International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zuerst Bibeln, dann Sensoren ins Land geschmuggelt: Christliche US-Hilfsorganisation soll in Nordkorea spioniert haben

Knapp zehn Jahre lang haben Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation in Nordkorea für die USA spioniert – das berichtet die Enthüllungsplattform «The Intercept». Ziel war es demnach, Signale des nordkoreanischen Militärs zu stören.

27.10.15, 06:01 27.10.15, 07:22


Ein Artikel von

Es begann offenbar mit einer Art Testlauf: Erst hätten sie Bibeln unter Winterkleidung versteckt und nach Nordkorea geschmuggelt – später dann Sensoren und Funkbaken. Wie die Enthüllungsplattform The Intercept berichtet, haben Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation fast zehn Jahre lang im Auftrag der USA in Nordkorea spioniert.

Der Bericht entstand nach monatelangen Recherchen, die Verfasser stützen sich auf mehrere anonyme Quellen im Pentagon und ehemalige Mitarbeiter. «Wir hatten nichts in Nordkorea, null», sagte demnach ein Ex-Militär über den Fall.

Als Teil eines streng geheimen Programms habe die in mehr als 30 Ländern aktive Humanitarian International Services Group (HISG) christliche Missionare, Hilfsarbeiter und chinesische Schmuggler angeheuert. Ziel sei gewesen, Signale des nordkoreanischen Militärs zu stören und «nukleare Unregelmässigkeiten» zu messen, heisst es in dem Bericht.

Finanziert worden sei das Programm mit rund 15 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 13.6 Millionen Euro, über ein Anwaltsbüro im Staat Minnesota, eine Wohltätigkeitsorganisation und eine Unternehmensberatung. Das Programm sei 2003 unter Ex-Präsident George W. Bush gestartet und im Jahr 2012 eingestellt worden.

Das Internetportal «The Intercept» ist seit Anfang 2014 online, es wurde unter anderem von Laura Poitras und Glenn Greenwald gegründet. Zuletzt hatte es mit der Veröffentlichung von Geheimdokumenten über den amerikanischen Drohnen-Krieg für Schlagzeilen gesorgt. (aar/dpa)

Hier feiert die Kommunistische Partei in Nordkorea

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jason 27.10.2015 07:28
    Highlight Bin selber Moslem aber einen Glauben zu misshandeln um seine Kriegerische interessen durch zu setzen finde ich schlim. Hier sieht man ihnen ist es egal ob Christ oder Moslem
    2 1 Melden

Apple zahlt fast 16 Milliarden Steuern nach, aber die Sache hat einen Haken

Der iPhone-Hersteller Apple hat im Steuerstreit mit den Wettbewerbshütern der EU mehr als 14 Milliarden Euro (fast 16 Milliarden Franken) auf einem Treuhandkonto hinterlegt. Wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte, entspricht die Summe dem Profit, den Apple durch illegale Steuervergünstigungen in Irland machte. Sie soll endgültig gezahlt werden müssen, wenn EU-Gerichte über noch laufende Einsprüche von Apple und Irland entschieden haben.

Noch wehren sich Apple und Irland also auf …

Artikel lesen