftlich selbsttragend zu sein und sich den hiesigen Gepflogenheiten anzupassen.

      Ein diesbezüglich sehr lesenswerter, etwas längerer Bericht:

      https://www.dasmagazin.ch/2017/05/27/ruedi-und-die-eritreer/
      22 0 Melden
    • Hattori_Hanzo 14.08.2017 14:28
      Highlight Ist mir schon klar, hab ja weiter unten meine Gedanken etwas ausführlicher geschildert. Aber passte gerade hervorragend und das isst ja nicht der einzige Kommentar der ein komplexes "leicht" vereinfacht. Schön dass du siehst, dass nicht alle die selben Ziele haben. Seh ich auch so. Deswegen soll man sich meiner Meinung nach auch die Mühe machen, die Einzelschicksale zu prüfen und die, die kein Recht auf Aufenthaltsbewilligung haben, wieder zurückschicken. Aber sicher niemandem im Mittelmeer ersaufen lassen, nur weil es die einfachste Lösung ist.
      2 8 Melden
  • N. Y. P. 14.08.2017 00:14
    Highlight @Enzasa
    So bringt das nichts. Sie müssen auf die Gegenargumente eingehen.
    Ich fasse kurz alle Gegenargumente zusammen.

    Man will von Ihnen eine Antwort auf folgende Frage :
    Pro Tag kommen 8000 Flüchtlinge in Italien an (Annahme). Nach 7 Tagen 56000. Nach 365 Tagen 2'920'000.
    Wann ziehen Sie die Reissleine ?
    Nach 5 Jahren ?
    Oder nie ?


    26 4 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 11:18
      Highlight Warum soll ich über Annahmen diskutieren?
      Eine Annahme ist pro Tag kommen 8000 eine andere ist pro Tag kommen 7. Sinnlose Diskussion.
      Denkanstöße:
      Überalterung der Bevölkerung in D und anderen europäischen Ländern.
      Die Sozialsysteme dort beginnen 2030 zu kippen, da keine jungen Menschen nachkommen (ich weiß in der Schweiz ist es nicht so extrem).

      Warum sollen nicht alle EU Länder nach Aufschlüsselung Flüchtlinge aufnehmen. EU steht für Werte.


      3 16 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 11:24
      Highlight Warum kann Europa sich nicht gemeinsam präsentieren und sich gegen die Kriegstreiber stellen?

      Warum handeln die Verbraucher in Europa nicht einem Wertekodex entsprechend und boykottieren Firmen die Bauern und Kleinfischern die Lebensgrundlage entziehen?

      Elektro Autos das große Thema, warum werden nicht jetzt, bevor die Produktionen in Serie gehen, über Bedingungen des Einkaufs für die Rohstoffe gesprochen um eine Ausbeutung der armen Länder zu verhindern?
      3 13 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 11:28
      Highlight Warum wird Integration immer nur als Leistung der Zuwanderer betrachtet?

      Welche Privatperson hat bisher konkret aufgrund von Flüchtlingen finanzielle Einbußen erlitten?

      Angst vor Fremden ist normal, Aufklärung ist das einzige Mittel dagegen, warum wird Angst geschürt anstatt abgebaut. Nur weil Politiker Stimmenzuwachs erwarten.
      5 14 Melden
    • N. Y. P. 14.08.2017 13:07
      Highlight Ich bin eigentlich Deiner Meinung. Aber würdest Du nicht auch mir ein wenig recht geben, dass wir einfach nicht unbegrenzt Flüchtlinge aufnehmen können. Dass das Flüchtlingswesen in dieser Quantität so nicht funktionieren kann ?
      12 1 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 17:56
      Highlight Nur Flüchtlinge aufnehmen ohne etwas anderes zu unternehmen ist aus meiner Sicht falsch.

      3 2 Melden
  • stabiler 13.08.2017 19:10
    Highlight Wir sollten nicht vergessen, dass die aktuelle Prosperität West-Europas, die grosso modo allen Bevölkerungsteilen ein würdiges Leben garantiert, historisch betrachtet keineswegs eine Selbstverständlichkeit, sondern im Wesentlichen von unseren Urgrosseltern, Grosseltern und Eltern geschaffen wurde. Sozialstaat, Rentensystem, Rechtsstaat usw. sind keineswegs "immer-schon-dagewesenes"-Menschenrecht, sondern hart erarbeitet worden.

