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Südkorea montiert seine Propaganda-Lautsprecher ab

01.05.18, 14:38 01.05.18, 15:24

  Bild: EPA/EPA

Nach dem historischen Korea-Gipfel hat Südkorea damit begonnen, die Lautsprecheranlagen zur Propaganda-Beschallung des Nachbarn zu entfernen. Die Anlagen entlang der Grenze zu Nordkorea würden deinstalliert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Dienstag mit.

Die Deinstallation der Propaganda-Lautsprecher ist Teil der Gipfel-Vereinbarungen vom Freitag, die auch Massnahmen zur militärischen Entspannung vorsehen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, es gebe Hinweise, dass auch Nordkorea die eigenen Lautsprecheranlagen abbaue.

Kurz vor dem Treffen zwischen Kim und Moon im Grenzort Panmunjom hatte Südkorea die Lautsprechersendungen in Richtung Norden bereits eingestellt. Der Süden hatte laute Popmusik oder Kritik an der Führung in Pjöngjang per Lautsprecher über die Grenze gesendet.

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Beide Seiten hatten ihre gegenseitige Propaganda-Beschallung 2015 ausgesetzt. Doch als Reaktion auf einen neuen Atomtest durch Nordkorea nahm Südkorea die Beschallungsaktion im Januar 2016 wieder auf. Damals hiess es, die Lautsprecheranlagen seien an elf Stellen entlang der rund 240 Kilometer langen militärischen Pufferzone wieder in Betrieb genommen worden.

Kim Jong Un hatte laut der gemeinsamen Erklärung von Panmunjom seine Bereitschaft zum vollständigen Abbau seines Atomprogramms bekräftigt. Wie die südkoreanische Regierung später mitteilte, sagte Kim, sein Land benötige keine Atomwaffen, sollten die USA einer Nichtangriffsvereinbarung zustimmen. Auch habe Kim zugesagt, das Atomtestgelände im Nordosten des Landes im Mai zu schliessen.

Telefonat mit Guterres

Moon telefonierte am Dienstag mit UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, um diesen über die Gipfelvereinbarungen zu informieren. «Ich würde es gerne sehen, dass die UNO eine Erklärung veröffentlichen, um die Panmunjom-Erklärung zu unterstützen», wurde Moon von seinem Büro zitiert.

Kim hatte den Angaben Seouls zugesagt, zur Schliessung des Atomtestgeländes Sicherheitsexperten aus den USA und Südkorea einzuladen. Von UNO-Inspektoren war zunächst nicht die Rede. (sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerRaucher 01.05.2018 19:00
    Highlight Ach Südkorea hatte die auch? Komisch, als die noch aktiv waren, las man nur immer davon das Nordkorea mit Propaganda beschallt.
    4 5 Melden
  • BoomBap 01.05.2018 18:20
    Highlight Das ist schon krass. Wenn ich mir das so vorstelle, Lautsprecheranlagen auf der anderen Seite des Rheins. Und dann denn ganzen Tag "Für Gott, Fürst und Vaterland" in voller Lautstärke.
    Da bin ich schon froh, dass wir mit Liechtenstein ein sehr gutes Verhältnis haben. 😉
    3 1 Melden
  • Gooner1886 01.05.2018 17:34
    Highlight "Der Süden hatte laute Popmusik ... über die Grenze gesendet."

    Gibt es eine Liste welche Lieder es waren, reine Neugier. Ich könnte mir die Guantanamo Classic's gut Vorstellen. ;)
    7 1 Melden

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