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Handschlag Sverige

Yasri Khan legt sich zur Begrüssung die Hand aufs Herz.
screenhsot: youtube/TV4Nyheterna

Schwedischer Politiker verweigert Journalistin Händedruck – nun zieht er sich zurück

Er legte seine Hand aufs Herz, doch der Interviewerin wollte er sie nicht geben: Ein Grünen-Politiker hat in Schweden für Empörung gesorgt. Nun zieht er sich zurück.



In Schweden hat sich ein Mitglied der Grünen nach heftiger innerparteilicher Kritik aus der Politik verabschiedet.

Der 30-jährige Yasri Khan hatte am Dienstag bei einem Interview mit dem Fernsehsender TV4 einer Journalistin den Handschlag verweigert. Stattdessen legte er seine Hand aufs Herz. Grund war offenbar sein muslimischer Glaube.

«Menschen können einander in unterschiedlicher Weise begrüssen. Die Hauptsache ist, respektvoll miteinander umzugehen», sagte Khan, der auch Generalsekretär der Organisation «Schwedische Muslime für Frieden und Gerechtigkeit» ist.

Die Grünen-Abgeordnete Stina Bergström nannte Khans Verhalten «unannehmbar». Es sei unmöglich, einen Mann in der Partei zu haben, der Frauen nicht so grüsse wie Männer.

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Auszüge aus dem Interview mit Yasri Khan.
streamable

Khan wies die Kritik zurück. Für seinen Rückzug gab er keine klare Begründung ab. Er frage sich, ob im derzeitigen politischen Klima Politik das Richtige für ihn sei und ob er «dem Medienzirkus als Clown dienen» wolle, sagte er.

Zuletzt sorgte in der Schweiz der Fall von zwei muslimischen Schülern, die sich geweigert hatten, ihrer Lehrerin die Hand zu geben, für Aufruhr.

(cma/spon)

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    Alle Leser-Kommentare
  • m:k: 21.04.2016 10:07
    Highlight Highlight Das Problem an der Händedruck-Verweigerung ist einfach, dass dahinter die Annahme steht, Männer seine wilde Tiere, die sich nicht zurückhalten können, sobald sie einer Frau zu nahe sind oder zu viel von ihr sehen können. Ein absolut sexistisches und veraltetes Denkmuster. Zum Glück haben wir das zu einem grossen Teil überwunden.
    • Asmodeus 21.04.2016 15:58
      Highlight Highlight Haben wir es wirklich überwunden?

      Bei der Diskussion über Transgender und die Toilettenbenutzung hatte ich ein anderes Gefühl.

      Oder wenn es ums Thema "gemischte Sauna", "Unisextoiletten" oder *schock* Väter auf dem Kinderspielplatz geht.
  • dodo62 21.04.2016 09:07
    Highlight Highlight Sorry hat jetzt zwar nicht direkt mit dem Handschlag zu tun aber überlegt mal ob nicht mehr hinter der "diskriminierung" der Frau steckt. Vielleicht ihr Schutz? Der Hijab ist etwas aus vorislamischer zeit. In unserer Bibel steht du sollst dein Haupt verhüllen vor Gott. Mohamed hat viel getan für Frauen vor seiner Zeit wurden neugeborene Mädchen einfach verscharrt. Und überlegt mal wo unsere christliche Religion vor 600 Jahren war. Soviel jünger ist der Islam.
    • atomschlaf 21.04.2016 10:11
      Highlight Highlight @dodo62: Und wir sollen jetzt 600 Jahre tolerant und geduldig warten, bis sich auch der Islam endlich modernisiert hat?
      Nicht Dein Ernst, oder?
    • Asmodeus 21.04.2016 15:59
      Highlight Highlight Nicht warten aber aktiv eine Integration und Verständnis fördern anstatt nur zu schreien und sie in die Radikalisierung zu drängen.
  • dodo62 21.04.2016 08:55
    Highlight Highlight Ist das schön, das wir in der heutigen Zeit nicht mehr zu tun haben als sich über solche Kleinigkeiten aufzuregen. Wir haben in der Schule den Lehrer nie mit Handschlag begrüßt. Auch heute gibt es nicht viele Leute denen ich die Hand gebe. Ich kannte sogar Schweizer denen es graut dem Anderen die Hand zu geben. Sorry bin auch eine waschechte Schweizerin
  • Asmodeus 21.04.2016 08:32
    Highlight Highlight Hachja.

    Männern geb ich die Hand. Frauen drei Küsschen. Ist das nun auch sexistisch?

    Der Grund, dass den Frauen nicht die Hand gegeben wird, ist ja ein zugrundeliegender Respekt um die Versuchung zu schwächen.

    In meinen Augen absolut bescheuert, da es impliziert, dass wir Menschen so willensschwach sind, dass bereits die Berührung der Hände uns zu sabbernden Vollidioten macht, aber wenn er dies glaubt, dann tut er das.