    Wer nun das Gefühl hat, Jahr für Jahr Tausenden Zugewanderten Zugang zu den gleichen Leistungen gewähren zu können, der wird früher oder später böse erwachen.
    81 15 Melden
    • Pasch 13.08.2017 21:17
      Highlight Nicht die welche den Zugang gewähren, (die sind in der Regel fein raus), sondern du und ich haben das zu bewältigen.
      45 6 Melden
    • mountaineer 13.08.2017 21:26
      Highlight So ist es, stabiler.

      Der berühmte Ökonom Milton Friedman hat schon festgestellt, dass man offene Grenzen oder einen Wohlfahrtsstaat, aber nicht beides haben kann.
      51 4 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 04:02
      Highlight Ich habe nie behauptet, dass es ein Ziel ist unendlich viele Flüchtlinge nach Europa zu holen.
      Aber wir verursachen die Fluchtursachen und die Kehre die uns Väter und Urväter ebenso hinterlassen haben ist Verantwortung zu tragen.
      Denn verantwortungsloses Handeln bedeutet Untergang
      6 26 Melden
  • Enzasa 13.08.2017 18:13
    Highlight Hoffentlich sind jetzt Wähler in Europa zufrieden.
    Das Flüchtlingsproblem wird kleiner, weil tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken werden.

    Eine Demokratie ohne Menschlichkeit ist wertlos.

    Ich schäme mich.
    58 137 Melden
    • StilleLaute 13.08.2017 19:18
      Highlight @Enzasa: Du bezeichnest unsere Demokratie tatsächlich als Menschenverachtend? Dafür solltest du dich schämen.
      73 20 Melden
    • häfi der Spinat 13.08.2017 19:18
      Highlight Enzasa
      Können sie mir sagen, wieso ich, für ihren ganz persönlichen Schuldkomplex, welchen sie hier fälschlicherweise, über die Migrationsdebatte stülpen wollen, gerade stehen soll?
      69 17 Melden
    • Caturix 13.08.2017 19:47
      Highlight Sie müssen ja gar nicht übers Mittelmeer. 90% oder mehr sollen und können zu Hause bleiben. Sie sind nicht bedroht.
      68 19 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 04:08
      Highlight Caturix
      Als es hieß das in Deutschland Juden verfolgt werden, hat es auch keiner geglaubt.
      StilleLaute
      Für mich hat Westeuropa die besten Regierung der Welt und es ist bedauerlich, dass so viele Leute daran sägen
      Häfi das Verlangen nach Gerechtigkeit und Hinterfragen von politischen Meinungen als Schuldkomplex zu bezeichnen ist ein merkwürdiges Verständnis von Demokratie
      7 23 Melden
    • häfi der Spinat 14.08.2017 08:44
      Highlight Enzasa
      Die Migration von heute, mit der Judenverfolgung der 40er Jahre zu vergleichen, ist aber aus meiner Sicht pathologisch.
      Ich glaube, sie haben mir persönlichen Schwierigkeiten zu kämpfen und vermischen diese mit der Politik.
      21 6 Melden
    • Friction 14.08.2017 09:47
      Highlight @häfi: sie sind gerade eben am Pathologisieren...
      5 13 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 11:33
      Highlight Häfi
      Gott sei Dank habe ich keine persönliche Schwierigkeiten. Ich führe eine glückliche Ehe, habe wohlgeratene erwachsene Kinder und einen Beruf der mich ausfüllt.
      Ich wurde nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren und habe stets gearbeitet, gekämpft und Niederlagen überwunden.

      3 4 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 11:37
      Highlight Häfi es ist eine ganz miese Masche Menschen, die eine andere Meinung haben als sie, private Probleme zu unterstellen.

      Das ist genauso mies, wie Fremden die Schuld an wirtschaftlichen Problemen zu geben.

      Oder einfach zu behaupten Flüchtlinge haben keinen Asylgrund.

      Sie implizieren ihre negativen Gedanken in andere Menschengruppen.
      5 9 Melden
    • häfi der Spinat 14.08.2017 13:31
      Highlight Enzasa
      Es waren sie, die die Migrationsproblematik mit der Situation der Juden in den 3o Jahren verknüpft haben.
      Damit bemühen sie ein Totschlagargument und ein Vergleich, der einfach nichts mit der Debatte zu tun haben.
      Sie unterstellen mir und anderen, Herzlosigkeit und schlimmer noch, Gleichgültigkeit am Tot anderer.
      Ich finde dies ein ganz negatives Bild, das sie hier auf andere Projizieren.
      10 5 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 18:05
      Highlight Sie behaupten unter anderem Flüchtlinge haben keinen Grund zu flüchten.
      Ich habe eine andere Meinung, deshalb bin ich Problem beladen oder unterstelle Ihnen negative Dinge.

