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epa06052579 (FILE) - An aerial view of high-rise buildings emerging through fog covering the skyline of Doha, as the sun rises over the city, in Doha, Qatar, 15 February 2014 (reissued 27 June 2017). The report by then FIFA chief ethics investigator Michael J. Garcia on Qatar's successful FIFA World Cup 2022 bid has been leaked after German newspaper Bild published details on 27 June 2017, surfacing new corruption claims against the 2010 bidding contest.  EPA/YOAN VALAT

Gilt in der arabischen Welt plötzlich als Schurkenstaat: Das Emirat Katar.  Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Arabische Staaten verlängern Ultimatum für Katar um 48 Stunden



Saudi-Arabien und weitere arabische Staaten haben ihr Ultimatum für das Golf-Emirat Katar um 48 Stunden verlängert. Die Staaten seien damit einer Bitte Kuwaits nachgekommen, das in der Krise vermittelt.

Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur aus Saudi-Arabien SPA am Montag unter Berufung auf eine gemeinsame Erklärung der Staaten.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate werfen Katar die Unterstützung von Terroristen vor und haben ihre diplomatischen sowie wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Emirat gekappt. Sie legten zudem 13 Forderungen vor, die Katar bis Sonntag erfüllen sollte. Darunter sind die Schliessung des TV-Senders Al-Dschasira, die Reduzierung der Beziehungen zu Iran und die Aufgabe einer türkischen Militärbasis in Katar.

Katars Aussenminister hatte am Wochenende erklärt, die Regierung seines Landes werde die Forderungen zurückweisen. Katar bezeichnete die Vorwürfe der Staatengruppe als unbegründet und die Bedingungen seien teilweise unerfüllbar.

Deutschland vermittelt

Katar teilte ausserdem am Sonntagabend mit, am Montag offiziell auf die ultimative Forderungsliste seiner Gegner reagieren zu wollen. Die offizielle Reaktion des katarischen Emirs Scheich Tamim bin Hamad al-Thani werde am Montagmorgen dem als Vermittler tätigen Emir von Kuwait, Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah, übermittelt, teilten die Behörden in Doha mit.

Die internationalen Vermittlungsbemühungen in dem Konflikt erreichten nunmehr auch Europa. So brach der deutsche Aussenminister Sigmar Gabriel in der Nacht zu einer Reise in die Golfregion auf und äusserte sich vor seinem Abflug besorgt über die Auseinandersetzung zwischen Saudi-Arabien und Katar. Er rief die beteiligten Staaten zur Gesprächsbereitschaft auf. «Was es jetzt braucht, ist ein ernsthafter Dialog zwischen den Beteiligten, um konstruktive Lösungsansätze durch Verhandlungen zu entwickeln», sagte Gabriel.

Er werde Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate am Montag besuchen. Zudem plane er, nach Katar und Kuwait zu reisen. (sda/reu/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dong 03.07.2017 10:52
    Highlight Highlight Jetzt braucht es keine Bitte nach Dialog, jetzt ist der Moment da, um Stellung zu beziehen. Und zwar GEGEN Saudi-Arabien und FÜR Katar.
    Die Saudi-Arabische Aussenpolitik hat schon so viel Chaos angerichtet und Blut gekostet, wer in der Politik noch ein Fünkchen Anstand hat, muss jetzt Haltung zeigen und im Gegenzug mal auf einen Waffen-Deal pfeifen!
  • Menel 03.07.2017 09:04
    Highlight Highlight Dass die Leute nicht verstehen, dass Drohungen aussprechen nie zu einer Lösung führt, sondern einen Konflikt nur immer weiter verschärft...
    Obwohl ich mir bei dem Konflikt nicht mal sicher bin, ob da wirklich eine Lösung angestrebt wird, oder doch eher ein Konflikt herauf beschworen werden möchte...
    • The Destiny // Team Telegram 03.07.2017 10:26
      Highlight Highlight Die Situation erinnert mich an das Ultimatum von Österreich an Serbien...

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