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B-52-Bomber der USA in Katar. 
Bild: US AIR FORCE/REUTERS

Erstmals seit 2006: USA setzen B-52-Bomber gegen «IS»-Miliz in Syrien und im Irak ein

10.04.16, 03:42 10.04.16, 08:21

Im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz «Islamischer Staat» (IS) in Syrien und im Irak setzen die USA nun auch B-52-Bomber ein. B-52-Kampfflugzeuge seien vom US-Stützpunkt Barksdale nach Katar verlegt worden, teilte die US-Luftwaffe am Samstag mit.

Zuletzt waren die Langstreckenbomber 2006 in Afghanistan an Einsätzen beteiligt gewesen. Um wie viele Maschinen es sich nun handelte, wurde nicht mitgeteilt.

«Die B-52 zeigen unsere anhaltende Entschlossenheit, stetigen Druck (auf den «IS») auszuüben und die Region in jeder künftigen Eventualität zu verteidigen», erklärte der Kommandeur des Zentralen US-Militärkommandos, Charles Brown. «Die Flugzeuge gäben der US-geführten Koalition gegen die «IS»-Miliz Flexibilität und Ausdauer.»

Die B-52 kamen unter anderem im Vietnam-Krieg und im Golf-Krieg zum Einsatz. Die US-geführte Militärkoalition geht seit August 2014 gegen die «IS»-Miliz in Syrien und im Irak vor, mittlerweile sind rund 60 Länder beteiligt. Die Koalition flog bis heute etwa 11'000 Luftangriffe gegen die Dschihadisten.

B-52-Bomber der USA während einer Übung in Jordanien.
Bild: JAMAL NASRALLAH/EPA/KEYSTONE

Kämpfe in Syrien zwischen Al-Kaida-Rebellen und Regierungstruppen

Im Norden Syriens haben sich Regierungstruppen heftige Gefechte mit Al-Kaida-Angehörigen und anderen Rebellen geliefert. Das teilte die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtergruppe für Menschenrechte am späten Samstagabend mit.

Die Kämpfe hätten südlich der Stadt Aleppo stattgefunden,. Aufständische, darunter Kämpfer des Al-Kaida-Ablegers Nusra-Front, hätten in der Nähe der einstigen Wirtschaftsmetropole einen Angriff gestartet, teilte die in Grossbritannien ansässige Gruppe mit. Syrische und russische Kampfflugzeuge hätten Dutzende Angriffe in der Region geflogen.

Seit einigen Wochen gilt eine von den USA und Russland mit ausgehandelte Waffenruhe zwischen den Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und den Rebellen. Doch sie gilt ausdrücklich nicht für Al-Kaida und die radikal-islamische «IS»-Miliz, die in Syrien und im Nachbarland Irak weite Gebiete unter ihrer Kontrolle hat. (sda/reu)

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