International

Auch Ende August wurden zahlreiche Flüchtlinge, die meisten davon aus Eritrea, aus dem Mittelmeer gerettet.  Bild: AP

Im Mittelmeer wurden 1134 Menschen an einem Tag gerettet

12.12.16, 22:06 13.12.16, 06:34

1134 Bootsflüchtlinge sind am Montag vor der libyschen Küste bei neun verschiedenen Rettungseinsätzen unter Aufsicht der italienischen Küstenwache gerettet worden. An den Rettungseinheiten beteiligten sich mehrere Schiffe, teilte die italienische Küstenwache in Rom mit.

Die Geretteten befanden sich an Bord von acht Schlauchbooten und eines kleinen Schiffes. Am Sonntag waren bereits 1164 Flüchtlinge bei sieben verschiedenen Rettungseinsätzen im Mittelmeer in Sicherheit gebracht worden. Dabei wurden auch die Leichen von sechs Flüchtlingen geborgen.

Rekordzahl bis Ende 2016

Italien rechnet bis Ende 2016 mit einer Rekordzahl von Flüchtlingen und Migranten. Geht der bisherige Trend weiter, wird es auf Sizilien in diesem Jahr 190'000 Flüchtlingsankünfte geben, prognostiziert das Innenministerium in Rom. Damit würde die Rekordzahl von 170'000 Flüchtlingen im Jahr 2014 deutlich überschritten. (sda/apa)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wisegoat 13.12.2016 06:59
    Highlight Die Rekorde werden mit Hilfe der staatlichen Schlepperei jährlich fallen.
    2015 war für Italien ein Glücksjahr, da wurde auf Grund der Balkanroute mit "nur" 150tsd im Vergleich zu 170tsd im 2014 abgefeiert.
    6 0 Melden
  • gnp286 13.12.2016 01:34
    Highlight 'Vor der Lybischen Küste wurden an einem Tag 1134 Menschen von Schleppern im Stich gelassen' könnte der Titel auch heissen.

    Wann wird endlich etwas gegen die Schlepper unternommen?
    21 1 Melden
    • Pisti 13.12.2016 12:41
      Highlight Überhaupt nie, mittlerweile nimmt man Ihnen sogar die Arbeit ab.
      6 0 Melden
    • trio 13.12.2016 14:13
      Highlight @Pisti lieber die Flüchtlingen human die Flucht ermöglichen, als den Schleppern noch grosse Gewinne ermöglichen, oder?
      0 4 Melden

Netanjahu will 40'000 afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben

Israel will rund 40'000 im Land verbleibende afrikanische Flüchtlinge in Drittländer abschieben. Dies kündigte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag bei einer Sitzung seiner Regierung in Jerusalem an.

Israel betrachtet die vor allem aus Eritrea und dem Sudan stammenden Flüchtlinge als illegale Einwanderer. Asylanträge werden nur in extrem seltenen Fällen gebilligt.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR äusserte sich «zutiefst besorgt» über Israels Pläne und die Sicherheit der …

Artikel lesen