      Ja, ich bin der Meinung, dass es Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern gibt, es gibt Berichte, Dokumente und Flüchtlinge die erzählen und die Wunden und Narben von Folterungen haben.

      Ich akzeptiere, dass sie es anders sehen. Aber ich habe das Recht Ihnen zu widersprechen. Denn viel zu oft wurden vor Unrecht die Augen geschlossen.
      4 5 Melden
    • Lichtblau 14.08.2017 19:49
      Highlight Es ist ja nicht so, dass den hier ansässigen Eritreern (als Beispiel) das Glück aus den Augen strahlt. Könnte es nicht auch sein, dass viele dieser jungen Männer aufgrund der westlichen "Willkommenskultur" mit gesammeltem Geld auf die beschwerliche Reise geschickt werden, damit sie Geld nachhause schicken können? Und, wenn sie die Flucht überleben, hier in einer völlig fremden Umgebung jahrelang untätig herumsitzen und regelrecht verkümmern? Das kann es doch auch nicht sein.
      2 2 Melden
  • Friction 13.08.2017 17:58
    Highlight In aller Ehren. Ich vertaue NGOs doch sehr viel mehr als dem lybischen Regime... aber sobald es um den eigenen "Klüder" geht, haben da etliche Menschen wohl eine andere Ansicht... gesteuert von Geldgier und Angst um eigenen Wohlstand, obwohl die wirtschaftlichen Zeichen sehr positiv sind - Wohlstand, wie wir ihn noch nie hatten. Aber je mehr Wohlstand, umso habgieriger gestaltet sich wohl unsere Lebensweise...
    Ich tippe mal auf 6 Herzchen gegen mind. 70 Blitze...
    49 96 Melden
    • mountaineer 13.08.2017 18:48
      Highlight Worauf gründet Dein Vertrauen in NGOs die mit kriminellen Schleppern gemeinsame Sache machen?
      86 35 Melden
    • Bobo B. 13.08.2017 18:50
      Highlight Wer glaubt, dass es hier nur um Wohlstandsverlustängste geht, hat dann doch einen ziemlich eingeschränkten Horizont...
      77 15 Melden
    • Pakart 13.08.2017 19:02
      Highlight Das 7. von mir. Und ich hoffe dein Kommentar erhält noch viele mehr 👍!
      23 62 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 04:12
      Highlight Mountaineer welche NGO wurde bisher rechtskräftig verurteilt?
      Bisher gibt es nur gezieltes Gerede aus bestimmten politischen Richtungen.


      6 19 Melden
    • Friction 14.08.2017 08:17
      Highlight @mountaineer: um gemeinsame Sache zu machen bedürfte es der Absprachen. Da trägst du erstmal die Beweislast, um diese Aussage zu tätigen. Die von dir getätigte Aussage ist ideologisch geprägt. Die Art und Weise, wie MSF arbeitet erachte ich als absolut zuverlässig.
      @Bobo B.: es ist ein Aspekt. Und ich bin der Meinung, ein sehr Wesentlicher.
      @Pakart: Gratulation 👍. Staune ob der vielen Herzchen und das freut mich für all die Menschen, die sich hauptsächlich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen!
      3 15 Melden
  • häfi der Spinat 13.08.2017 16:33
    Highlight Mit ihrem verantwortungslosem Handeln, haben sich diese eigenmächtig ernannten Hilfssheriffs zunehmend zu einer Gefährdung des demokratischen Rechtsstaat entwickelt.
    109 42 Melden
    • häfi der Spinat 13.08.2017 17:46
      Highlight Danke, C Star!
      48 42 Melden
    • Enzasa 13.08.2017 18:19
      Highlight Wie nennt man einen Staat wo nur die Starken und Priviligierten überleben?

      Wo die Starken und Privilegierten abkassieren und die Schwächen ihre Existenzgrundlagen verlieren und krepieren
      30 72 Melden
    • häfi der Spinat 13.08.2017 19:10
      Highlight Enzasa
      Dies nennt man wohl Anarchie.
      Etwas, was Leute wie sie in der Regel anstreben.
      50 15 Melden
    • atomschlaf 13.08.2017 19:18
      Highlight @häfi: Diese erfreuliche Wende ist mit ziemlicher Sicherheit den Italienern zu verdanken.
      Ich wüsste nicht, was die C-Star da für einen Einfluss gehabt haben sollte.
      47 6 Melden
    • Wald Gänger 13.08.2017 20:25
      Highlight Enzasa: Fühlst du dich besonders privilegiert?
      38 4 Melden
    • FrancoL 13.08.2017 21:55
      Highlight @häfeli; Bitte nachlesen was eine Anarchie ist. Wenn sie nichts finden gebe ich Ihnen gerne einige Angaben.
      Erbärmlich wie man heute noch nicht in der Lage ist ein Wort richtig zu gebrauchen!
      Entweder verstehen Sie Enzasas Frage nicht oder sie wissen nicht was eine Anarchie ist.
      Da rate ich Ihnen doch einmal das Wort Anomie nachzuschlagen, hilft Ihnen weiter.
      14 37 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 04:17
      Highlight Häfi eine Gefahr für die Demokratie ist die Besatzung der C Star und die die da hinter stehen.
      Alles schon geschichtlich nachgewiesen
      6 18 Melden
    • FrancoL 14.08.2017 08:23
      Highlight An die Blitzer: auch Blitze ändern nichts an der Tatsache dass Anarchie nicht Anomie bedeutet.
      8 11 Melden
    • häfi der Spinat 14.08.2017 09:57
      Highlight Enzasa
      Was für Nachweise ?
      12 1 Melden
    • Wald Gänger 14.08.2017 11:36
      Highlight Häfi: Hitler hat damals angefangen, indem er auf einem Schiff im Mittelmeer rumgegondelt ist. Ich schwör!
      6 0 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 11:43
      Highlight Welche Regierung hat erfolgreich überlebt die durch Diktatur und Unterdrückung ihre Macht erhält
      2 8 Melden
    • häfi der Spinat 14.08.2017 13:34
      Highlight Iran? Türkei?
      6 1 Melden
    • Wald Gänger 14.08.2017 15:30
      Highlight China, Nordkorea, Kuba, Saudi-Arabien, Angola, Demokratische Rebublik Kongo...ach, man könnte die Liste beliebig weiterführen.
      6 0 Melden
    • Enzasa 14.08.2017 18:11
      Highlight Ach, alles Länder in denen Sie gerne Leben möchten?
      Alles Länder in denen Menschen freiwillig leben und trotz offener Grenzen bleiben?
      1 6 Melden
  • Maria B. 13.08.2017 16:28
    Highlight Wenn man hier die letzten Artikel betreffend die überfälligen Änderungen der vergangenen Tage mitbekommt, dann wird man objektiv betrachtet gewahr, dass wohl etliche NGOs mit ihren Gratis-Fährdiensten für nicht am Leben Bedrohte zurecht den Unwillen der Italiener und Libyer auf sich gezogen haben.

    Eher merkwürdig, dass sich nun all diese Retter gänzlich zurückziehen wollen und nicht im immer noch erlaubten Teil des offenen Mittelmeers echte Schiffbrüchige in Not in Sicherheit bringen wollen.

    Dass den Missbräuchen nun ein Riegel vorgeschoben wird, ist aber sicherlich im Interesse der Sache.
    104 30 Melden
    • Enzasa 13.08.2017 18:22
      Highlight Menschen vor dem Ertrinken retten nennen Sie Missbrauch.
      Schöne Welt
      Heute schaut man zu wie Menschen im Mittelmeer Ertrinken, weil es ja Flüchtlinge, Muslime oder Arme sind.
      Morgen lassen wir Menschen im Rhein ertrinken, weil wir deren Leben für wertlos halten.
      35 88 Melden
    • Bärner Gieu 13.08.2017 18:54
      Highlight Enzasa: Europa geht unter, wenn dieser Missbrauch nicht bekämpft wird! Diese Leute haben kein Recht, nach Europa zu kommen!
      78 30 Melden
    • Iko5566 13.08.2017 21:14
      Highlight @Enzas: Meinen Respekt für dein Engagement hier. Doch leider wirst du hier niemanden mit deinem menschlichen Denken anstecken können. Es ist leider eine traurige Tatsache, dass sich auf Watson zunehmend fremdenfeindliche Menschen tummeln. Das muss man wohl, da sie auch Teil unserer Gesellschaft sind akzeptieren. Ich kann deine Kommentare nur unterstützen. Halte an deinen Idealen fest, aber verschwende sie nicht für die Unwürdigen.. lohnt sich nicht
      21 50 Melden
    • poga 13.08.2017 22:47
      Highlight @Iko ganz ehrlich. Den Selbstverrat den @Enzas betreibt nennst du menschliches Verhalten? Das ist wohl ein Scherz. Der Mensch würde nicht existieren hätte er früher so gedacht. Und eure Meinung wird auch nicht ewig existieren, weil ihr euch ja selber abschafft. Das was du menschlich nennst, kann man nur mit einer riesen Menge Ignoranz für das Umfeld leben. Sonst muss man sich tagtäglich verarscht vorkommen.
      29 11 Melden
    • The Origin Gra 14.08.2017 00:13
      Highlight Kein Recht in Europa zu leben? Wer entscheidet das und nach welchen Kriterien?
      Dann hätten wir auch kein Recht nach Amerika, Afrika whatever auszuwandern weil wir dort zur Konkurenz werden!
      Schweizer dürften nicht nach GB Arbeiten gehen, Berner nicht nach Zürich.

