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Conchita Wurst an einer Medienkonferenz in Zuerich am Freitag, 13. Juni 2014. Conchita Wurst wird am Freitagabend

Travestiekünstlerin Conchita Wurst outet sich als HIV-positiv.  Bild: KEYSTONE

Conchita Wurst outet sich nach Erpressung: «Ich bin seit vielen Jahren HIV-positiv»

Die österreichische Sängerin und Travestiekünstlerin Conchita Wurst ist HIV-positiv. Weil ein Ex-Freund drohte, dies publik zu machen, entschied sie, ihm mit ihrem Outing zuvor zu kommen.

16.04.18, 01:15 16.04.18, 12:42


«Heute ist der Tag gekommen, mich für den Rest meines Lebens von einem Damoklesschwert zu befreien: Ich bin seit vielen Jahren HIV-positiv.» Das schreibt die österreichische Sängerin und Travestiekünstlerin Conchita Wurst am Sonntagabend auf ihrem Instagram-Account.

Die ehemalige Gewinnerin des Eurovision-Song-Contest will mit ihrem Outing einem Ex-Freund zuvorkommen, der ihr gedroht habe, mit dieser privaten Information an die Öffentlichkeit zu gehen. 

Seit sie die Diagnose erhalten habe, sei sie in medizinischer Behandlung und darum nicht ansteckend. Ihre Familie habe seit Beginn weg von dem Virus gewusst und sie bedingungslos unterstützt. Bisher habe sie ein öffentliches Coming-Out als nicht relevant erachtet, weil nur diejenigen Personen darüber Bescheid wissen müssen, mit denen ein sexueller Kontakt in Frage komme. Doch für sie sei jetzt ein Coming-Out besser als von Dritten geoutet zu werden. 

«Ich hoffe, Mut zu machen und einen weiteren Schritt zu setzen gegen die Stigmatisierung von Menschen, die sich durch ihr eigenes Verhalten oder aber unverschuldet mit HIV infiziert haben», schreibt Conchita Wurst. 

«Ich hoffe, Mut zu machen und einen weiteren Schritt zu setzen gegen die Stigmatisierung von Menschen, die sich mit HIV infiziert haben.»

Conchita Wurst

Unter ihrem Post sprechen tausende Fans der Sängerin Mut zu und gratulieren ihr für den mutigen Schritt. (sar)

30 Jahre Aids-Prävention

Immer mehr Geschlechtskrankheiten sind auf dem Vormarsch

Video: srf/SDA SRF

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Watson=Propagandahuren 16.04.2018 19:39
    Highlight Seit "sie"...?
    Das müsste doch seit "er" heissen?
    Oder ist das dann schon Hatespeech?
    3 1 Melden
    • BigE 17.04.2018 12:00
      Highlight Dachte ich mir auch. Er ist kein Transmensch sondern ein Travestiekünstler! Also ein ER, der in der Kunst eine SIE darstellt!
      1 0 Melden
    • Watson=Propagandahuren 17.04.2018 18:29
      Highlight Travestie = Männer die sich wie Frauen anziehen.
      Für verwirrte oder solche die andere verwirren wollen kommt ein "sie" natürlich entgegen.
      1 0 Melden
  • Watcherson 16.04.2018 09:02
    Highlight Erpresser gehören auch in Österreich bestraft!
    50 1 Melden
    • BigE 16.04.2018 10:02
      Highlight Erpressung muss strafrechtlich gesehen immer eine Bereicherungsabsicht beinhalten.
      Wenn der Bekannte für sein schweigen also kein Geld verlangt hat, ist er zwar ein Ar***lich, aber eben kein Eroresser im rechtlichen Sinn.....
      20 1 Melden
    • Swisswolverine 16.04.2018 12:45
      Highlight @BigE: das mag stimmen. In der Schweiz ist aber auch das weitergeben einer persönlichen, besonders schätzenswerten Information wir der HIV-Status, ohne die Zustimmung der betroffenen Person, eine Straftat.
      8 1 Melden
    • BigE 16.04.2018 13:25
      Highlight @Swisswolverine: natürlich. Wenn man es getan hat, ist es eine Straftat. Solange die Daten aber eben noch nicht weiter gegeben wurden, ist es noch keine Straftat. Man könnte hier maximal eine Nötigung konstruieren!
      3 1 Melden
  • Waedliman 16.04.2018 08:32
    Highlight Vielleicht für diejenigen, die sich nicht gut auskennen: HIV ist nicht heil-, aber behandelbar. Die Viruslast wird durch Medikamente dauerhaft unter die Nachweisgrenze gesenkt, das Immunsystem läuft bestens und bei guter Compliance wird ein Patient so alt, als hätte er kein HIV. Die Forschung ist inzwischen soweit, dass es bald nicht mehr nötig sein wird, täglich Medikamente zu nehmen, sondern in immer grösseren Abständen.
    84 2 Melden
    • A7-903 16.04.2018 10:33
      Highlight Gut zu wissen, danke! Schon erstaunlich wie gut die forschung voranschreitet.
      16 0 Melden

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