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Soldaten bewachen ein von Gangs kontrolliertes Quartier in Ilopango, El Salvador. Bild: Salvador Melendez/AP/KEYSTONE

Warum Zentralamerika in der Gewaltspirale gefangen ist

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In El Salvador, Guatemala und Honduras sind Mord und Totschlag an der Tagesordnung. Wer kann, versucht vor dem Blutvergiessen zu fliehen. Einfache Lösungen für das Gewaltproblem gibt es nicht.

Wo lebt es sich am gefährlichsten? In Syrien? Im Kongo? Es ist eine Region, die selten in den Medien erscheint. El Salvador, Guatemala und Honduras seien «praktisch Kriegsgebiete geworden, wo Leben entbehrlich zu sein scheint», sagte Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International, im letzten Oktober in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa.

In den drei erwähnten Ländern lebten Millionen «in ständigem Schrecken», was Bandenmitglieder oder staatliche Sicherheitskräfte ihnen oder ihren Liebsten antun könnten. Diese Millionen sind Protagonisten in einer der am wenigsten sichtbaren Flüchtlingskrisen. Laut dem UNHCR haben 2015 rund 48'000 Menschen aus den drei Staaten Asyl in anderen Ländern beantragt. Zahlreiche weitere sind illegal eingereist, vor allem in die USA.

FILE - This June 25, 2014 file photo shows a group of immigrants from Honduras and El Salvador who crossed the U.S.-Mexico border illegally as they are stopped in Granjeno, Texas. A White House proposal to grant some young Honduran citizens refugee status before they try to head to the United States illegally could provide a much needed safety valve to alleviate some of the stress on government agencies responsible for dealing with the flood of children and families from Central America crossing the border in recent months, immigration experts said. (AP Photo/Eric Gay)

Eine Gruppe von Migranten aus El Salvador und Honduras wurde beim Versuch erwischt, illegal in die USA einzureisen. Bild: AP/AP

Der amerikanische Kontinent weist laut dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) die weltweit höchste Mordrate auf, mit 16,3 Toten auf 100'000 Einwohnern. Das ist fast das Dreifache des globalen Durchschnittswerts von 6,2 Mordopfern. Die meiste Gewalt gibt es in Lateinamerika und in der Karibik. Und nirgends ist sie so schlimm wie im «nördlichen Dreieck», zu dem El Salvador, Guatemala und Honduras gehören.

Mehr als 150-mal so viele Morde wie in der Schweiz

In El Salvador lag die Mordrate 2015 gemäss UNO-Statistik bei 109 Opfern pro 100'000 Personen, womit das kleine, aber dicht besiedelte Land mit weitem Abstand an der Spitze lag. Der nach dem «Heiland» benannte Staat hat fast so viele Einwohner wie die Schweiz, ist aber nur halb so gross. In Honduras (64) und Guatemala (31) war die Mordrate tiefer, aber immer noch weit über dem Durchschnitt. Zum Vergleich: In der Schweiz betrug sie 0,69 Todesopfer auf 100'000 Leute.

Gleich geht's weiter mit der Analyse, vorher ein kurzer Hinweis:

Wer ist für all diese Morde verantwortlich?

El Salvador ist geprägt von kriminellen Jugendbanden. Auf ihr Konto gehen die meisten Morde. Wie sie die Bevölkerung terrorisieren und was das für Kinder in El Salvador bedeutet, erfährst du hier: pablos-zukunft.ch

Und nun zurück zum Text ...

Ausserhalb von Kriegsgebieten kommen nirgendwo so viele Menschen gewaltsam ums Leben wie in den drei Ländern Zentralamerikas. Bereits in den benachbarten Staaten Nicaragua und Costa Rica, das seine Armee 1948 abgeschafft hat, ist die Mordrate wesentlich tiefer. In Mexiko, wo die brutalen Drogenkartelle immer wieder für Schlagzeilen sorgen, lag sie 2015 bei 16,3 Opfern.

