International

Die neu Angekommenen (vorne von links) Kimiya Yui (Japan), Oleg Kononenko (Russland), und Kjell Lindgren (USA) verstärken die Astronauten (hinten von links) Mikhail Kornienko und Gennady Padalka (Russland) und Scott Kelly (USA). Bild: AP/NASA

Verstärkung im All: Drei Astronauten sind mit einer Sojus-Rakete zur ISS gedüst

Der Russe Oleg Kononenko, Kjell Lindgren aus den USA und der Japaner Kimiya Yui haben an der internationalen Raumstation ISS angedockt. Die drei Raumfahrer sollen 163 Tage im All bleiben. 

23.07.15, 02:35 23.07.15, 10:30

Mit fast zwei Monaten Verspätung sind drei Raumfahrer bei der Internationalen Raumstation ISS eingetroffen. Am frühen Donnerstagmorgen dockten die drei mit ihrer russischen Sojus-Rakete an der Station an. Sie waren Stunden zuvor vom Weltraumbahnhof in Baikonur aus gestartet.

Am Donnerstag erreichte die Raumkapsel die ISS, wo sie – rund 400 Kilometer über der Erde – Reibungslos andockte, wie die Nasa mitteilte. Die Rakete war zuvor fünf Stunden und 45 Minuten durchs All geflogen und hatte zunächst viermal die Erde umrundet. 

An Bord sind der Russe Oleg Kononenko, Kjell Lindgren aus den USA und der Japaner Kimiya Yui.

Der Start der Sojus-Rakete in Kasachstan. Bild: YURI KOCHETKOV/EPA/KEYSTONE

Der bemannte Start vom Kosmodrom in der kasachischen Steppe war ursprünglich für den 26. Mai geplant gewesen. Wegen des Absturzes eines Frachters vom Typ Progress Ende April war der Flug aber verschoben worden. Auch die zunächst für Mitte Mai geplante Rückkehr von drei Besatzungsmitgliedern der ISS verzögerte sich deswegen.

Bericht der gescheiterten Andockung des Frachters Ende April. YouTube/Matthew Travis

Kononenko, Lindgren und Yui erklärten vor dem Start, sie seien gut vorbereitet worden und machten sich keine Sorgen, dass etwas schief gehen könnte. «Jetzt habe ich mehr Vertrauen in die Zuverlässigkeit (der Sojus)», sagte der US-Amerikaner Lindgren der Agentur Tass zufolge. 

Die drei sollen für 163 Tage im All bleiben. Sie verstärken auf der ISS die Crew mit den russischen Kosmonauten Gennadi Padalka und Michail Kornijenko sowie dem US-Astronauten Scott Kelly. (sda/dpa)

Kjell Lindgren. Bild: SHAMIL ZHUMATOV/REUTERS

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Jeff Bezos' neuster Streich sieht aus wie ein überdimensionierter Dildo, ist aber eine Rakete — und was für eine 

Elon Musk und Jeff Bezos liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um wiederverwertbare Weltraumraketen. Aktuell hat der Amazon-Chef die Nase vorn: Sein Träger absolvierte den zweiten erfolgreichen Flug — die Landung verlief spektakulär.

Starten, fliegen, abstürzen: So sieht das kurze Leben von Weltraumraketen normalerweise aus. Soll der Traum vom Weltraumtourismus wahr und vor allem finanziell erfolgreich werden, muss diese Materialschlacht unterbunden werden. Genau deswegen arbeiten Paypal-Erfinder Elon Musk mit seinem Projekt Space X und Amazon-Chef Jeff Bezos an solchen Technologien.

Musk musste jüngst einen Rückschlag hinnehmen: Seine Space-X-Rakete absolvierte zwar einen erfolgreichen Start, stürzte dann aber ab. …

Artikel lesen