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Papst Franziskus erlaubt Priestern Vergebung von Abtreibung – während eines Jahres

FILE - In this Wednesday, Aug. 26, 2015, file photo, Pope Francis waves as arrives for his weekly general audience in St. Peter's Square at the Vatican. Francis, speaking Monday, Aug. 31, 2015, from Rome via satellite to people in three American cities, asked a teenage girl to sing for him as he sought prayers for his upcoming trip to the United States. (AP Photo/Alessandra Tarantino, File)

Generalaudienz beim St.Petersdom im Vatikan (Mittwoch, 26. August). Bild: Alessandra Tarantino/AP/KEYSTONE



Papst Franziskus hat katholischen Priestern erlaubt, Abtreibung zu vergeben. Das Oberhaupt der katholischen Kirche erklärte am Dienstag, es habe entschieden, während des im Dezember beginnenden Heiligen Jahrs allen Priestern zu erlauben, Frauen von der Sünde der Abtreibung loszusprechen, sofern sie Reue tun und um Vergebung bitten.

Während des Heiligen Jahrs, das vom 8. Dezember 2015 bis zum 20. November 2016 dauert, gewährt der Papst den Gläubigen unter bestimmten Bedingungen einen vollständigen Erlass ihrer Sünden.

«Die Vergebung Gottes für jeden Menschen, der bereut, kann diesem nicht versagt werden», schrieb Franziskus in einem Brief an den Organisator des Heiligen Jahrs. Daher habe er entschieden, «für das Jubiläumsjahr allen Priestern die Vollmacht zu gewähren, von der Sünde der Abtreibung jene loszusprechen, die sie vorgenommen haben und reuigen Herzens dafür um Vergebung bitten».

Der 78-jährige Argentinier verurteilte Abtreibung als Sünde, äusserte aber zugleich Verständnis für Frauen, die in der Not zum Schwangerschaftsabbruch greifen.

«Das Drama der Abtreibung wird von manchen mit einem oberflächlichen Bewusstsein erlebt», schrieb der Papst. «Viele andere dagegen, die diesen Moment zwar als Niederlage erleben, meinen, keinen anderen Ausweg zu haben.»

Er denke an die Frauen, die eine Abtreibung vornehmen liessen, und wisse um den Druck, der sie zu dieser Entscheidung geführt habe. Es sei «eine existentielle und moralische Tragödie». «Ich bin sehr vielen Frauen begegnet, die in ihrem Herzen die Narben dieser leidvollen und schmerzhaften Entscheidung trugen», schrieb der Papst. (wst/sda/afp)

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