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Die Vertreter der G20-Länder in Washington.
Bild: EPA/IMF

Panama-Papers: G20-Länder wollen Steueroasen an den Kragen

16.04.16, 07:09 16.04.16, 08:38

Nach den Enthüllungen über anonyme Briefkastenfirmen in Panama erhöhen die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) den Druck auf Steueroasen. In einer gemeinsamen Erklärung kündigten die G20-Finanzminister und -Notenbankchefs am Freitag in Washington «Abwehrmassnahmen» gegen unkooperative Länder und Finanzzentren an.

«Wir rufen alle relevanten Länder und Finanzzentren auf, sich ohne Verzögerung zum automatischen Informationsaustausch zu bekennen», heisst es in der am Rande der IWF-Frühjahrstagung verbreiteten Erklärung. Bisher beteiligen sich rund 100 Staaten am automatischen Austausch von Steuer- und Finanzdaten, mit dem Steuerbetrug und Geldwäscherei weiter eingedämmt werden sollen.

Vereint: Die G20-Länder.
Bild: EPA/IMF

Die G20-Minister sprechen sich auch für eine Offenlegung von Hintermännern von Briefkastenfirmen und bestimmter Firmenkonstrukte aus.

Eine verbesserte Transparenz bei Informationen über «wirtschaftlich Begünstigte» sei entscheidend, um die Integrität des internationalen Finanzsystems zu schützen und den Missbrauch solcher Firmenkonstrukte für Korruption, Steuerbetrug, Terrorfinanzierung und Geldwäsche zu verhindern.

Die G20 unter Vorsitz von China schliessen sich damit dem Vorstoss Deutschlands, Frankreichs, Grossbritanniens, Italiens und Spaniens an, die möglichst rasch untereinander mit dem Austausch über Informationen zu «wirtschaftliche Begünstigten» von Firmen beginnen wollen. (sda/dpa)

Panama Papers

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Homes8 16.04.2016 15:22
    Highlight Datenaustausch ändert nichts an den unterschiedlichen Steuergesetzen. Im Gegenteil die Staaten werden sich weiter bei den Steuersätzen unterbieten. Man darf nur lesen, was da auch steht.

    Junker hat auch Datenaustausch angekündigt.
    An den bestehenden Steuergesetzen z.B. in Luxemburg ändert das nichts. Reine Hinhalte-Taktik.

    Ähnlich wie bei der IMO. Da fahren die grössten z.B. dänischen Transportfirmen unter Liberianischer-, Mongolischer-, oder Panamaflagge. Je nachdem, wo weniger Steuern bezahlt werden müssen und geringere Sicherheits-Standarts herrschen.
    3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 16.04.2016 08:44
    Highlight Steuerwettbewerb verbieten. Weltweit. Löst das Problem sofort.

    Unternehmen und Privatpersonen die sich sträuben oder weiterhin Steuern hinterziehen, hart bestrafen. 20% des Vermögens einziehen, wenn sie nichts draus lernen, 50%.

    Dann kann der Staar nicht über zu wenig finanzielle Mittel klagen. Und wenn die Unternehmen und Superreichen anständig bezahlen, erübrigen sich diese Massnahmen und alle haben was davon.

    Aber Steuerwettbewerb gehört einfach verboten.
    12 6 Melden
    • Hierundjetzt 16.04.2016 10:35
      Highlight OK einverstanden.

      Jetzt konkret: wenn ich als Amerikaner in der Schweiz eine Firmagründe und 100 MA einstelle ist dass dann auch Steuerwettbewerb (ja)

      Dann also lieber 100 MA beim RAV? Dafür ein gutes Gefühl?

      ...es ist eben nicht so einfach ;-)
      8 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.04.2016 10:51
      Highlight Hmm, hätten wir keinen Steuerwettbewerb, würde der Ami dort bleiben wo er ist.

      Ausser er kommt hier her, wenn die Ressourcen besser sind. Oder er nicht 100 hochgebildete in Amerika findet.

      Trotzdem kein Grund, ihn dafür mit tiefen Steuern zu belohnen.

      Steuern sollten einfach in keiner Hinsicht ein Anreiz sein.
      4 3 Melden
    • Hierundjetzt 16.04.2016 11:16
      Highlight Auch das ist leider nicht konsequent zu Ende gedacht. Dann müsste die CH die Unternehmensteuersätze auf 50-60% erhöhen. "Gleichmachen" um den Wettbewerb auszuschalten.

      Ihre Firma muss plötzlich 50% mehr Steuer zahlen? Klar. Nur: Sie sind danach Arbeitslos oder haben 50% weniger Lohn.

      Und das möchten Sie echt jetzt? Ich hoffe nicht
      6 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.04.2016 12:31
      Highlight Würdw man die Superreichen nicht privilegiert behandeln, hätten wir dieses Problem nicht.

      Verstehe nicht wieso ein Superreicher im Verhältnis weniger Steuern zahlt als der normale Bürger.

      Oder gar Pauschalbesteuert ist... Vekselberg - Milliardär - wird pauschalbesteuert. Hat Dutzende Firmen hier.

      Kenne einen Ami - fast Milliardär - zahlt hier läppische 250'000 Pauschal-Steuern. Weniger als 0.0003% von seinem Vermögen.

      Ist doch ein Witz. Wo ist da dem Staat gedienr? Der ist NIE hier. Hat keinr Firma. Was haben wir davon?

      Amerika hat den Schaden und wir prostituieren uns. Fast gratis.
      3 3 Melden
    • Homes8 16.04.2016 15:26
      Highlight @ Herr Weasy 08:44

      Gute Idee.
      Niemand wird Sie unterstützen. Alle sind gekauft oder haben Angst.
      2 2 Melden
  • Marco4400 16.04.2016 08:15
    Highlight Sind die Politiker beim ersten Bild wirklich in Washington? Ich bin nur nicht sicher weil hinten was von China steht...
    4 0 Melden
    • winglet55 16.04.2016 09:12
      Highlight China hat den Vorsitz, darum
      4 0 Melden
  • EvilBetty 16.04.2016 08:15
    Highlight [...] den Missbrauch solcher Firmenkonstrukte für Korruption, Steuerbetrug, Terrorfinanzierung und Geldwäsche zu verhindern [...] Missbrauch? MISSbrauch. Also werden nicht diese Konstrukte verhindert. Haben denn die noch einen anderen Zweck als die oben genannten?
    6 3 Melden
  • c_meier 16.04.2016 07:57
    Highlight aha, da sind dann die englischen Inseli und US-Staaten auch gemeint?
    21 0 Melden
    • Hierundjetzt 16.04.2016 10:37
      Highlight Selbstverständlich nicht. Das wäre ja nur sozialistische Gleichmacherei.

      Das wäre gem. USA sehr sehr böse.
      10 0 Melden

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