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Banksy sprayt in Gaza Katzen auf zerstörte Häuser und lockt Geschäftemacher an

01.04.15, 16:24 02.04.15, 10:16

Der britische Streetart-Künstler Banksy hat seine neusten Spuren in Gaza hinterlassen. Durch einen illegalen Tunnel «schmuggelte» er sich in den von Israel abgeriegelten Landstreifen am Mittelmeer. Dies zeigt ein Video, das der gefeierte «Sprayer», der seine Identität bis heute geheim halten konnte, bereits Ende Februar veröffentlicht hat.

Der für sein politisches Engagement bekannte Künstler wollte mit dem Trip seine Solidarität mit den Palästinensern bekunden. «Die Menschen sind so gern hier, dass sie nie wegfahren. (Weil sie das nicht dürfen.)», kommentiert er sarkastisch im Video. In der fünfwöchigen Operation «Protective Edge» im letzten Sommer hat Israel rund 18'000 Häuser im Gazastreifen zerstört.

Das Video von Banksys Gaza-Trip. video: YOuTube/banksy

Banksy hinterliess mehrere Werke, darunter ein niedliches Kätzchen auf der Wand eines ausgebombten Hauses. Eine typische Banksy-Anspielung auf die Vorliebe der Online-Community für Katzenbilder. Ein weiteres Bild auf der Tür eines zerstörten Hauses zeigt eine trauernde Frau, eine Anspielung auf die griechische Göttin Niobe, die um ihre Kinder trauert.

Nun aber steht dort nur noch der Türrahmen. Ein Künstler aus Chan Junis im südlichen Gazastreifen hat dem Hausbesitzer die Tür abgekauft, für weniger als 200 Franken, berichtete die BBC. Oder abgeluchst, müsste man wohl sagen, denn Kunstwerke von Banksy verkaufen sich in der Regel für mehrere hunderttausend Franken.

Der Künstler Belal Chaled wehrt sich gegen den Vorwurf der Geschäftemacherei. Er habe das Bild gekauft, um es zu schützen und an Kunstausstellungen zu zeigen, sagte er der Nachrichtenagentur AP: «Ich habe kein finanzielles Interesse daran.» Banksy soll sich für die Rückgabe des Bildes ausgesprochen haben. (pbl)

Banksy

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • thompson 01.04.2015 17:47
    Highlight Wenn die Hamas nicht wäre, hätten sie Frieden und das Paradies... Die Israeli mögen die Täter sein schuldig ist die Hamas
    13 38 Melden
    • phreko 01.04.2015 18:36
      Highlight 18'000 Häuser willst du der Hamas in die Schuhe schieben? Und für die Siedlungen sind die Palästinenser etwa auch selber schuld?
      39 7 Melden
    • Zuagroasta 01.04.2015 23:42
      Highlight Thompson und Phreko, ihr beide habts Recht.
      Und das ist ja das Schlimme an diesem Konflikt.
      Beide Seiten tun zum Teil ihr "Äusserstes" (Sarkasmus) um den Konflikt schön weiterschwelen zu lassen.
      Die eine Seite provoziert aus unerfindlich idiologischen Gründen, die andere reagiert, aus teils verständlichen Gründen, total über.
      Wenn man es sich pragmatisch ansieht, ergänzen sich beide Seiten ziemlich gut. Gewalt war noch nie eine Lösung, aber soweit über den Tellerrand schauen kann keiner.
      14 5 Melden
    • thompson 02.04.2015 07:24
      Highlight die Siedlungen sind klar völkerrechtswidrig... aber israel ist die einzig demokratische zone in dieser region. wäre die hamas nicht wäre aber eine Lösung zum Frieden näher.
      3 19 Melden
    • Sarah Zeppah Chapulina 02.04.2015 17:21
      Highlight Demokratie? gemäss Oxford: "a system of government in which all the people of a state or polity ... are involved in making decisions about its affairs". Israel leugnet die Besatzung, verweigert aber gleichzeitig das Mitspracherecht der Palästinenser in den besetzten Gebieten. Demokratie für einen Bruchteil der Bevölkerung ist keine Demokratie. Es ist keine Demokratie wenn Andersdenkende ihre Meinung nicht offen kundgeben können, ohne um ihr Leben fürchten zu müssen (u.a. Gideon Levy). Eine Demokratie schmeisst unbeliebsame Parlamentarier auch nicht raus, weil sie unbequem sind (Hanin Zoabi).
      20 0 Melden

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