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North Korea leader Kim Jong Un watches the test of a new engine for an intercontinental ballistic missle (ICBM) at a test site at Sohae Space Center in Cholsan County, North Pyongan province in North Korea in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) on April 9, 2016.    REUTERS/KCNA ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO THIRD PARTY SALES. SOUTH KOREA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SOUTH KOREA      TPX IMAGES OF THE DAY

Das wird Kim Jong Un nicht gefallen: Ein hoher Offizier des nordkoreanischen Militärgeheimdienstes ist übergelaufen.
Bild: KCNA/REUTERS

Das kommt selten vor: Ranghoher nordkoreanischer Offizier haut ab in den Süden

Ein Überläufer von solch hohem Rang ist ungewöhnlich: Ein nordkoreanischer Oberst hat sich offenbar nach Südkorea abgesetzt. Der Offizier soll für den Militärgeheimdienst gearbeitet haben.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Ein hochrangiger Aufklärungsoffizier aus Nordkorea ist nach Südkorea übergelaufen. Der Soldat im Rang eines Oberst habe sich bereits im vergangenen Jahr abgesetzt, teilte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums mit. Er soll demnach für das nordkoreanische Aufklärungsbüro gearbeitet haben. Weitere Einzelheiten zu dem Fall könnten nicht öffentlich gemacht werden, teilte der Sprecher weiter mit.

Zwar gibt es immer wieder Berichte über geflüchtete nordkoreanische Soldaten von niedrigem Rang, doch dass ein Offizier in den Süden übergelaufen ist, gilt als eher ungewöhnlich. Das nordkoreanische Aufklärungsbüro leitet unter anderem Spionageeinsätze gegen Südkorea. So gilt es als Drahtzieher hinter zwei Anschlägen im Jahr 2010, bei denen 50 Südkoreaner getötet wurden.

Angespannte Lage zwischen Nord und Süd

Die Situation in der Region ist derzeit sehr gespannt. Als Reaktion auf einen neuen Atomtest Nordkoreas im Januar und einen ebenfalls umstrittenen Raketenstart hatte der UNO-Sicherheitsrat jüngst die Sanktionen gegen das isolierte kommunistische Regime verschärft. Südkorea hatte zudem eigene Sanktionen gegen den Nachbarn verhängt.

Erst am vergangenen Freitag hatte Südkorea mitgeteilt, dass eine Gruppe von 13 nordkoreanischen Angestellten eines von Pjöngjang im Ausland betriebenen Restaurants nach Südkorea geflüchtet sei. Seoul sah in der Flucht auch eine Folge der Sanktionen gegen Nordkorea.

(fdi/dpa)

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