Die brutale Gewalt wirkt sich auf die Bevölkerung aus. Wer kann, versucht zu fliehen. Fast zehn Prozent der rund 30 Millionen Einwohner des «nördlichen Dreiecks» haben laut dem Council on Foreign Relations ihre Heimat verlassen. Die USA sind das bevorzugte Ziel. Längst haben die Salvadorianer, Guatemalteken und Honduraner die von Präsident Donald Trump ins Visier genommenen Mexikaner als grösste Einwanderergruppe aus dem Süden abgelöst.

Fotos aus Zentralamerika: Der Tod auf der Strasse

Für die Morde sind in erster Linie die berüchtigten Mara-Gangs verantwortlich. Die tätowierten Männer wurden zu Symbolfiguren der Gewalt in Zentralamerika. Die hohe Mordrate ist aber nur ein Teil des Problems. Nicht weniger schlimm sind die Schutzgelderpressungen. Sie können jeden treffen und betragen laut lokalen Medien mehrere Dutzend bis Hundert Millionen Dollar pro Jahr.

95 Prozent werden nie aufgeklärt

Wen wundert es da, dass die Menschen in diesen Ländern in ständigem Schrecken leben. Wie konnte es so weit kommen? Die Gewalt unterscheidet sich von Land zu Land, doch laut der Studie des Council on Foreign Relations gibt es Gemeinsamkeiten: Die Jugendgangs, den Drogenschmuggel in die USA sowie das geringe Risiko, für ein Verbrechen bestraft zu werden. Bis zu 95 Prozent der Straftaten werden nie aufgeklärt.

So geschah es auch im Fall der jungen María aus El Salvador. Zehn Jahre lang hatte sie die Häuser reicher Menschen geputzt, um gemeinsam mit ihrer Mutter die Schlepper für die gefährliche Reise Richtung USA bezahlen zu können. Als es so weit war, nahmen sie ein Taxi, um die Menschenschmuggler zu treffen – und wurden nie wieder gesehen.

Erbarmungslose Ganggewalt

Zum Verhängnis wurde ihnen wohl, dass Maria eine Beziehung hatte mit einem Mitglied der Gang Mara Salvatrucha (MS-13), erzählte ihr Cousin der Website Vice. Das Treffen aber sollte auf dem Territorium der rivalisierenden M-18 stattfinden. Die beiden Gangs, die ihre Wurzeln in Los Angeles haben (MS-13 wurde in den 1980er Jahren von Salvadorianern gegründet, die vor dem Bürgerkrieg geflohen waren), liefern sich einen erbarmungslosen Krieg ohne Rücksicht auf Verluste.

A member of the gang Mara Salvatrucha, MS, shows his tattoo inside the San Pedro Sula prison in Honduras, Tuesday, May 28, 2013.  Honduras' largest and most dangerous street gangs have declared a truce, offering the government peace in exchange for rehabilitation and jobs. A Mara Salvatrucha gang spokesman says the gang and its rival, 18th Street, will commit to zero violence and zero crime in the streets as first step show of good faith. (AP Photo/Esteban Felix)

Ein Mitglied der MS-13 präsentiert im Gefängnis von Honduras seine Tätowierungen. Bild: AP

Die Regierungen im «nördlichen Dreieck» versuchten lange, das Problem mit einer Politik der «Mano dura», der harten Hand, zu «lösen». Sie bewirkte das Gegenteil und verschlimmerte alles. 2012 gelang es Mauricio Fuentes, dem ersten linken Präsidenten von El Salvador, einen Waffenstillstand zwischen den Gangs zu vereinbaren. Die Zahl der Morde ging danach deutlich zurück. Der Frieden hielt zwei Jahre, danach ging das Gemetzel wieder los.

Verschiedene Ursachen

Beobachter sind sich einig, dass die Gewalt verschiedene Ursachen hat: Eine extreme soziale Ungleichheit, fehlende Aufstiegschancen, eine miserable Steuermoral der Wohlhabenden und damit verbunden schwache Institutionen. Eine Folge davon ist eine grassierende Korruption. Häufig verdingen sich korrupte Polizisten als Söldner im Dienste der Jugendbanden.

Die Bürgerkriege in El Salvador (1980 bis 1991) und Guatemala (1960 bis 1996) trugen das ihre zu einer Verrohung der Gesellschaft bei. In Honduras kam es nie zum Bürgerkrieg, allerdings bekämpften die rechtsradikalen, von den USA unterstützen Contra-Rebellen in den 1980er Jahren von dort aus die linke Sandinisten-Regierung in Nicaragua.

epaselect epa04908513 Citizens celebrate after the announcement of the loss of immunity of Guatemalan President Otto Perez Molina, outside the National Palace in Guatemala City, Guatemala, 01 September 2015. Molina lost his inmunity as President amid the case of the network of corruption called 'La Lina' (The Line) to which he is allegedly linked.  EPA/Esteban Biba

Die Zivilgesellschaft erwacht: In Guatemala führten Massenproteste zum Rücktritt des korrupten Präsidenten Otto Pérez Molina. Bild: EPA/EFE

Solange die Probleme nicht an der Wurzel bekämpft werden, wird die Region nicht aus der Gewaltspirale herausfinden. Experten hoffen auf ein verstärktes Engagement der Zivilgesellschaft. In Guatemala führten Massenproteste 2015 zum Rücktritt und zur Verhaftung des korrupten Präsidenten Otto Pérez Molina.

Unbegleitete Minderjährige

Bis die Bewohner der drei Länder in Frieden leben können, wird es dauern. Weitere werden zu fliehen versuchen. In den letzten Jahren tauchten immer öfter unbegleitete Minderjährige in den USA auf. Ihre Eltern hatten sie allein auf den Weg geschickt aufgrund eines Gerüchts, wonach solche Flüchtlinge nicht zurückgeschafft würden. So gross ist die Verzweiflung im «nördlichen Dreieck».

Alternativen zur kriminellen Karriere

Erfahre hier, wie es die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi schafft, in El Salvador jährlich Tausende Jugendliche für den Weg in eine Zukunft ohne Gewalt zu motivieren. Auch du persönlich kannst etwas dazu beitragen: pablos-zukunft.ch

Donald Trumps Mauer

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gabo Meme Neruda 23.08.2017 23:34
    Highlight Highlight Geht und macht euch selber ein Bild von der Lage im Land. Es sind nicht alle Regionen gleichermassen betroffen. (Verallgemeinerung) Was zur Delinquenz führt ist die hohe Arbeitslosenquote und das Abbrechen von Grundschulen, da die Eltern (meisst nur ein Elternteil) zuhause Unterstützung braucht oder die finanziellen Mitteln für ein Studium oder eine Matura fehlt.
    Anstelle lange Unterhaltungen hier in Watson zu führen, sollte man eine der vielen Organisation vorort untetstützen.


    www.consciente.ch
  • Angelo C. 22.08.2017 18:56
    Highlight Highlight Ein ebenso fundierter, wie wirklich informativer Artikel 👏🏽

    Selbst wenn man politisch wie sozial weltweit einigermassen im gut Bild ist, wusste auch ich bisher nur, dass es sich um eher desolate Staaten handelt, die auch aussenpolitisch kaum in Erscheinung treten. Auch ansatzweise, dass dort hohe Kriminalität und brutale Rituale herrschen.

    Im Zusammenhang mit dem vertiefenden Artikel kann man nun aber noch klarer erkennen, dass diese Orte weder touristisch empfehlenswert, noch aufblühende Oasen in Mittelamerika sind.
  • Trump's verschwiegener Sohn 22.08.2017 15:00
    Highlight Highlight Etwas, das nie erwähnt wird, wenn es um die beispiellose Brutalität bei den Verbrechen in diesen Ländern geht, sei es früher in Kolumbien, jetzt in Mexiko mit den Kartellen oder eben in den im Artikel genannten Ländern, ist die Langzeitfolgen des übermässigen Konsums vom in diesen Teilen der Erde sehr billigen und sehr reinen Kokain. Ich habe es in der CH wiederholt gesehen, wie es den Menschen die Hirnwindungen verdrehen kann, sodass sie zu allem fähig sind, was man sonst nie machen würde. Wird völlig ignoriert.
    • Duuusel 22.08.2017 16:44
      Highlight Highlight Ja und trägt nicht sogar der Konsument hierzulande durch den Konsum auch eine Verantwortung für die Lage in den Produktionsländern?? Oder anders gesagt: wem gibst du dein Geld?
    • Hochen 22.08.2017 18:43
      Highlight Highlight So einfach ist es nicht roscho! Ebenso ist die Drogenpolitik schuld!
  • Moudi 22.08.2017 14:22
    Highlight Highlight Guter Artikel! Obwohl ich nicht alles bestätigen kann mit meinen eigenen Erfahrungen. War 2 Jahre am reisen in Central Amerika, Kolumbien und Venezuela
    Also in Guate City, Tegucigalpa und San Pedro Sula in der Nacht sollte man schon wissen wo man NICHT hin geht.
    Hatte aber nie welche Probleme vielleicht auch glück?
    Also fast das Gegenteil erlebt wie die meisten Westlichen Medien über diese Länder berichten.
    Kolumbien ist das Paradebeispiel..
    Ein Wort/Name stört mich am ganzen Artikel "Council on Foreign Relations".. Da gehen bei mir immer die Alarmglocken los.. weis auch nicht wieso..
    • who cares? 22.08.2017 20:15
      Highlight Highlight Diese Dokumentation ist zwar aus Mexico (das ja gemäss Artikel noch besser dran ist, als die anderen), aber ich denke sie zeigt gut auf, was in Mittelamerika läuft. Verstörend.
      Play Icon
  • just sayin' 22.08.2017 13:19
    Highlight Highlight ...
    Honduras ist ein gutes beispiel, dass gewaltverbrechen und anzahl waffen keinen zusammenhang haben und dass die wirklichen auslöser solche probleme an einem anderen ort zu suchen sind.

    diese probleme sind aber für eine nation viel schwieriger zu lösen als das blosse verbieten/einziehen von waffen.
    • meine senf 22.08.2017 14:15
      Highlight Highlight Dieses Beispiel sagt ja nur aus, dass es *nicht der einzige* Zusammenhang sein kann.

      Dass es *überhaupt keinen* Zusammenhang hat, beweist es nicht.
    • Snowy 22.08.2017 14:34
      Highlight Highlight Falsch.
      Die Anzahl Schusswaffen und die Anzahl Morde durch Schusswaffen korrelieren in fast jedem Land eindeutig.
      Natürlich haben die genannten Länder noch andere, grössere Probleme aber die grosse Verbreitung und Verfügbarkeit von Schusswaffen trägt klar zu der hohen Mordrate bei.
      User Image
    • Snowy 22.08.2017 14:37
      Highlight Highlight HIer noch die Top 10:
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    Weitere Antworten anzeigen
  • just sayin' 22.08.2017 13:18
    Highlight Highlight Es ist tragisch wie die zustände in solchen nationen in den populären medien untergehen (vor lauter links/rechts-bashing).
    Danke watson und peter blunschi fürs publizieren des artikels!

    Was mir persönlich aber ein wenig fehlt im artikel ist die geschätzte anzahl waffen in honduras.
    (wenn mann schon die durchschnittliche mordrate pro 100‘000 einwohner auflistet und mit der schweiz vergleicht).

    Bei quasi gleicher einwohnerzahl gibt es in der schweiz ca 7x mehr schusswaffen, aber demgegenüber 24x mal mehr mordtote in honduras.
    • who cares? 22.08.2017 16:38
      Highlight Highlight Ich denke es geht auch um die Art der Waffen. Solche wie oben im Bild darf man in der Schweiz gar nicht erwerben und ich bin mir sicher mit denen kann man 7mal mehr Schaden anrichten, als mit Sportpistolen. Ausserdem, eine Waffe besitzen ist das eine, sie in der Öffentlichkeit herumtragen dürfen das andere. Es ist sehr schwer in der Schweiz einen Waffentragschein zu bekommen.
      Es kommt auch auf das Motiv an, wie viele Schweizer besitzen eine Waffe mit dem Hintergedanken, sie gegen einen Menschen einzusetzen?
    • just sayin' 23.08.2017 10:50
      Highlight Highlight @who cares?
      deine aussagen sind schlichtweg falsch

      1) in der schweiz kann mann problemlos ein ar15 kaufen (halbautomatisch mit waffenerwerbschein - automatische mit sonderbewilligung).

