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Viele Einwohner von Mossul befinden sich nach der Offensive auf der Flucht.  Bild: Marko Drobnjakovic/AP/KEYSTONE

Mossul-Offensive: 900 «IS»-Kämpfer getötet

27.10.16, 11:12 27.10.16, 13:53

Seit Beginn der Grossoffensive zur Befreiung der irakischen Grossstadt Mossul von der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») sind nach US-Militärangaben bis zu 900 «IS»-Kämpfer getötet worden.

«Bei den Operationen seit eineinhalb Wochen im Zusammenhang mit Mossul haben sie nach unseren Schätzungen rund 800 bis 900 ‹IS›-Kämpfer getötet», sagte der Oberbefehlshaber des US-Central Command, Joseph Votel, mit Blick auf die an der Offensive beteiligten irakischen und kurdischen Streitkräfte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben der Regierung sind seit Beginn der Offensive fast 12'000 Menschen aus der Region geflohen. Sie seien in mehreren Lagern in Umland von Mossul eingetroffen, erklärte das irakische Ministerium für Migration und Flüchtlinge.

Der Landesdirektor Irak der Hilfsorganisation Norwegian Refugee Council (NRC), Wolfgang Gressmann erklärte, die geflohenen Menschen hätten Verzweiflung und Angst erleben müssen. «Familien müssen sich entscheiden, ob sie das Risiko eingehen wollen, im Kreuzfeuer gefangen zu sein, von Scharfschützen auf der Flucht erschossen zu werden oder in ihren Häusern angegriffen zu werden», sagte er.

Gressmann warnte, die Zahl der Vertriebenen könnte in den nächsten Wochen auf mehr als 200'000 steigen. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR rechnet mit bis zu einer Million Menschen, die durch die Offensive vertrieben werden könnten.

Die Grossoffensive zur Rückeroberung von Mossul hatte am 17. Oktober begonnen. Von Osten her ist die irakischer Armee bis auf wenige Kilometer an die Stadtgrenze von Mossul herangerückt.

An der Seite der irakischen Soldatenkämpfen kurdische Peschmerga-Einheiten und schiitische Milizen. Die US-geführte Anti-IS-Koalition unterstützt sie durch Luftangriffe. (gin/sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • cfgx 27.10.2016 18:42
    Highlight Die USA hat im Irak Genozid betrieben. https://www.welt.de/debatte/kommentare/article9783521/Der-vergessene-Krieg-gegen-Iraks-Zivilbevoelkerung.html.

    Die USA hat den Irak zerstört und sind keine Befreier.
    4 2 Melden
  • cfgx 27.10.2016 18:39
    Highlight


    Ein kleiner Bericht über die Sogenannten Befreier
    4 1 Melden
  • Toastface Chillah 27.10.2016 18:30
    Highlight @Watson, hattet ihr nicht mal einen Artikel zum Thema "Layout Fails"?
    5 0 Melden
  • Stachanowist 27.10.2016 15:10
    Highlight Ich bezweifle, dass über alle diese 900 getöteten Menschen mit Sicherheit gesagt werden kann, dass sie für den IS kämpften.
    7 0 Melden
    • Crank 27.10.2016 21:09
      Highlight Es ist wie im Vietnamkrieg: Wer im Kampfgebiet getötet wird ist ein feindlicher Kombattant, auch wenn's eine Frau oder Kind ist.
      Zivilisten wären schliesslich schon lange geflohen.
      4 0 Melden
  • Radiochopf 27.10.2016 12:01
    Highlight In 1. Linie wurden 900 Menschen getötet, egal welche Religion oder Kriegspartei sie angehört haben.. aber 900 IS-Kämpfer hört sich halt "gut" an für die meisten.. ich frage mich immer, ob die wirklich auch eine Wahl hatten für den IS zu sein oder nicht.. es sind sicher nicht alles eingereiste IS-Kämpfer aus Europa.. und ob es wirklich alles 900 IS-Sympathisanten waren lässt sich auch nicht mehr nachprüfen... zum Glück lügt ja die US-Army ja nie, dann kann man den Zahlen sicher vertrauen *ironie*
    18 31 Melden
  • Skater88 27.10.2016 11:31
    Highlight Wie toll zu lesen das die Amerikanische Weltpolizei so wirkungsvoll ist. Wo genau diese den IS Fanatismus erst ermöglicht haben.
    31 43 Melden
    • Oberon 27.10.2016 12:02
      Highlight Es überrascht mich schon immer wieder das anscheinend aufgeklärte Menschen mit den gleichen Hülsen um sich werfen.

      Solche Aussagen können auch nur von Subjekten kommen die noch nie an einem Krieg teilnehmen mussten. Meine Familie hat in verschieden Kriegen viele Leute verloren, ob an der Front, im Gefangenlager oder in der Heimatverteidigung.

      Aber es ist immer einfach aus einem Elfenturm heraus solche Standpunkte zu vertreten.

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    • AL:BM 27.10.2016 13:20
      Highlight Woher stammt Ihre Familie?
      6 3 Melden
    • Dä Brändon 27.10.2016 13:51
      Highlight Wussten deine Familienmitglieder für wen und was sie kämpften? Ich frage, weil nur in den wenigsten Fällen Leute wissen wofür sie wirklich kämpfen.
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    • Oberon 27.10.2016 16:14
      Highlight @AL:BM
      Ursprünglich aus Süddeutschland.

      @Dä Brändon
      Mein Grossvater z.B. war in der Heimatverteidigung um die Massaker der Russen an der Bevölkerung zu verhindern.
      Er wusste genau was seine Aufgabe war, nämlich seine Familie zu schützen. Durch dies konnte er auch einige Erfahrung in den Straflagern sammeln aber er musste dies nur 2 Jahre durchmachen. Durch seine Kriegsverletzung wurde er frühzeitig entlassen und konnte uns aus dieser Epoche einiges erzählen.
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