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Die Golfstaaten rüsten massiv auf – diese Gefahren birgt der tödliche Wettstreit

Die arabischen Golfstaaten sind auf Shopping-Tour: So viel wie nie geben Saudi-Arabien und Co. für westliche Raketen und Kampfjets aus. Die Waffen werden immer ausgefeilter – und befeuern die Konflikte in der Region. 

12.05.15, 12:15

Raniah Salloum



Ein Artikel von

Bild: KCNA/REUTERS

Für die Rüstungsindustrie läuft es derzeit blendend im Nahen Osten. Kaum ein Monat vergeht ohne arabische Bestellungen. Vergleichsweise bescheiden klangen da noch die Wünsche aus Jordanien, Ägypten oder dem Irak an amerikanische Rüstungsfirmen, die das US-Verteidigungsministerium absegnete – ein Blackhawk-Helikopter, Munition, Hellfire-Raketen. Wert: knapp 500 Millionen Euro.

Wenn die ölreichen arabischen Golfstaaten einkaufen, geht es dagegen meist gleich um Milliarden. Katar unterzeichnete im April eine Bestellung über 24 französische Rafale-Kampfjets im Wert von rund 6,3 Milliarden Euro. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben im Februar auf der IDEX-Waffenmesse in Abu Dhabi im Wert von rund 4 Milliarden Euro eingekauft.

Diese Grosseinkäufe sind typisch, drei Trends zeichnen sich ab:

Bild: Ebrahim Noroozi/AP/KEYSTONE

Warum die Golfstaaten aufrüsten:

Craig Caffrey, Rüstungsausgaben-Experte beim Fachverlag IHS Jane, vermutet vier Gründe hinter dieser Entwicklungen:

Geliefert werden die Rüstungsgüter an die Golfstaaten vor allem aus dem Westen. 2014 fiel die Hälfte der Ausgaben auf US-Rüstungsfirmen.

Bild: Hasan Jamali/AP/KEYSTONE

Doch das Aufrüsten bringt erhebliche Risiken mit sich:

Trotz der Risiken halten die USA an der Aufrüstung der Golfstaaten fest. US-Präsident Barack Obama will so ein neues Gleichgewicht schaffen: Im Juni könnte ein internationales Atom-Abkommen mit Iran zustande kommen. Für den 13. und 14. Mai hat Obama die Mitglieder des Golf-Kooperationsrats ins Weisse Haus eingeladen. Auf dem Programm steht: ein modernes regionales Raketen-Abwehrsystem.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Openyourmind 12.05.2015 14:53
    Highlight 1. Ein bestehendes kleines Konflikt anheizen oder noch besser selber geheimdienstlich provozieren
    2. Verfeindete Parteien gegeneinander aufhetzen, verunsichern und abwarten bis es richtig brennt, ggf. selber eingreifen vorzugsweise aus der Luft
    3. Waffen an alle in der Umgebung verkaufen (oder gleich in das eigene Bündnis aufnehmen, was einem gezwungenem Waffenkauf gleich kommt)
    4. Nach der Zerstörung mit eigenen Firmen aufbauen und durch Kredite die finanzielle Abhängigkeit schaffen

    Wer macht wohl so was? Doch nicht wir aus dem Westen ;-)
    9 1 Melden
  • Wandtafel 12.05.2015 14:40
    Highlight Mehr Waffen können auch Gefahren minimieren, wenn man in die Geschichte zurückblickt merkt man dass, das gegenseitige Aufrüsten der beiden Weltmächte UdSSR & USA bei beiden zu mehr Schiss führte, überhaupt ewas zu starten da die Angst vor Konsequenzen so gross war. Hoffen wir dass auch der arabische Raum sich so entwickelt, denn es ist ihr Recht als souveräner Staat ihr Militär so gestalten wie sie es wollen. Man bedenke dass der Iran in der Moderne noch nie einen Krieg gestartet hat.
    2 3 Melden
  • flvv 12.05.2015 14:17
    Highlight "Zwischen 2011 und 2014 haben sich ihre Ausgaben fast verdoppelt – von rund 2,5 Milliarden Euro auf 4,5 Milliarden Euro..." – Stimmen diese Zahlen?? Und die kleine Schweiz hat ab nächstem Jahr 5 Mia. für die Armee budgetiert!
    4 1 Melden

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