International

Das hoch gehandelte Gemälde «Air Power» des US-Amerikaners Jean-Michel Basquiat erbrachte einen Kaufpreis von fast sieben Millionen Euro. Bild: HANNAH MCKAY/REUTERS

Auktion zu Bowies Kunstsammlung bringt mehrere Millionen ein

10.11.16, 22:31

Die Versteigerung der Kunstsammlung von David Bowie hat die Erwartungen am ersten Tag deutlich übertroffen. Allein das hoch gehandelte Gemälde «Air Power» des US-Amerikaners Jean-Michel Basquiat erbrachte einen Kaufpreis von fast sieben Millionen Euro.

Erwartet worden waren drei bis vier Millionen. Ein Bild des britischen Malers Frank Auerbach, das mit maximal 690'000 Euro taxiert worden war, wurde für 3.7 Millionen Euro ersteigert.

Eine Frau betrachtet das Pop-Art Gemälde von Damien Hirst. Im Hintergrund ein Portrait von David Bowie.  Bild: Frank Augstein/AP/KEYSTONE

Ein rundes Popart-Gemälde des Briten Damien Hirst, das Bowie selbst mit Initialen und Datum abgezeichnet hatte, fand für über 700'000 Euro einen neuen Besitzer.

Insgesamt hatte das Auktionshaus Sotheby's für die zweitägige Versteigerung einen Gesamtschätzwert von 15 Millionen Euro angegeben. Im Auftrag der Nachlassverwalter des im Januar mit 69 Jahren gestorbenen Rock-Superstars Bowie werden bis Freitagabend in London mehr als 350 Gemälde und Objekte versteigert. Der Erlös der Auktion soll der Familie des Musikers zugute kommen.

David Hockney ist der Erschaffer von Woldgate Woods. Ein weiteres Gemälde, das im Auktionshaus Sothebys steht.  Bild: Richard Drew/AP/KEYSTONE

Mit Leidenschaft gesammelt

«Der Motor für David Bowies Kunstsammlung, die er mit Leidenschaft zusammengetragen hat, war sein persönliches Interesse», heisst es von den Nachlassverwaltern. «Zwar hat seine Familie bestimmte Stücke von besonderer persönlicher Bedeutung behalten. Jedoch ist es jetzt an der Zeit, anderen die Möglichkeit zu geben, die Kunst und Objekte zu wertschätzen und zu erwerben, die er so bewunderte.»

Die vorangegangene Ausstellung «Bowie/Collector» in London, Los Angeles, New York und Hongkong zog Zehntausende Besucher an. Die Kunstschau präsentierte den Popstar erstmals in aller Öffentlichkeit als enthusiastischen und vielseitig interessierten Sammler.

Die Privatsammlung biete «einen einzigartigen Einblick in die persönliche Welt eines der grossartigsten kreativen Köpfe des 20. Jahrhunderts», sagte Sotheby's-Fachmann Oliver Barker. Bowie habe «Ausschau gehalten nach Künstlern, mit denen er sich verbunden fühlte, und nach Werken, die ihn motivierten und inspirierten», ergänzte der Londoner Experte für britische Kunst, Simon Hucker.

Für ihn sei Kunst «immer eine unentbehrliche Nahrung» gewesen, sagte Bowie 1998. «Das Einzige, was ich wie ein Süchtiger sammle, ist Kunst», sagte er einmal über seine grösste Leidenschaft neben der Musik. (sda/dpa)

«In echt»: Schweizer Landschaft als Kunstwerk

Kunst, Kunst, Kunst!

Ordentlich! Künstler macht wilde Graffitis leicht lesbar

Es ist an der Zeit, den malenden Valentin Lustig in seinem Atelier an der Langstrasse zu besuchen

Die Frau mit dem Fleisch – oder was ein «Luxustouristen-Paket» in den Walliser Alpen mit Migrationspolitik zu tun hat

Wie H.R. Giger zum Film kam? Es hat mit Drogen, «Dune» und Salvador Dalí zu tun

Vielleicht krieg' ich jetzt einen Zusammenschiss, aber ich kann diese nackte, grenzauflösende Menstruations-Kunst einfach nicht mehr sehen 

Ab in den Abfall! Kunst, die eine Wegwerfreaktion auslöst 

Der «Stricher» ist in Zürich zurück: Harald Naegeli sprayt seinen Zorn an die Wand

Diese kleinen Superheldinnen sind dem strengen viktorianischen Zeitalter entflohen

Über das Leben von «Tags» – Die verachteten Zeichen der modernen Stadt bekommen eine eigene, liebevolle Ausstellung

Eine Künstlerin schenkt Opfern von häuslicher Gewalt gratis Tattoos. Und die Ergebnisse sind ... einfach unglaublich

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Erdogan gegen Trump: Türkei ruft zu Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Palästinas auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Palästinas aufgerufen. Er tat dies am Mittwoch zur Eröffnung eines Gipfels der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul.

Die islamischen Staaten würden niemals «die Forderung nach einem souveränen und unabhängigen Palästina mit Jerusalem als Hauptstadt» aufgeben.

Erdogan verurteilte Israel erneut als «Terror- und Besatzungsstaat». In seiner Rede zur Eröffnung des Sondergipfels der …

Artikel lesen