International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Präsidentschaftswahl in Ägypten wird zur reinen Formsache



epa04238504 Presidential candidate Abdel Fattah al-Sisi gives a statement in Cairo, Egypt, 03 June 2014, following the election results. Abdel Fattah al-Sisi was elected Egypt's president with almost 97 per cent of the vote.  EPA/SISI CAMPAIGN HANDOUT   EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Abdel Fattah al-Sisi Bild: EPA/SISI CAMPAIGN

Bei der Präsidentschaftswahl in Ägypten geht Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi als einziger ernstzunehmender Kandidat ins Rennen.

Zwar reichte kurz vor Ablauf der Anmeldefrist am Montag noch Mussa Mostafa Mussa, Vorsitzender der liberalen Al-Ghad-Partei, seine Unterlagen für eine Kandidatur ein. An einer Wiederwahl al-Sisis zweifelt aber trotzdem niemand im bevölkerungsreichsten arabischen Land. Mussa gilt als Unterstützer al-Sisis. Seine Kandidatur dürfte damit allein dem Zweck dienen, den Präsidenten nicht als alleinigen Kandidaten antreten zu lassen.

In den vergangenen Wochen hatten nach und nach alle anderen Anwärter ihre Kandidatur zurückgezogen. Zuletzt hatten am Samstag der Präsident des Fussballvereins Samalek, Mortada Mansur, und der Chef der liberalen Al-Wafd-Partei, Sajed al-Badawi, ihren Verzicht auf eine Kandidatur erklärt. Andere potenzielle Mitbewerber landeten im Gefängnis. Die Wahl ist für den 26. März angesetzt.

Der ehemalige Armeechef al-Sisi hatte den Putsch gegen den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi angeführt und 2014 das Präsidentenamt übernommen. Damals bekam er 96.9 Prozent der Stimmen.

Promis rufen zum Boykott auf

Führende ägyptische Persönlichkeiten hatten am Sonntag zum Boykott der Präsidentschaftswahl aufgerufen. Sie beklagten ein Klima der Einschüchterung sowie Massnahmen der Behörden und Sicherheitskräfte, die einen «fairen Wettbewerb» unmöglich machten.

Zu den Unterzeichnern des Boykottaufrufs zählen die früheren Präsidentschaftskandidaten Mohamed Anwar Sadat sowie Abdel Moneim Abol Fotuh, der Nasa-Weltraumforscher Essam Heggi, der den früheren Interimspräsidenten Adli Mansur beraten hatte, sowie der Politikwissenschaftler Hasem Hosni und der frühere oberste Anti-Korruptionskämpfer Hischam Geneina, zwei Berater des inhaftierten Kandidaten Ex-Generalstabschef Sami Anan.

Nach Angaben seines Anwalts Ali Taha wurde Geneina am Samstag von drei Männern in der Nähe seiner Kairoer Wohnung überfallen und so schwer misshandelt, dass er mit Stichwunden im Gesicht und gebrochenem Bein ins Spital musste. Al-Sisi hatte den Richter 2016 als Chef der Verwaltungskontrollbehörde gefeuert, unter dem Vorwurf, er habe die Kosten der Korruption übertrieben hoch dargestellt. (sda/afp)

Die Gewinner und Verlierer der Wahlen in 2017

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Die Geschichte zu diesem Foto mit Pogba ist wirklich unglaublich lustig

Link zum Artikel

Dieser Bündner Lokführer hat wohl gerade den besten Job der Welt

Link zum Artikel

«Der grösste Fehlentscheid der NFL-Geschichte» – und natürlich wieder Brady

Link zum Artikel

9 simple WhatsApp-Kniffe, die nicht jeder kennt

Link zum Artikel

Vor 50 Jahren: Als der Traum von der Schweizer Atombombe platzte

Link zum Artikel

Von frierenden Möpsen und fliegenden Vibratoren: Eine kleine Abrechnung mit Hollywood

Link zum Artikel

«Ken ist nur ihr schmuckes Anhängsel»: Soziologin über Geburtstagskind Barbie

Link zum Artikel

«Steigende Mieten!» – «Nur noch Beton!»: Das Streitgespräch zur Zersiedelungs-Initiative

Link zum Artikel

Ist die #10YearChallenge gefährlich? Die Fakten zum Internet-Phänomen

Link zum Artikel

Hunderte Millionen geklaute Zugangsdaten im Netz – so prüfst du, ob du gehackt wurdest

Link zum Artikel

3 Punkte: Wie Kritiker über den Reichen-Report motzen – und was davon zu halten ist

Link zum Artikel

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Waffenruhe in Nahost – Palästinenser erklären Ende der Kämpfe

Nach israelischen Luftangriffen als Reaktion auf Beschuss aus dem Gazastreifen hat in der Nacht zum Freitag vorerst Ruhe geherrscht. Gegen Mitternacht hatten militante Palästinenser nach eigenen Angaben ein Ende der Kämpfe mit Israel erklärt.

Es sei eine Vereinbarung der gegenseitigen Ruhe unter Vermittlung von Ägypten und dem Uno-Nahostgesandten Nikolay Mladenov geschlossen worden, teilten die Widerstandskomitees im Gazastreifen mit. Diese sei nun in Kraft, unter der Bedingung, dass Israel sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel