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Gina-Lisa Lohfink vor dem Gerichtsgebäude in Berlin. Bild: HANNIBAL HANSCHKE/REUTERS

Mutmasslicher Vergewaltiger von Gina-Lisa Lohfink: «Die Nummer hat auch mein Leben zerstört»

05.08.16, 15:47

Am kommenden Montag geht der Berufungsprozess um einen Strafbefehl wegen falscher Verdächtigung gegen Gina-Lisa Lohfink weiter. Sie soll zu Unrecht behauptet haben, zwei Männer hätten sie vergewaltigt. 

Jetzt meldet sich erstmals einer der Männer zu Wort: Laut der «Bild» habe sich der Party-Veranstalter Sebastian C. im «Sat.1 Frühstücksfernsehen» folgendermassen zu Lohfinks Vergewaltigungsvorwürfen geäussert: 

«Es waren keine Drogen im Spiel und es hat auch keine Vergewaltigung stattgefunden. Ich habe nicht eine Sekunde gedacht, dass sich das Hör auf auf den Sex beziehen könnte. Sie hat gesagt ‹Komm nicht so nah mit der Kamera, hör auf zu filmen›.»

Sebastian C.

Unterstützerinnen von Gina-Lisa Lohfink vor dem Gerichtsgebäude in Berlin. Bild: HANNIBAL HANSCHKE/REUTERS

Die besagten Handy-Videos stellten die beiden Männer danach ins Internet. C. behauptet nun, dass dies ebensowenig in seinem Interesse geschehen sei. Er sieht sich in der Opferrolle: 

«Ich war zwar zu der Zeit Single, war ja auch alles einverständlich von mir und ihr, trotzdem bereue ich es natürlich sehr. Die Nummer hat auch mein Leben zerstört. Natürlich hab ich mein Ansehen und meinen Job verloren. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass ich mich auf meine Arbeit konzentrieren kann.»

Sebastian C.

Gina-Lisa Lohfinks Anwalt Burkhard Benecken hält allerdings wenig von der Aussage des Party-Veranstalters: «Die Glaubwürdigkeit des Herren tendiert gen Null», sagte er der «Bild».

(rof via «Bild»)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 05.08.2016 20:45
    Highlight Och ich armer, bin traumatisiert weil ich 'hör auf!' nicht gehört hab, und das blöde gör mich nun auch noch tatsächlich vor Gericht zerrt und... und... bin doch so ein armer. Habt doch Mitleid mit mir.

    👎
    62 112 Melden
    • pamayer 08.08.2016 15:49
      Highlight Uff. An den vielen blitzen muss ich rückschliessend feststellen, dass die triefende ironie meines Kommentars nicht als solche wahrgenommen wurde.
      Sorry leute.
      Hoffe, dass die beiden nein-tauben Typen eine harte Strafe erhalten.
      Wieder gutmachen können sie ihre tat nicht.
      2 2 Melden
  • Martiis 05.08.2016 19:22
    Highlight C. jammert, die Veröffentlichung des Videos geschah nicht in seinem Interesse.

    Das stimmt, weil sie keinen Käufer gefunden haben. Aber die Polizei hat
    Bild- und Videomaterial sichergestellt. Und den E-Mail-Verkehr zwischen den beiden, in dem sie die Vermarktung der Videos planen und darüber spekulieren, wie viel Geld sie damit wohl verdienen würden.

    Weil sie auch noch so dumm waren, das Video schon ins Netz zu stellen, bevor sie Geld damit gemacht haben, soll man jetzt Mitleid haben?
    92 17 Melden
  • Spötter 05.08.2016 18:58
    Highlight Fortsetzung: Erst als ich mit 28, im 1978 eine Analyse (war damals relativ neu und bezahlbahr) machen musste, weil ich nicht mehr leben wollte und nicht wusste warum (verdrängten um zu Überleben).., ging es mir besser. Therapie: Hypnose/Analysen/Gruppentherapie unter Psychiaterischer Leitung. Kosten über Fr. 20'000 Lebe etwas besser, vergessen kann man nicht.
    25 25 Melden
    • pamayer 05.08.2016 20:41
      Highlight Au weia, will lieber nicht wissen, was nicht zu vergessen geht.
      Viel Glück!
      10 12 Melden
  • Spötter 05.08.2016 18:57
    Highlight Herr Fischer, nehme ich an: Als mehrfach Vergewaltigungsopfer denke ich, dass weder Leute im Net noch RichterInnen, welche noch nie vergewaltigt wurden, besser nichts schreiben und keine Anstellung finden sollten. Ich wurde als 9 jährig mehrfach missbraucht. Niemand glaubte mir..(Fortsetzung folgt)
    34 41 Melden
    • Spötter 05.08.2016 19:38
      Highlight ..sorry, für meine vielen "Fäuer", aber ich verlor die Beherrschung...