      2) die meisten morde mit schusswaffen passiert mit pistolen/revolver

      3) ich wage zu behaupten, dass es kriminellen egal ist, ob mann zum tragen einer waffe einen tragschein bräuchte
  • The Origin Gra 22.08.2017 12:44
    Highlight Highlight Finden diese Staaten jemals wieder aus dieser Abwärtsspirale der Gewalt hinaus?

    Bürgerkriege, Drogenkriege, Ganggewalt...
    Die Gewalt, die Korruption und die Herrschaft von Kriminellen (also die Grossen Fische) wird alles daran setzen das sie ihre Macht erhalten können.
    Nicht Korrupte Beamte und Politiker sowie engagierte Zivilisten und Journalisten werden ja in diesen Ländern regelmässig Opfer der Gewalt. Trauen sich in dem Umfeld noch genug Leute etwas zu ändern?

    Ich hoffe das sich etwas ändert, für die Menschen dort!
  • Hierundjetzt 22.08.2017 12:33
    Highlight Highlight Tragisch ist ja insbesondere die Tatsache, dass die MS13 aus Kalifornien bzw. den USA eben gerade wegen Ihrer Gewalttaten ausgeschafft. Diese enorme Anzahl an extrem gewaltätigen Männer und Frauen traffen dann in der Heimat auf einen nicht existenten und korrupten Staat. Der Rest ist Geschichte.
  • meine senf 22.08.2017 12:29
    Highlight Highlight "Eine extreme soziale Ungleichheit, fehlende Aufstiegschancen, eine miserable Steuermoral der Wohlhabenden und damit verbunden schwache Institutionen"

    Genau das streben auch hier manche Parteien an, wenn sie Steuersenkungen für Reiche wollen, nach oben buckeln und nach unten trump-en, Bildung zu einem kapitalistischem Luxusprivileg machen wollen und für die der Wortteil "sozial" ein Fluchwort ist.

    Von Trump natürlich schon gar nicht zu sprechen.

    Eigentlich müsste man diese als "Anti-Zivilisation-Parteien" bezeichnen.
    • Thom Mulder 22.08.2017 13:39
      Highlight Highlight Exakt. Ironisch dass hierzulande gerade die Unterschicht gerne rechts wählt, und damit die Politiker die dann am meisten für soziale Ungerechtigkeit sorgen.

      Nicht nur in den USA wird "sozial" mit Kommunismus gleichgesetzt – man hat seit den 60ern nichts dazugelernt. Jetzt herrscht überall Extremkapitalismus, EInkommensschere wird immer grösser, ressourcen gehen zur Neige und die Umwelt steht vor dem Kollaps.
    • Lester McAllister 22.08.2017 14:15
      Highlight Highlight Dein Vergleich erinnert mich an Oskar Freysinger, der behauptete, im Unterwallis seien Beaulieus am entstehen wegen den vielen muslimischen Gangs...😆😂
    • meine senf 22.08.2017 15:16
      Highlight Highlight @Thom Mulder:
      Das Problem ist halt
      - Sozialhilfeempfänger: "Wenn man nicht diesen parasitären Obdachlosen soviel Geld gäbe, bekäme ich mehr!"
      - Working Poor: "Wenn man nicht diesen faulen Sozialhilfeempfängern soviel Geld gäbe, bekäme ich mehr!"
      - Mittelstand: "Wenn man die leistungsunwilligen Armen nicht so verwöhnen würde, hätte ich mehr!"
      - Millionär: "Wenn es keine Umverteilung und Steuerprogression gäbe, hätte ich mehr!"

      Jeder sieht sich selber gern als fleissig und als betrogen an. Man muss die Parolen nur so fassen, dass sie für jede Schicht passt.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

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