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Jordanischer Schriftsteller erschossen, weil er mit dieser Karikatur den «IS» verhöhnte

26.09.16, 10:19


In Jordanien ist der prominente Schriftsteller Nahed Hattar erschossen worden, kurz bevor er sich wegen einer gegen die «IS»-Miliz gerichteten Karikatur vor Gericht verantworten sollte. Wie die Nachrichtenagentur Petra am Sonntag berichtete, wurde Hattar vor dem Gericht in der Hauptstadt Amman von drei Kugeln getroffen.

Im Paradies...Gott fragt: «Möge dein Abend voller Freude sein, Abu Saleh, brauchst du irgendetwas?» Dschihadist antwortet: «Ja Herr, reich mir das Glas Wein da und sag dem Erzengel Gabriel, er soll mir ein paar Cashewnüsse bringen. Anschliessend schick mir einen Diener, der den Boden wischt und räume das dreckige Geschirr ab. Und vergiss nicht, eine Tür am Zelt anzubringen, damit du das nächste Mal anklopfen kannst, bevor du eintrittst, du Erhabener.» (Übersetzung: The Clarion Project) bild: nahed hattar

Der Schütze wurde festgenommen. Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur AFP, dass ein Mann vor dem Gericht im Bezirk Abdali das Feuer eröffnete.

A relative of the Jordanian writer Nahed Hattar holds his picture during a sit-in in the town of Al-Fuheis near Amman, Jordan, September 25, 2016. REUTERS/Muhammad Hamed  FOR EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVES

Ein Verwandter Hattars demonstriert mit einem Bild des Erschossenen (25.09.2016). Bild: MUHAMMAD HAMED/REUTERS

Der 56-jährige Christ Hattar war Mitte August festgenommen worden. Er hatte auf seiner Facebookseite eine Karikatur veröffentlicht, die sich über die Dschihadisten der Terrormiliz des sogenannten «Islamischen Staates» («IS») lustig macht.

Er wurde wegen Beleidigung des Islams und Anstiftung zu konfessionellem Zwist angeklagt und Anfang September gegen Kaution freigelassen. (kri/sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • URSS 27.09.2016 07:28
    Highlight Das er den IS verhöhnte ist zweitrangig. Er zeichnete Mohammed und Gott.
    Und wie wir wissen vertragen viele Moslems das nicht.
    16 2 Melden
  • wipix 26.09.2016 16:26
    Highlight Es wird Zeit, dass man sich für alle von Religion unterdrückten Menschen konsequent einsetzt! Das Abbilden, die mündliche und schriftliche Äusserungen, Karikaturen, Humor, kritisch oder zustimmend, als Selbstverständlichkeit verbreitet und verteidigt! Ich bin für die virale Verbreitung von Witzen und Karrikaturen über Religionsgesteuerte Turban, Käpli,Alu-Hüte, Glatzen und "was weis ich was" Träger und deren Götter,Götze, Dicke und dünne Bärtige und Lichtgestalten!Für eine aufgeklärte und offenen Gesellschaft!
    STOPT Macht und alleinherrschafts- & Weisheitsansprüchen mit einer Flut von Witzen!
    53 1 Melden
    • SoOderSo 26.09.2016 18:48
      Highlight "Wenn unser ZIEL eine witzigere Welt sein soll, muss auch unser Widerstand schon witzig sein!!" -das Känguru *grins*
      21 0 Melden
    • wipix 26.09.2016 19:35
      Highlight 😄👍
      10 0 Melden
  • Andreas Kyriacou 26.09.2016 14:16
    Highlight Danke fürs Wiedergeben der Karikatur – eine löbliche Ausnahme unter den Medien!

    Fast alle zeigten gestern in ihren Online-Berichten das Portrait des Erschossenen, nicht aber die Zeichnung. Das ist falsch und feige. Gerade nach diesem verwerflichen Gewaltakt muss die Karikatur abgebildet und verbreitet werden. Einzig haaretz.com sorgte ebenfalls für Transparenz. (Und ebenso frei-denken.ch.)
    85 1 Melden
  • Denk nach 26.09.2016 10:36
    Highlight Wie im Mittelalter. Fehlt nur noch die Hexenverbrennung.
    176 3 Melden
    • heul doch 26.09.2016 11:08
      Highlight schon wahr aber das mittelalter war eine wesentlich ruhigere und anständigere zeit als man gemeinhin denkt. Die schlimmsten hexenverfolgungen fanden in der frühen neuzeit statt (1550-1650)
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung?wprov=sfla1
      96 3 Melden
    • Fumo 26.09.2016 13:42
      Highlight @Mencken Ich würde die Jahren in denen Ereignisse stattfanden neu studieren, bis auf die Missionierung durch die Kreuzzüge fand nichts vom von dir aufgezählten während das Mittelalter statt. Nicht im frühen noch im späten.
      36 3 Melden
    • Citation Needed 26.09.2016 13:47
      Highlight Mencken: Heul doch bezog sich ja hauptsächl. auf die Hexenverbrennung.
      Aber schon erstaunlich, wie Sie Folter, Verbrennungen und Sklaverei als Exklusivität des MA betrachten. Sklaverei z.B. findet sich ja in jedem Zeitalter.. von den frühesten Hochkulturen durch die Antike, das Mittelalter, die Neuzeit.. noch im 20. JH brauchte es mehrere Anläufe, die Sklaverei faktisch abzuschaffen. Und im 21. JH? Ganz so rosig sieht es auch heute diesbez. noch nicht aus.
      Just saying..
      45 0 Melden
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