      13 23 Melden
    • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 05.08.2016 20:45
      Highlight Wie stellst du dir das denn vor? "Jobangebot: vergewaltigte Richterin gesucht" ?
      67 8 Melden
    • Señor Ding Dong 05.08.2016 23:02
      Highlight Hoi Liebespuppe. You're not wrong... Den Rest kannst du dir denken 😉

      5 1 Melden
  • S.Fischer 05.08.2016 18:00
    Highlight Ich habe keine genauere Ahnung von dem Fall, daher lasse ich Mutmassungen bleiben und glaube einfach mal dem Gerichtsurteil.

    Wenn es nun also stimmt, dass keine Vergewaltigung statt gefunden hat, muss ich sagen, dass ich falsche Vergewaltigungsvorwürfe absolut widerwertig finde und diese, wenn klar als solche identifiziert, hart bestraft werden sollten.

    Denn:

    1. Kann es das Leben eines Unschuldigen zerstören.

    2. Nimmt es die Glaubwürdigkeit von tatsächlichen Vergewaltigungsopfern.
    117 15 Melden
    • skorpi 05.08.2016 18:20
      Highlight Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass es keine Vergewaltigung war und sich das Nein nur auf das filmen bezog ist es trotzdem ein Übergriff. Schliesslich wurde sie nicht nur gegen ihren Willen gefilmt, sonsern der Film wurde auch noch veröffentlicht. Das allein würde ich jetzt schon als einen Übergriff werten also ist der Typ zumindest diesbezüglich sicher nicht unschuldig.
      117 12 Melden
    • S.Fischer 05.08.2016 19:11
      Highlight Da muss ich dir zustimmen. Mein Kommentar war eher auf die allgemeine Situation von falschen Vergewaltigungsvorwürfen bezogen, als auf diesen Fall an sich.
      46 4 Melden
    • Macke 05.08.2016 19:22
      Highlight Hier gibts eine Chronik zu den Ereignissen:
      http://www.stern.de/lifestyle/leute/gina-lisa-lohfink--chronik-einer-angekuendigten-schaendung-6888744.html
      In Deutschland gilt - anders als in der Schweiz - das Missachten eines "Neins" der Frau nicht als Vergewaltigung.
      6 33 Melden
    • Stellklaus 05.08.2016 19:45
      Highlight Das stimmt nicht, ich empfehle die Kolumne "Zum letzten Mal, Nein heisst Nein" von Thomas Fischer, Vorsitzender Richter des deutschen Bundesgerichtshofs.

      "Das "Sich-Wehren" ist aber natürlich ein gewichtiges Anzeichen (Indiz) für das Fehlen eines Einverständnisses. Weglaufen auch. Nein-Sagen auch. Jedes beliebige Verhalten kann ein Indiz für die Haupttatsache sein, die in jedem Fall von Nötigung vorhanden ist: der entgegenstehende Wille. "
      30 0 Melden
    • Macke 05.08.2016 21:11
      Highlight @Stellklaus: Danke, Ich kenne die Ausführungen von Herrn Fischer bereits und empfehle dir doch dazu folgenden Kommentar:
      https://missy-magazine.de/2016/06/28/sexualstrafrecht-reform-bundesrichter/
      4 17 Melden
    • Stellklaus 05.08.2016 21:51
      Highlight Wenn Sie die Ausführungen kennen, warum behaupten Sie dann das genaue Gegenteil?

      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-07/rechtspolitik-strafrechtsreform-nachlese-empoerung-fischer-im-recht/seite-3

      Wird Bezug darauf genommen.