    Das Thema wird übertrieben dramatisiert und teilweise auch gesucht. Hilft gegen die Islamophobie nicht wirklich.
    Handkehrum müsste ein Politiker auch damit rechnen.
    • Asmodeus 21.04.2016 16:01
      Highlight Highlight Ok jetzt ernsthaft.

      Wieso hab ich soviele Herzchen gekriegt? Mein Post war pro Religionsfreiheit und das Recht einen Handschlag zu verweigern, auch wenn ich persönlich die Gründe dahinter eher nicht nachvollziehen kann.
  • Starman 21.04.2016 07:26
    Highlight Highlight Wieso kommen immer alle mit diesem Anpassen?! Warum kann sich nicht einfach jeder um seine Dinge kümmern und die Anderen so leben lassen, wie sie es für richtig halten? Was fehlt mir denn, wenn mir jemand die Hand nicht gibt? Ich hab weder weniger Lebenszeit, noch weniger Geld auf dem Konto, noch sonstige Nachteile!! Die ganze Hysterie macht das "Problem" doch nur unnötig grösser. Sollten erwachsene Menschen nicht etwas mehr Weitblick haben? Ständig dieser "wenn ich X mache, muss der andere auch"-Kindergarten..
    • Taeb Neged 21.04.2016 07:54
      Highlight Highlight Denken sie doch noch eine Minute darüber nach. Subkulturen die sich nicht an die Gepflogenheiten der Gesellschaft halten und ihre eigenen Regeln über das geltende Grundgesetz stellen?
    • elmono 21.04.2016 08:02
      Highlight Highlight Ja dann erlauben wir dem IZRS doch gleich die Scharia in der Schweiz einzuführen oder? Was hat es uns zu kümmern, wie die muslimische Bevölkerung in der CH lebt? Man muss sich doch nicht den hiesigen Gepflogenheiten anpassen, wo käme wir da auch hin. Der Weitblick manifestiert sich dahingehend, dass man diese so kleine Sache Handschlag nicht diskussionslos hin nimmt. Man will in der CH keine Parallelgesellschaften analog Belgien, Frankreich oder Deutschland - darum dieser absolut nötige Kindergarten.
    • poga 21.04.2016 08:03
      Highlight Highlight Eventuell weil wir auch keine Wahl haben. Wir müssen sie aufnehmen wenn sie ein Asylgesuch stellen oder als EU Arbeiter hier in die Schweiz kommen.
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  • Grundi72 21.04.2016 05:54
    Highlight Highlight Danke Stina Bergström für die klare Ansage in ihrer Partei! Der Kollege kann gerne nach Syrien und dort Handschläge nach belieben verweigern.

    Als Politiker die Stimmung gegen Muslime so mitanzuheizen ist von ihm sehr dumm! Vor allem in Schweden, wo sehr viele Flüchtlinge aufgenommen werden! Als Dank verweigert man dann den Händedruck - ich schnalls nicht...
    • stiberium 21.04.2016 08:41
      Highlight Highlight Er wird aber ziemlich sicher nicht nach Syrien gehen. Er ist ja Schwede. Vielmehr wird er weitere Gleichgesinnte um sich scharen und vielleicht eine Muslimpartei in Schweden gründen? Die einzige die hier die Stimmung anheizt ist die gute Stina.
  • Jonasn 21.04.2016 02:11
    Highlight Highlight Wenn Buddhisten die Hände Falten und sich leicht verbeugen, akzeptieren wir das als ihre Kultur. Wenn Japaner sich verbeugen und Visitenkarten so übergeben, dass die Hände sich nicht berühren, akzeptieren wir das als ihre Kultur. Wenn Muslime sich ans Herz greifen statt einem Händedruck, ist das terrorismus und mangelnde Integration. Man sollte manchmal kurz innehalten und mit etwas Distanz nachdenken bevor man verteufelt...
    • JayG 21.04.2016 05:58
      Highlight Highlight Ja, wir akzeptieren das, wenn sie das unter sich in ihrer eigenen Kultur tun. Aber nicht wenn sie hier mit uns leben wollen. Dann sollen sie sich ein wenig anpassen und ein Mindestmass an Respekt unserer Kultur gegenüber zeigen. Ich erwarte ja auch nicht, wenn mich in einem anderen Land mit einer fremden Kultur niederlasse, dass die dortigen Menschen sich nun mir anpassen müssen. Da muss ich mich doch anpassen oder sehe ich das falsch?
    • Bowell 21.04.2016 06:38
      Highlight Highlight Nun, ist schon lange her als ich das letzte Mal einen Buddhisten gesehen habe, aber wenn schon verneigen die sich vor allen gleich, egal ob Männlein oder Weiblein. Dasselbe gilt für die Japaner. Die Selektivität empört, nicht die Händedruckverweigerung an sich.
    • Gsnosn. 21.04.2016 07:18
      Highlight Highlight Ich kenne viele Buddhisten hier in der Schweiz und jeder gibt die Hand zum begrüssen oder zum Abschied. Was sie untereinander machen ist doch egal aber sie halten an die Westliche Gepflogenheiten. Bitte such dir ein bessere Beispiele!
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