International

Nordkorea kündigt nach Trump-Drohung Gegenmassnahmen an

04.04.17, 10:55

Nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem Alleingang im Nordkorea-Konflikt hat die Führung in Pjöngjang mit Gegenmassnahmen gedroht. Das nordkoreanische Aussenministerium kritisierte am Montag Trumps Äusserungen sowie ein laufendes Militärmanöver der USA mit Südkorea und Japan.

Dieses «rücksichtslose Vorgehen» bringe die koreanische Halbinsel «an den Rand eines Krieges», sagte ein Ministeriumssprecher der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA.

Die Vorstellung, Nordkorea mit Sanktionen von seiner «nuklearen Abschreckung» abbringen zu können, sei ein «kühner Traum», sagte der Sprecher. Er warf den USA vor, den Konflikt anzuheizen, um Nordkorea «die Luft abzudrehen».

Sein Land habe darum «keine andere Wahl, als die nötigen Gegenmassnahmen zu ergreifen». Schon bald werde die Welt erleben, welche «ereignisreichen Schritte» Nordkorea unternehmen werde, um die «abscheuliche und rücksichtslose Sanktionserpressung zu durchkreuzen».

Trump droht mit Alleingang

Trump hatte wenige Tage vor seinem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping mit einem Alleingang der USA im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm gedroht.

Wenn China das Problem «nicht löst, werden wir es tun», sagte Trump in einem Zeitungsinterview. Xi wird Trump am Donnerstag und Freitag April in dessen Privatclub Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida besuchen.

Die Trump-Regierung fordert schon länger, dass China mehr Druck auf seinen traditionellen Verbündeten ausübt. China hatte zuletzt bereits Erklärungen des UNO-Sicherheitsrates gegen Nordkorea mitgetragen und sämtliche Kohle-Importe aus dem Land bis Jahresende gestoppt. Das geht der US-Regierung jedoch nicht weit genug. Sie hatte Nordkorea zuletzt auch mit militärischen Massnahmen gedroht.

Warnung vor neuen Atomwaffentests

Vergangene Woche hatten US-Experten vor einem neuen Atomwaffentest Nordkoreas gewarnt. Seit einem ersten Atomtest 2006 hat das Land bereits vier weitere Tests vorgenommen, zwei davon im vergangenen Jahr.

Zugleich arbeitet die kommunistische Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Mit seinen Atomwaffen- und Raketentests verstösst Nordkorea gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats. (sda/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Agakami 04.04.2017 11:10
    Highlight Trumpi trifft Kimi. Mal schauen wer sich mehr provozieren lässt.
    Bei diesen 2 wäre eine Eskalation noch vorstellbar.
    10 2 Melden
    • chnobli1896 10.04.2017 16:12
      Highlight Wie 2 Kinder im Sandkasten welche sich um ein "Schüfeli" streiten. Nur leider mit anderen Waffen :-(
      0 0 Melden

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