      Sie entschuldigen wenn ich Kommentare die im Missy-Magazin erscheinen, weniger ernst nehme als Aussagen des vorsitzenden Richters des Strafsenats des Bundesgerichtshofs.
      30 0 Melden
  • frankyfourfingers 05.08.2016 17:08
    Highlight ich verstehe nicht, wie man in einem unklaren Vergewaltigungsprozess so krass Partei beziehen kann. War schliesslich niemand dabei, oder?
    59 8 Melden
    • Macke 05.08.2016 19:28
      Highlight Es gibt Videos der Nacht, die ins Netz gestellt wurden. Darauf sagte Gina-Lisa mehrmals, dass sie aufhören sollten. Mehrere Personen haben, nachdem sie das Video gesehen haben, unabhängig voneinander eine Vergewaltigung angezeigt, nicht nur Gina-Lisa. Hier werden die Ereignisse geschildert:
      http://www.stern.de/lifestyle/leute/gina-lisa-lohfink--chronik-einer-angekuendigten-schaendung-6888744.html
      26 27 Melden
    • rolf.iller 05.08.2016 19:49
      Highlight Offenbar gab es weitere unveröffentlichte Videos, die klarmachten, dass der Sex einvernehmlich war. Deshalb wurden die Jungs auch freigesprochen und das Mädel wegen Meineid verurteilt. So einfach ist das.
      48 10 Melden
  • LordEdgar 05.08.2016 16:35
    Highlight WTF. Absolut KEIN Mitleid mit Sebastian.
    52 99 Melden
    • rolf.iller 05.08.2016 17:00
      Highlight WTF. Absolut KEIN Mitleid mit Gina.
      82 50 Melden
    • Fabio74 05.08.2016 19:27
      Highlight Was immer dran ist,was nicht geht ist zu filmen wenn sie "Hör auf" sagt und danach das ganze zu veröffentlichen.
      Das ist äusserst verwerflich und es gibt null Rechtfertigung für diese niedeträchtige Tat
      64 10 Melden
    • rolf.iller 05.08.2016 19:40
      Highlight Ja, das ist niederträchtig. Jemand aber eines schweren Verbrechens zu bezichtigen ist verwerflich und kriminell.
      36 21 Melden
    • Martiis 05.08.2016 20:10
      Highlight Auch das Verbreiten eines Sexvideos ohne Einverständnis der Protagonisten ist kriminell, Rolf Iller.
      49 5 Melden
    • Fabio74 05.08.2016 21:16
      Highlight @iller: das Verbreiten von Videos ist kriminell.
      Die andere Geschichte ist eher Aussage gegen Aussage
      21 10 Melden
    • rolf.iller 06.08.2016 02:47
      Highlight Was, Aussage gegen Aussage! Wenn der Mann fälschlicherweise verurteilt wird, geht er bis zu 15 Jahren in den Knast! Das ist fast die gleiche Strafe wie es bei Mord gibt.

      Wenn jemand mit einer Falschbeschuldigung einen anderen für diese lange Zeit hinter Gitter bringt, ist das eine ernste Sache und gehört hart bestraft.

      Was die Typen da gemacht haben, ist verwerflich und dumm. Auch das gehört bestraft. Ist halt aber eine ganz andere Kategorie von Vergehen, als etwas was mit einem Mord ähnlichen Strafmass geahndet wird.

      Ginas tiefe 24'000-Euro-Busse finde ich einen Skandal.
      9 6 Melden
    • Martiis 06.08.2016 09:06
      Highlight Was erzählst du hier für Räubergeschichten? Wer hat je 15 Jahre für eine Vergewaltigung bekommen? Nach deutschem StGB gibt es 5 Jahre, wenn 1. bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet wurde oder wenn 2. das Opfer bei der Tat körperlich schwer mißhandelt oder durch die Tat in die Gefahr des Todes gebracht wird.
      Das war hier, soweit ich weiss, nicht der Fall, also würden den Jungs nicht mal 5 geschweige den 15 Jahre drohen.
      9 5 Melden
    • Martiis 06.08.2016 09:21
      Highlight Ausserdem liegt dieser Fall ja schon etwas anders als andere, denn die Lohfink sagt doch selbst, dass sie sich an die Nacht nicht erinnern könne. Sie hat einfach diese Videos gesehen und diese Videos können sich nun auch die Gerichte anschauen. Wenn eine Tat schon mal aufgezeichnet wurde, sollte es ja möglich sein zu entscheiden, ob eine V. vorlag oder nicht.
      Du tust hingegen so, als würde Lohfink irgendwelche Dinge frei erfinden und könnte die Jungs so ohne, dass etwas bewiesen wäre, spielend ins Gefängnis bringen. Und dann nennst du auch noch einen völlig falschen Strafrahmen.
      7 6 Melden
    • rolf.iller 06.08.2016 10:29
      Highlight Dann zieh Dir diese Studie der Bayrischen Polizei rein:
      https://www.polizei.bayern.de/content/4/3/7/vergewaltigung_und_sexuelle_n_tigung_in_bayern_bpfi.pdf

