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Hätte er nur auf seine Notizen geschaut ... Donald Trump bei der Rede in seinem Golfclub.  Bild: AP/AP

Trumps «Feuer- und Wut»-Ausraster: Er sollte über was ganz anderes reden – über Drogen!

Der US-Präsident hat seine Drohung gegen Nordkorea offenbar in einem völlig improvisierten Statement herausposaunt. Engste Vertraute reagieren überrascht. 

10.08.17, 03:08 10.08.17, 09:31


Kim macht Raketen startklar, die USA drohen mit der Vernichtung Nordkoreas. Wegen absurden Aussagen von US-Präsident Donald Trump steuern wir auf die grösste nukleare Eskalation seit Jahren zu.

«Nordkorea wird mit Feuer und Zorn getroffen, wie es die Welt noch nicht gesehen hat.» Trump hat die kriegerischen Wortsalven bei seiner Pressekonferenz in seinem Golfresort in Bedminster improvisiert und offenbar ohne jegliche Absprache herausposaunt. Weder seine Sicherheitsberater noch Stabschef John Kelly seien informiert gewesen. Diplomatie nach Trump also. 

Als der US-Präsident seine indirekte Kriegsandrohung verkündete, lag vor ihm bloss ein Memo-Zettel auf dem Pult.  Wie die New York Times berichtete, handelte es sich um ein Papier um ein Fact-Sheet über Drogen – das Thema, worüber Trump eigentlich sprechen sollte. 

Dementsprechend versucht das Weisse Haus die Aussagen des Oberbefehlhabers herunterzuspielen. Mehrere Quellen sagten in grossen US-Medien wie Politico, dass man die Erklärungen «nicht überbewerten» sollte. 

Vier-Sterne-General und Stabschef Kelly sei überrascht, aber nicht schockiert über die Aussagen gewesen, so ein Reporter der New York Times. 

Steckt Bannon hinter der Attacke?

Trump-Berater Steve Bannon Bild: AP/AP

Wer aber hat denn Trump den Floh ins Ohr gesetzt? Auf sozialen Medien vermuten viele Leute, dass sein Chefberater Steve Bannon dahintersteckten könnte. Dies scheint jedoch unwahrscheinlich: Bannon hat laut der New York Times Trump geraten, sich auf den übergeordneten Konflikt mit China zu konzentrieren und dem Schurkenstaat Nordkorea nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. 

Der nationale Sicherheitsberater, General McMaster und Verteidigungsminister Jim Mattis hingegen verfolgen gegenüber Nordkorea eine harte Linie. Mattis legte denn auch am Mittwochabend nach und rief die Regierung in Pjöngjang auf, ihr Programm zur Entwicklung atomarer Waffen aufzugeben und warnte nachdrücklich vor allen «Aktivitäten, die zum Ende des Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen würden».

(amü)

Nuklear-Drohung oder einfach Trumps Lieblings-Redewendung?

Video: watson

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hexentanz 10.08.2017 10:27
    Highlight Das ganze ist einfach nur eine riesen Show und kommt Trump und seiner Stammwählerschaft wohl gelegen. Kennen wir ja - Ablenkung von wirklichen Problemen.

    Vor allem ist das ganze einfach ein Witz. Warum wird nicht darüber berichtet, dass eine solche ICBM bereits neutralisiert ist, bevor sie irgendwie in US nähe kommt?

    15 Sekunden nachdem so eine Rakete gezündet wird haben Satelliten bereits deren Flugbahn und Ziel errechnet und die Daten an entsprechende Patriot oder Aegis Systeme in Japan oder anderswo gesendet.. also so ein Witz das ganze.
    1 1 Melden
    • Sisiphos 10.08.2017 12:35
      Highlight Dein Optimismus in allen Ehren. Es könnte aber auch ganz anders kommen. Ich meine, es wäre das beste, ganz auf Provokationen zu verzichten und zu versuchen, konstruktive Verhandlungen in Gang zu bringen. Vorgängig müsste man das orangene Frettchen abschiessen-das ist schon lange, lange überfällig
      5 0 Melden
    • Hexentanz 10.08.2017 12:49
      Highlight Ich bin deiner Meinung was das orange Frettchen angeht. Aber man sollte auch sehen, dass die letzten Jahre mit Verhandlungen und Diskussionen sowie Sanktionen herzlich wenig gebracht zu schein haben?
      0 0 Melden
  • rodolofo 10.08.2017 07:05
    Highlight Mit den zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zeigte die Supermacht USA allen auf der Welt, wo der Irdische Halbgott zu Hause ist.
    Mit diesen Grundgefühl von "Wir sind die Allerstärksten!" begannen dann die Goldenen 50er-Jahre und das Jahrhundert des American Way of Life, mit sehr viel Konsum und sehr viel Glamour in den Zentren des Ultra-Kapitalistischen Imperiums mit seinen Casino-Tempeln im Spirituellen Zentrum von Las Vegas.
    Doch dieses Imperium bröckelt und zerfällt.
    Die Ökologie kollabiert, der Meeresspiegel steigt und die vielen Drogenabhängigen zeigen, wie faul es "drinnen" ist.
    16 9 Melden
  • zombie woof 10.08.2017 06:36
    Highlight Ueber Opium reden? Er sollte Opium konsumieren, so haette die Menschheit Ruhe vor diesem Vollpfosten
    45 3 Melden
  • Therealmonti 10.08.2017 03:23
    Highlight Einmal mehr zeigt es sich, dass die USA einen Präsidenten im Weissen Haus hat, der nur weiss, wie man Geschäftspartner über den Tisch zieht. Trump ist eine Schande für Amerika und eine grosse Gefahr für die ganze Welt. Nicht Kim Il Un ist verrückt. Der US-Präsident ist es, der nicht alle Tassen im Schrank hat.
    35 6 Melden
    • öpfeli 10.08.2017 07:09
      Highlight So ganz ohne ist Kim nun auch nicht ;)
      17 0 Melden
    • Hexentanz 10.08.2017 10:29
      Highlight Also ich bin ja überhaupt kein Trump fan, im Gegenteil.. Aber wie man Kim nicht als verrückt bezeichnen kann ist ziemlich krass. Das ist inetwa auf Niveau von Stalin und Hitler Befürwortern.

      Oder willst mir jetzt als nächstes vormachen, dass die Dokus und Berichte von Flüchtlingen aus Nordkorea nur Fakenews sind? Internierungslager? Hungersnöte usw. ?

      Also bitte, da sind wohl 4 Jahre Trump ein Witz dagegen.
      6 1 Melden

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