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Russland verweigert ARD-Journalist Hajo Seppelt die Einreise

11.05.18, 22:06

Russland verweigert dem ARD-Journalisten Hajo Seppelt das Visum für die Fussball-WM vom 14. Juni bis 15. Juli, teilte der öffentlich-rechtliche TV-Sender am Freitag mit. Seppelt stehe auf einer Liste der in Russland «unerwünschten Personen» und könne daher nicht in die Russische Föderation einreisen. Nähere Angaben zu den Hintergründen seien nicht gemacht worden, teilte der Sender mit.

«Die ARD betrachtet dies als einen einmaligen Vorgang in der Geschichte des ARD-Sportjournalismus und im Hinblick auf die Berichterstattung über Grossereignisse wie die Fussball-WM als beispiellosen Eingriff in die Pressefreiheit», hiess es in der Mitteilung. Bei Sportgrossereignissen wie der Fussball-WM oder den Olympischen Spielen sei der freie Zugang für Medienvertreter aus aller Welt üblicherweise selbstverständlich und gehöre auch zu den Voraussetzungen für die Vergabe an Ausrichterländer.

Der mehrfach ausgezeichnete Seppelt ist durch seine Beiträge zum Thema Doping bekannt geworden, die seit 2009 in der ARD ausgestrahlt werden. Er trug massgeblich dazu bei, das russische Doping-System aufzudecken. Arbeitsschwerpunkte des 55-jährigen Berliners sind die Themen Doping, Sportpolitik und Olympia.

Die FIFA erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, dass Seppelt eine Akkreditierung für das WM-Turnier gewährt worden sei. Nun warte man auf Informationen aus Russland. Die Pressefreiheit sei für die FIFA von überragender Wichtigkeit. «Wir streben immer an, Medienvertretern die besten Voraussetzungen zur Berichterstattung über alle FIFA-Turniere zu bieten.» (sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Direkt66 12.05.2018 01:39
    Highlight Brot und Spiel für die Massen hat auf dieser Welt schon Schäden in Ungeahnten Ausmassen angerichtet . Bei besten Willen mit Fairness hat das rein garnichts zu tun . Menschen mit Anstand und nur die Spur von Gerechtigkeitempfinden boykottieren sowas Prinzipell .
    6 2 Melden
  • tagomago 11.05.2018 22:51
    Highlight Kann Watson die Blitze in den Kommentaren zu diesem Artikel nachverfolgen? Es scheint mir suspekt, dass so viele Blitze gedrückt werden. Ich mag mich ausserdem an einen antirussischen Artikel auf 20min.ch erinnern, bei dem auch die Kommentare und Thumbs-up extrem pro Russisch waren. bots.ru?
    13 8 Melden
    • Echo der Zeit 12.05.2018 11:05
      Highlight 20min ist Gutes Beispiel - Ja dann schau mal wie schnell es geht ab dem Zeitpunkt wo der Artikel Online geht - auch bei anderen Medien - Extrem ist es in Osteuropäischen Ländern, da schalten Sie gleich eigenen "Informations Seiten" auf. Beobachte das seit Jahren und inzwischen ist es ein selbst Läufer geworden - Stetiger Tropfen Höhlt den Stein.
      6 2 Melden
  • @cyclingsimon 11.05.2018 21:38
    Highlight (ich finde es sehr spanennd, dass bei dem Artikel sämtliche Kommentare hauptsächlich geblitzt werden, obwohl die Inhaltlich kreuz und quer sind) *aluhut-ab*
    19 10 Melden
  • what's on? 11.05.2018 21:07
    Highlight Service Public ohne Fussball-WM - da könnte man die Billag-Gebühren sinnvoller einsetzen.
    4 4 Melden
  • Ichiban 11.05.2018 20:09
    Highlight Ahhh ja so reagiert man wenn man mit Doping nichts zu tun hat
    38 47 Melden
  • The truth is out there 11.05.2018 19:35
    Highlight Russland hat seine Gründe und die hat der Westen, insbesondere die EU zu respektieren. Der ist doch ein Spion!
    24 47 Melden
    • Fabio74 11.05.2018 20:29
      Highlight Man hat GRünde und ein besseres Schuldeingeständnis kann man nicht abgeben
      30 40 Melden
  • Yorik2010 11.05.2018 19:32
    Highlight Ein perfekteres Schuldeingeständnis gibt es gar nicht!
    Wieso die vielgelobten Verbände nicht klarer gegen Russland Stellung beziehen zeigt auch wess Geistes Kind sie sind.
    41 52 Melden
  • @cyclingsimon 11.05.2018 19:31
    Highlight Nicht so diplomatisch, aber wenn er Russland (berechtigt) ans Bein pinkelt, darf er nachher nicht verwundert sein, dass er dort nicht mehr mit einem roten Teppich empfangen wird...

    Nicht dass ich das gut finde, aber Russland tickt halt nun ein wenig anders als andere Länder
    17 33 Melden
    • Echo der Zeit 11.05.2018 21:01
      Highlight Die Ausländischen werden ausgeladen - Die Inländischen werden Umgebracht.
      25 8 Melden
    • Kraken 11.05.2018 21:13
      Highlight Es gibt noch andere Fälle wo ein Land gewisse Journalisten oder irgendwelche Sportler nicht ins Land lässt. Naja nur diese Dinge wirst du nicht in den Medien finden. Vor allen wenn es die europäische Länder oder US betrifft. Ganz einfach!!!
      13 21 Melden
    • psylo 13.05.2018 11:53
      Highlight Und ich dachte schon, der Whataboutismus sei gestorben... Kraken, du setzt dich aber tapfer dafür ein.
      3 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 11.05.2018 19:22
    Highlight Kein Wunder.
    Der will doch eh nur mit der Absicht hin um in die Suppe zu spucken.
    27 39 Melden
    • Sauäschnörrli 11.05.2018 20:20
      Highlight Die Pressefreiheit gilt, auch wenn das Geschriebene das Papier nicht wert ist.
      17 8 Melden
  • roger.schmid 11.05.2018 19:16
    Highlight Nun sollten sich alle Sportjournalisten solidarisieren und damit drohen, die Berichterstattung komplett einzustellen. Dann würde das Einreiseverbot rel. schnell aufgehoben. Wird aber natürlich nicht passieren. Schade eigentlich - denn es kann ja nicht sein, dass nur noch Journalisten von Kremls Gnaden, die nichts über die Dopingskandale berichten, zugelassen werden.
    34 59 Melden
    • EvilBetty 11.05.2018 22:32
      Highlight Das wird genauso wenig pssieren, wie die Leute die WM nicht mehr schaun um die FIFA zu boykottieren...
      6 1 Melden
  • Echo der Zeit 11.05.2018 19:04
    Highlight Die Fussball WM kann man Ignorieren - nicht nur in Russland.
    26 32 Melden
    • EvilBetty 11.05.2018 22:32
      Highlight ^This
      2 1 Melden
  • James McNew 11.05.2018 19:03
    Highlight "Die Epoche der liberalen Demokratie ist zu Ende", sagte Orban. Gilt auch für Russland, und für die Fifa schon viel länger...
    33 19 Melden
    • Fabio74 12.05.2018 16:54
      Highlight nur war und ist die FIFA kein Staat sondern ein Verein. Und daher passt der Vergleich absolut nicht
      4 0 Melden

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