      Beispiel S 164: Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen beurteilen die Sachbearbeite-
      rinnen9
      die Anzeigen kritischer. In knapp drei Viertel der Fälle (73,7%;
      N=14) meinen die Sachbearbeiterinnen, dass es sich „mit hoher Wahr-
      scheinlichkeit“ bzw. „eher“ um eine Vortäuschung / falsche Verdächti-
      gung handelt; bei den männlichen Kollegen sind es nur drei Fünftel
      (60,6%; N=40).

      Vortäuschung scheint häufig zu sein und gehört bestraft.
      4 6 Melden
    • Martiis 06.08.2016 11:45
      Highlight Und deswegen behauptest du einfach mal aus dem Bauch heraus auf eine Vergewaltigung würden 15 Jahre stehen?

      Und wie kann man eine Vergewaltigung vortäuschen, wenn alles aufgezeichnet ist? Diese Studie scheint mir gar nichts mit dem Fall Lohfink gemein zu haben. Ausserdem gibt es auch Studien, die zu ganz anderen Ergebnissen kommen.
      2 4 Melden
    • rolf.iller 06.08.2016 11:59
      Highlight 15 Jahre Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung

      Auch bei Mord wird das höchstmass nur selten bei schweren Fällen verhängt, deshalb ist der Vergleich durchaus gerechtfertigt.

      Niemand hat vorgetäuscht. Lohfink hat falsch beschuldigt. Hätte es kein entlastendes Material auf den Handies gehabt, wären die Jungs in den Knast gegangen. Und von dem Material wusste sie bei der Anzeige nichts.

      Stellt sich die Frage, nach dem Filmriss. Offensichtlich hat die erst Instanz ihr das nicht abgenommen. So eine Gedächtnislücke ist manchmal ganz praktisch.
      3 3 Melden
    • Martiis 07.08.2016 13:09
      Highlight Ja sicher, wenn das Opfer auch noch misshandelt wird und fast stirbt gibt es 15 Jahre. Wie auf Wikipedia aber auch ersichtlich wäre, gibt es 3 versch. Tatbestände und der Fall Lohfink hat nichts mit dem dritten und schwersten zu tun. Für eine Vergewaltigung ohne Misshandlung und ohne Waffe o.ä. ist die Höchststrafe nunmal nicht 15 Jahre. Das zu behaupten ist schlicht falsch. Das ist in etwa als würdest du für einen einfachen Diebstahl die Strafe für einen bewaffneten Raubüberfall angeben.
      1 0 Melden
  • Jaing 05.08.2016 16:24
    Highlight Den Mann als mutmasslichen Vergewaltiger zu bezeichnen ist falsch. Schliesslich gab es einen Freispruch.
    153 14 Melden
    • ElendesPack 05.08.2016 16:43
      Highlight Jaing: Das ist ein sehr sensibler Punkt, den Du da ansprichst. Leider zu sensibel für den Grossteil der deutschsprachigen Medien. Was zählen schon Gerichtsurteile?
      103 13 Melden
    • Jaing 05.08.2016 16:57
      Highlight @ElendesPack

      Sogar die Bild hat einen korrekteren Titel und nennt ihn "Mann aus dem Sexvideo".
      55 5 Melden
    • insomniac 05.08.2016 16:57
      Highlight Danke.
      27 2 Melden
    • John Smith (2) 05.08.2016 17:46
      Highlight Es wäre sogar schon vor dem Freispruch falsch. Aber die Unschuldsvermutung war noch nie auch nur das Papier wert, auf dem sie steht.
      47 9 Melden

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