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Refugees and migrants wait to disembark a Greek Coast Guard vessel at the port of Mytilene on the Greek island of Lesbos, following a rescue operation at open sea, March 22, 2016. REUTERS/Alkis Konstantinidis

Tausende wählen den Weg über das Mittelmeer. Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

Es kommen wieder mehr über das Meer – 6000 Flüchtlinge warten in Italien 

16.04.16, 07:39 16.04.16, 08:31


Aus Libyen machen sich wieder mehr Flüchtlinge per Boot auf den Weg nach Italien. In den vergangenen drei Tagen hätten fast 6000 Menschen auf diesem Weg das Mittelmeer überquert, sagte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf.

Sollte es bei diesem Zustrom bleiben, dürften das dritte Jahr in Folge mehr als 100'000 Menschen in Italien ankommen «und vielleicht sehr, sehr viel mehr».

Gefährliche Reise

Syrer seien derzeit kaum unter den Flüchtlingen, die von Libyen aus in die EU gelangen wollten. Allerdings könne sich dies wegen des EU-Türkei-Abkommens ändern, hiess es weiter. Das Fehlen einer Zentralregierung in Libyen und die schlechte Sicherheitslage begünstigen die Arbeit der Schleuser.

Vor zwei Jahren waren etwa 170'000 Flüchtlinge in Italien angekommen, 2015 weitere rund 154'000. Die Reise von Libyen über das Meer ist deutlich länger und gefährlicher als die von der Türkei nach Griechenland.

Im März hatten sich allerdings die Regierung in Ankara und die EU auf Massnahmen gegen den unkontrollierten Flüchtlingsstrom geeinigt. Zudem haben einige Staaten im Südosten Europas ihr Grenzen geschlossen. Italien befürchtet daher eine Zunahme der Flüchtlinge via Libyen. (sda/reu)

