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Der neueste Schlepper-Trend aus Jemen: Flüchtlinge ins Meer jagen und ertrinken lassen

10.08.17, 13:36 10.08.17, 14:19


Es müssen furchtbare Szenen gewesen sein, die sich vor der Küste Jemens abgespielt haben. Menschenschmuggler haben nach Angaben einer UNO-Hilfsorganisation etwa 180 Menschen gezwungen, von ihrem Boot ins stürmische Meer zu springen. Dabei seien offenbar 55 der Somalier und Äthiopier ertrunken.

Es sei der zweite Vorfall dieser Art binnen zwei Tagen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Donnerstag mit. Am Mittwoch habe ein Menschenschmuggler 120 Menschen gezwungen, sein Boot zu verlassen. 50 afrikanische Teenager seien ertrunken.

«Das ist vielleicht der Beginn eines neuen Trends», sagte IOM-Sprecherin Olivia Headon der Nachrichtenagentur Reuters. Die Schmuggler wüssten, dass die Situation gefährlich für sie sei und auf sie geschossen werden könnte. Also würden sie sie in der Nähe der Küste aussetzen. (aeg/sda/reu)

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1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 11.08.2017 00:52
    Highlight Es wäre für alle betroffenen Staaten ein Leichtes, die Schlepper aus dem Verkehr zu ziehen.

    Warum machen sie das nicht?

    Weil zuviele Beamte, Politiker und Hintermänner von den Schleppern finanziell profitieren.

    Ja genau, bei den Mittelmeerflüchtlingen auch viele EU-Politiker.

    Aber der oberlinke Andreas Gross kümmert sich im Europarat nur noch um sein Häuschen im Schweizer Jura.
    4 0 Melden

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