International

Aufnahme während der Militärübung Südkoreas mit der US-Armee: Nun proben Nordkoreas Soldaten. Bild: JEON HEON-KYUN/EPA/KEYSTONE

Nordkoreas Armee probt die Zerstörung von Südkoreas Hauptstadt

02.12.16, 03:48 02.12.16, 04:21

Nordkorea hat mit militärischen Drohgebärden auf den neuerlichen Sanktionsbeschluss des UNO-Sicherheitsrats reagiert. Machthaber Kim Jong Un hat laut Staatsmedien persönliche ein Artilleriemanöver befehligt, das auf die südkoreanische Hauptstadt Seoul abzielt.

Die Agentur KCNA zitierte Kim am Freitag mit den Worten: «Wenn ein Krieg ausbricht, wird ein dermassen tödlicher Schlag gegen die südkoreanischen Kräfte ausgeführt, dass wir deren Willen zur Gegenwehr von Beginn an brechen und sie einfach hinwegfegen.» Weiter habe er gesagt: «Nichts und niemand würde überleben.»

Bei der Übung von Einheiten in Grenznähe wurde den Angaben zufolge ein Angriff auf die «reaktionären Herrschaftsorgane» in Seoul und in anderen südkoreanischen Städten simuliert. Kim habe selbst eine Übung grenznaher Artillerieeinheiten befehligt.

Kohleexport im Visier

Am Mittwoch hatte der UNO-Sicherheitsrat mit neuen Sanktionen gegen Nordkorea auf den jüngsten Atomwaffentest des Landes reagiert. Nach mehrmonatigen Verhandlungen wurde die Resolution von allen 15 Mitgliedern des Sicherheitsrates angenommen.

Die neuen Strafmassnahmen legen für Nordkoreas Kohleexport nach China eine Obergrenze fest, mit der die für Nordkorea sehr wichtigen Einnahmen um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sinken sollen.

Schwarze Liste Südkoreas

Die Resolution verurteilte den Anfang September vorgenommenen neuerlichen Atombombentest «auf das Schärfste». Es ist bereits die sechste UNO-Sanktionsrunde seit Nordkoreas erstem Atombombentest im Jahr 2006.

Derweil hat Südkorea ebenfalls als Reaktion auf Nordkoreas Atomtest im September seine Sanktionen gegen den Nachbarn verschärft. Unter anderem seien 35 Organisationen und 36 Personen, die zur Entwicklung des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms beitrügen, auf eine Schwarze Liste gesetzt worden, teilte das Büro des Ministerpräsidenten am Freitag mit. Die einseitigen Massnahmen Südkoreas sollen die Wirkung der neuen UNO-Sanktionen verstärken. (kad/sda/afp)

[dhr, 22.09.2016] Nordkorea

Trump sitzt in der Nordkorea-Falle

So tönt es, wenn Kim angreift 😱 – Sirenengeheul versetzt Japaner in Angst und Schrecken

Japan liess Nordkoreas Rakete fliegen – aber warum?

Beängstigende Szenarien: Wenn die USA Krieg gegen den Iran, China oder Nordkorea führen

Wie die Kim-Dynastie mit Versicherungsbetrug und Drogenhandel zu Reichtum gelangt

Bericht: Kim Jong Uns Halbbruder mit vergifteten Nadeln ermordet

Das Tablet aus Nordkorea spioniert – und das nicht mal heimlich

Wo Nordkoreaner «gefüttert» werden: Absurde Reise an die Grenze von Kims Reich

Zündeln à la Nordkorea: «Atommacht zu werden, ist die Politik unseres Staates»

Hat Nordkorea diesen Amerikaner entführt – damit er Kim Jong-un Nachhilfe in Englisch gibt?

Warum niemand den irren Kim stoppen kann

Nordkorea hat alle sechs Wochen eine Atombombe mehr 

Ersatzmutter von Kim Jong Un aus Berner Tagen outet sich

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Australien stimmt mit grosser Mehrheit für die Ehe für alle

Australien hat mit einer starken Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt. In einer unverbindlichen Volksbefragung per Briefwahl sprachen sich 61,6 Prozent der Teilnehmer für die Ehe für alle aus, wie das Australische Statistikamt am frühen Mittwochmorgen mitteilte.

38,4 Prozent stimmten mit «Nein». In zahlreichen Städten des Landes feierten tausende Unterstützer der gleichgeschlechtlichen Ehe das klare Ergebnis.

An der zweimonatigen Volksbefragung per Post beteiligten sich 12,7 …

Artikel lesen