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Im Jemen geht das Töten weiter – UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon interveniert



epa04800360 UN Secretary-General Ban Ki-moon (R) speaks next to United Nations Special Envoy for Yemen Ismail Ould Cheikh Ahmed after the first day of the Geneva Consultations on Yemen peace talks between Yemen's warring factions, at the European headquarters of the United Nations in Geneva, Switzerland, 15 June 2015.  EPA/MARTIAL TREZZINI

Ban Ki Moon will die Waffen ruhen sehen. Bild: EPA/KEYSTONE

Vor Beginn von Friedensgesprächen zwischen den jemenitischen Konfliktparteien hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eine zweiwöchige Feuerpause gefordert. Während des islamischen Fastenmonats Ramadan sollten die Waffen schweigen, sagte Ban am Montag in Genf.

In Genf sollten Vertreter der schiitischen Huthi-Rebellen und aus dem Lager des nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi erstmals seit Beginn der Krise an einen Tisch gebracht werden. Wegen der tiefen Gräben sollten die Kontakte allerdings erst indirekt über den UNO-Sondergesandten Ismail Ould Cheikh Ahmed laufen, er wollte zwischen den verschiedenen Hotelzimmern pendeln, in denen die Vertreter der Konfliktparteien untergebracht waren.

Machtkampf im Jemen

Ursprünglich hätten die Verhandlungen am Morgen beginnen sollen. Die Delegation der Rebellen verspätete sich und wurde aber erst für den Nachmittag oder Abend erwartet, wie die UNO mitteilte.

Kämpfe fortgesetzt

Kurz vor dem Start der Initiative in Genf bombardierte die von Saudi-Arabien geführte Militärallianz zahlreiche Rebellenziele in dem krisengeschüttelten Land. Laut Anwohnern wurden vor Tagesanbruch Waffendepots nahe der Hauptstadt Sanaa und Rebellenstützpunkte in der Provinz Amran, in Hadschdscha nahe der saudi-arabischen Grenze sowie in der ölreichen Provinz Marib aus der Luft angegriffen.

Anwohner der drittgrössten Stadt Tais warfen der Huthi-Miliz vor, am Sonntagabend mit Panzern und Artillerie Wohngebiete beschossen zu haben. Den Quellen zufolge gab es bei den Angriffen mehrere Tote, eine genaue Zahl war zunächst nicht zu ermitteln.

Bisher fast 2600 Tote

Die aus dem Norden des Jemen stammende Huthi-Miliz, die seit Jahren mit der Zentralregierung verfeindet ist, hatte im Januar Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht und war anschliessend weiter nach Süden vorgestossen. Als sie sich der Hafenstadt Aden näherte, floh Präsident Hadi nach Riad und bat dort um Unterstützung.

Das Königreich startete daraufhin mit anderen arabischen Staaten Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten. Seit dem Beginn der Kämpfe Mitte März wurden nach UNO-Angaben fast 2600 Menschen getötet und mehr als 11'000 weitere verletzt. (sda/afp)

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