      Ja ich weiss, ich habs Zugespitzt zuende gedacht.
      Aber ich Stelle die Frage erneut:
      Wer darf den nach Europa kommen und welche Kriterien gelten Ihrer Meinung nach? Bitte um Antwort (Ehrliche)
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    • The Origin Gra 14.08.2017 00:19
      Highlight Poga, ich hoffe Sie kommen nie in die Lage und müssen bei einem Egoisten oder einer Egoistischen Gruppe Hilfe suchen wenn es um ihre Existenz oder gar Leben geht.

      Vor Zigtausend Jahren lebten hier Neandentaler, dann kamen Prä-Indogermannen, dann Indogermannen, dann Kelten, dann die Römer, danach Alemannen und Burgunder.

      Die Welt und die Menschheit ist Dynamisch, grosse Fluchtbewegungen und Migrationsströme gab es immer.

      P.S.: Erst die Römische Arroganz wiegelten die Gottenführer Fritigern und Alarich zum Aufstand auf gegen die Helfer die zu Unterdrückern wurden 😉
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    • Sauäschnörrli 14.08.2017 00:43
      Highlight Jetzt ist es doch ein gratis Fährdienst? Dachte die machen dick Kasse.
      3 10 Melden
    • Tokyobeirut 14.08.2017 02:49
      Highlight
      @poga wow du getraust dich wirklich das Wort "Ignoranz" zu benutzen? Und dann noch als Vorwurf? Ernsthaft jetzt? Hypocrites everywhere! Unglaublich so Leute wie du
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    • Enzasa 14.08.2017 04:20
      Highlight Bärner Gieu
      Welcher Missbrauch?
      Das unsere globale Großindustrie, den kleinen Bauern ihre Lebensgrundlagen entziehen?
      Dass unsere Industrie an Kriegen verdient?
      6 15 Melden
    • poga 14.08.2017 09:08
      Highlight @Loko ich habe mir so lange anhören müssen, was für ein schlechter Mensch ich bin, dass ich mich jetzt auch so verhalte... (darf teilweise ironisch aufgefasst werden.) @gra wir haben hier soziale Systeme aufgebaut die so etwas verhindern sollen. Ich leiste da seit Jahren meinen Beitrag, um dann auch wenigstens ein wenig abgefedert zu werden. Grundsätzlich bin ich auch eher pro helfen. Nur leider darf dieser Beitrag von niemandem gefordert werden. Und das ist das Problem bei der momentanen Art der Zuwanderung. Vor allem bei den Flüchtlingen. Sue haben einen höheren Pool an Forderungen,
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    • poga 14.08.2017 09:10
      Highlight Den sie einfordern können, als wir. Und das kommt für mich einer Verarschung gleich. Darum bin ich der Auffassung, dass blindes Helfen nur mit einem Ausgeprägten mass an Ignoranz möglich ist.
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    • Iko5566 14.08.2017 10:39
      Highlight @poga: Ignoranz für das Umfeld ist ein gutes Stichwort.... Mir scheint jedoch, dass die Grenzen unserer beider Umfelder nicht die selben zu sein scheinen. Aber lassen wir doch alle ertrinken, weil die Menschen ja schon immer hrausam und brutal waren-was für eine Logik...
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Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Der Sohn des Präsidenten holt auf Instagram seit Tagen zum Rundumschlag aus und verbreitet Fake News. Ein CNN-Reporter hat nun zurückgeschlagen. 

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