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«Damn!» – Kendrick Lamar holt als erster Rapper einen Pulitzer-Preis

16.04.18, 22:00 17.04.18, 07:48


Es ist so weit: Der US-Rapper Kendrick Lamar ist mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden. Lamar ist der erste Rapper, der den Preis erhält, und der erste Musiker, der nicht aus den Sparten Klassik oder Jazz kommt.

Lamar erhalte die renommierte Ehrung für sein 2017 veröffentlichtes Album «Damn», sagte Dana Canedy, Vorsitzende der Verwaltung der Pulitzer-Preise, am Montag an der Columbia Universität in New York.

Kendrick Lamar fängt «die Komplexität des modernen afro-amerikanischen Lebens ein». Bild: Richard Shotwell/Invision/AP/Invision

Das Album sei eine «virtuose Liedersammlung, vereint von seiner umgangssprachlichen Authentizität und rhythmischen Dynamik», sagte Canedy. Es biete «eindringliche Momentaufnahmen, die die Komplexität des modernen afro-amerikanischen Lebens einfangen».

Der 1987 in Kalifornien geborene Lamar gilt als einer der derzeit bedeutendsten und erfolgreichsten Rapper. Er hat unter anderem auch schon mehrere Grammys gewonnen. «Damn» ist sein viertes Studioalbum.

Preis für Weinstein-Enthüllungen

Ein weiterer Preis ging an die drei Medienschaffenden, die mit Berichten in der «New York Times» und im «New Yorker» die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein aufdeckten, sind mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden. Ihre Arbeit löste die #MeToo-Bewegung aus.

Jodi Kantor und Megan Twohey sowie Ronan Farrow hatten mit ihren Berichten im Oktober 2017 die #MeToo-Bewegung losgetreten, in der sich Opfer sexueller Übergriffe zu Wort meldeten. Die Bewegung breitete sich in den Monaten darauf auf andere Branchen und in andere Länder aus.

Die Enthüllungen brachten Weinstein zu Fall. Bild: AP/AP

Die drei hätten mit «explosivem, wirkungsvollem Journalismus Sexualtäter enthüllt, darunter auch Vorwürfe gegen einen der einflussreichsten Produzenten Hollywoods», sagte Dana Canedy am Montag im Namen der Jury an der Columbia University in New York.

Durch die Berichterstattung seien die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden für «lang unterdrückte Vorwürfe über Nötigung, Gewalt und erzwungenem Schweigen der Opfer». Die Folge sei eine «weltweite Abrechnung mit dem sexuellen Missbrauch von Frauen» gewesen.

Die #MeToo-Bewegung spannt sich in kürzester Zeit über den ganzen Globus.  Bild: AP/AP

Höchste Journalismus-Auszeichnung

In den weiteren der 14 journalistischen Pulitzer-Kategorien wurden grosse, aber auch im Ausland weniger bekannte US-Medien ausgezeichnet. Die «New York Times» gewann mit der «Washington Post» in der Sparte «National» für deren Berichterstattung zur russischen Einflussnahme im US-Wahlkampf und Verbindungen zum damaligen Kandidaten Donald Trump.

Auch Berichterstattung über die geplante Mauer an der US-Grenze mit Mexio («Arizona Republic»), die Heroin-Epidemie in Ohio («Cincinnati Enquirer») und Dylan Roof, der in einer Kirche in Charleston neun Afroamerikaner erschoss («GQ»), wurden ausgezeichnet. Die Pulitzer-Preise gelten als die höchste Auszeichnungen der Medienbranche und wurden am Montag zum 102. Mal vergeben.

Lindsay Lohan verteidigt Harvey Weinstein in Instagram-Video

Video: Angelina Graf

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Scaros_2 17.04.2018 00:33
    Highlight Was wurde aus metoo dingsbums eigentlich? Kaum noch in den medien, schon vergessen? @watson,....was wurde daraus?
    5 23 Melden
  • Spooky 16.04.2018 22:34
    Highlight Ach, diese Preise 👎🏾
    18 38 Melden
    • dä dingsbums 16.04.2018 23:02
      Highlight Fun Fact: Joseph Pulitzer, der den Preis ins Leben rief, war bekannt dafür in seinen Zeitungen Stories zu bringen, die wenig bis gar keine Fakten enthielten.
      15 0 Melden
    • Vanessa_2107 16.04.2018 23:41
      Highlight Ob Trump den Gewinnern gratulieren wird 🤔?
      5 2 Melden
    • Hayek1902 17.04.2018 09:46
      Highlight Nicht so unwahrscheinlich, weinstein unterstützte die demokraten
      1 2 Melden
    • Vanessa_2107 17.04.2018 17:54
      Highlight Hayek1902 - Also ich fragte mich, weil Trump die New York Times, die Jeff Bezos gehört, immer als Fake News betitelt (Trump hasst Bezos verm. weil er reicher ist, er hat ihn doch auch kritisiert wegen Amazon.) Und nun kriegt gerade diese Zeitung den Preis...
      1 0 Melden
    • mostlyharmless 18.04.2018 09:00
      Highlight @Vanessa: Bezos ist der Eigentümer der Washington Post. Aber ja, auf die NYT ist er auch nicht gut zu sprechen.
      0 0 Melden

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