«This ist not for Humans» – eine Nacht im Flüchtlingscamp in Idomeni

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 16.04.2016 22:20
    Highlight An den Flüchtlingsströmen verdienen nicht nur die Schlepper, sondern auch die Mitarbeiter des UNHCR. Die Flüchtlingsströme werden durch das UNHCR gelenkt.
    2 0 Melden
  • Paco69 16.04.2016 10:36
    Highlight "Flüchtlinge"
    Es handelt sich hier nach wie vor um keine Flüchtlinge, sondern um illegale Einwanderer. Flüchtlinge waren sie in der Türkei, bzw. spätestens in Griechenland oder Italien. Das war es dann aber.
    27 8 Melden
  • ströfzgi 16.04.2016 09:04
    Highlight bitte ca je 10 flüchtlinge and die adresse von mattea meyer, doris fiala und den lieben "herr pfarrer" senden. die nehmen diese dann ganz sicher sehr gerne auf. ach, wie romantisch...
    31 12 Melden
    • Sapere Aude 16.04.2016 10:32
      Highlight Dann meldest du dich sicher auch freiwillig um an die Grenze zu stehe, wenn es darum geht Flüchtlinge aufzuhalten?
      9 9 Melden
    • ströfzgi 16.04.2016 10:55
      Highlight @sapere, hast du mich in der arena gesehen grosse töne zu spucken? ich wähle die politiker die mein 'an der grenze stehen' vertreten. ausführen wird es dann der staat - das ist seine aufgabe.
      14 6 Melden
    • Mehmed 16.04.2016 11:11
      Highlight sapere, dazu werden jetzt junge schweizer burschen gezwungen. von wegen freiwillig. tolle heuchlerei.
      6 6 Melden
    • Sapere Aude 16.04.2016 11:13
      Highlight Naja du forderst von jenen, die sich für Flüchtlinge einsetzen, sie sollen selber welche aufnehmen. Du selbst forderst Soldaten an der Grenze, was dann aber der Staat übernehmen soll. Bisschen inkonsequent findest du nicht?
      9 7 Melden
    • ströfzgi 16.04.2016 11:28
      Highlight @sapere: inkonsequent wäre, wenn ich den zuschauer im publikum angesprochen hätte. oder dich.
      6 7 Melden
    • Sapere Aude 16.04.2016 11:28
      Highlight "sapere, dazu werden jetzt junge schweizer burschen gezwungen. von wegen freiwillig. tolle heuchlerei."
      Ich leiste selbst Militärdienst, geht mir aber nicht um das, sondern um die Forderung von Asylgegner, Befürworter einer vernünftigen Flüchtlingspolitik sollen doch selber Flüchtlinge aufnehmen. Sie fordern ständig Soldaten an der Grenze, wollen aber selber nicht an der Grenze stehen.In meinen Augen inkonsequent. Btw. wenn es zu einem Einsatz an der Grenze kommen würde, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass ich aufgeboten werde. Also ja ich bin einer dieser "jungen Schweizer Burschen"
      3 9 Melden
    • Sapere Aude 16.04.2016 11:34
      Highlight "@sapere: inkonsequent wäre, wenn ich den zuschauer im publikum angesprochen hätte. oder dich."
      Ich bin der gleichen Meinung wie Fiala und "der liebe Herr Pfarrer" also hast du indirekt auch mich angesprochen.
      3 6 Melden
  • samy4me 16.04.2016 08:22
    Highlight Wir Europäer sollten uns schämen. Für jeden Menschen der in den Wellen des Mittelmeeres einen grausamen Tod findet, ist diese hässliche, widerliche Flüchtlings-Politik von ganz Europa mitverantwortlich. Bedrückende Zeiten...
    16 44 Melden
    • Mehmed 16.04.2016 09:36
      Highlight weshalb flüchtlingspolitik? es ist die politik an sich. wer steuerfreie firmengewinne aus afrika einkassiert, weiss doch, dass das gestohlene geld irgendwann diesen bürgern fehlen wird. mit dem eingestrichenen profit kommen auch die flüchtlinge. so einfach.
      14 13 Melden
    • samy4me 16.04.2016 09:51
      Highlight Na von mir aus. Der Fisch stinkt am Kopf, ja. Das macht das Ganze aber auch nicht besser...
      3 8 Melden
    • Bobo B. 16.04.2016 11:32
      Highlight @Mehmed: Klar doch. Die afrikanischen Politiker, die ,wenn überhaupt, vom Volk gewählt werden, um flugs in geldgierige Despoten zu mutieren, sind ja dafür bekannt, mit den Steuergeldern Wohltaten für das Volk zu vollbringen. Wie ich diese simplen "Der böse Westen ist alleine für die Flüchtlinge verantwortlich"-Posts liebe...
      13 4 Melden
    • Mehmed 16.04.2016 12:08
      Highlight bobo, lies nochmal meinen post. ich sage, dass europäische firmen profitieren. das ist wohl kaum wegzuleugnen.
      alles andere, von wegen afrikanischen geldgierigen despoten etc kommt aus deiner feder. wenn dich dinge nerven, dann sprich sie wenigstens in deinem namen aus, anstatt sie in andere posts hineinzuinterpretieren.
      4 3 Melden
    • MaxHeiri 16.04.2016 12:24
      Highlight Lieber Mehmed,
      Ihre Sichtweise entpricht wenig der Realität. Ausbeutung von Rohstoffmultis kommen in einzelnen Regionen Afrikas vor. Die grosse Mehrheit der afrikanischen Flüchtlinge flieht aber wegen der wirtschaftlichen Perpektivlosigkeit. Dies kommt eben weil zu wenig Firmen in Ländern Jobs schaffen. Eritrea als Beispiel: Mir ist kein westlicher Multi dort bekannt, aber trotzdem waren mehr als ein Viertel aller Asylsuchender der Schweiz im 2015 von dort.
      7 3 Melden
    • TheMan 16.04.2016 12:25
      Highlight @samy4me was unsere Flüchtlingspolitik ist Schuld, dass viele mit dem Boot über das Meer fahren und ein Paar ertrinken? Niemand sagt das sie bei Uns Asyl haben können, Es gibt viele Länder um Syrien/Irak die Flüchtlinge Platz bieten könnten. Das Positive dort, die Gleiche Sprach, die gleiche Religion, die gleiche Kultur. Und nicht noch 4000 und mehr Euro für einen Überfahrt zu bezahlen. Wahre Flüchtlinge suchen im Nächst Sicheren Land nach Asyl. Nicht in einem Entfernten.
      6 1 Melden
    • Mehmed 16.04.2016 12:30
      Highlight maxheiri, ich denke, was auf dem kontinent passiert und seit den verschiedenen phasen der kolonialisierung von afrika durch europäische länder passiert ist, verdient eine differenzierte betrachtung. ich habe bewusst vermieden, da eine oberflächliche aussage dazu zu machen. aber was klar ist: bei uns in der schweiz versteuern hunderte von firmen ihre gewinne, welche in afrika realisiert werden. das lässt sich nicht wegreden. wenn man schon dem schweizer bürger verantwortung aufbürden will, sollen die profitierenden schweizer (gross-)aktionäre und politiker auch mal verantwortung übernehmen.
      3 2 Melden
    • samy4me 16.04.2016 13:02
      Highlight @TheMan
      Ich habe mich vielleicht nicht deutlich genug ausgedrückt. Die westliche Politik hier ist nicht der Alleinschuldige, logo. Die geschlossenen Grenzen im Osten jedoch, treiben diese Menschen wieder zu dieser absurden Fahrt über das Meer, so war das gemeint.
      2 0 Melden
    • MaxHeiri 16.04.2016 20:07
      Highlight Lieber Mehmend,
      Ich denke Ihnen fehlt das Big Picture zur Ökonomie. Wir sprechen von Arbeitsplätzen. Diese werden nur ganz wenig durch Steuereinahmen generiert. High tax countries entgehen auch Steuereinahmen aber trotzdem schaffen sie brutal viele Arbeitsplätze. Das passiert auch in Afrika, aber einfach zu wenig schnell. Ein Vorbild was ein investorenfreundliches Wirtschaftsklima schafft sehen wir in Südostasien.
      3 0 Melden

Migranten in Italien: Hass, Hetze und Gewalt

In Italien häufen sich die Attacken auf Menschen mit dunkler Haut. Der Staatspräsident spricht von «Barbarei», Kirchenmänner von «Rassismus» – die Regierung hält Berichte dazu für erfundenen «Unsinn».

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