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(L-R) Russian navy corvette Steregushchy, destroyer Nastoichivy and frigate Admiral Gorshkov are anchored in a bay of the Russian fleet base in Baltiysk in Kaliningrad region, Russia, July 19, 2015. Kaliningrad is one of the Russian cities, which will host the 2018 World Cup. Picture taken July 19, 2015. REUTERS/Maxim Shemetov

Die russische Armee bereitet sich offenbar auf einen Einsatz in Syrien vor.
Bild: MAXIM SHEMETOV/REUTERS

US-Berichte: Russland schickt angeblich Schiffe, Flugzeuge und Truppen nach Syrien

Die USA haben offenbar weitere Hinweise darauf, dass Moskau direkt in den syrischen Bürgerkrieg eingreift – mit Flugzeugen und Schiffen.

09.09.15, 20:53 10.09.15, 09:07


Ein Artikel von

Offiziell gibt es noch keine Aussagen der US-Regierung. Doch hinter den Kulissen reden einige Vertreter über angebliche Hinweise auf ein direktes militärisches Eingreifen Russlands in den syrischen Bürgerkrieg.

In den vergangenen Tagen seien mindestens drei russische Militärflugzeuge in Syrien gelandet, sagten US-Offizielle laut der Nachrichtenagentur Reuters. Zwei Maschinen vom Typ Antonow-124 sowie eine Passagiermaschine seien auf einem Flughafen in der Region Latakia gelandet. In einem weiteren Bericht ist ausserdem von zwei Panzerlandeschiffen die Rede.

Die Russen errichteten an dem Flughafen im Nordwesten des Landes demnach Fertigbau-Unterkünfte, die «Hunderten» Menschen Platz böten. Ausserdem hätten sie tragbare Ausrüstung für die Luftraumkontrolle mitgebracht. «All dies legt nahe, dass Russland plant, von diesem Flugfeld aus eine Art Flugeinsatzzentrale zu betreiben», sagte einer der US-Regierungsvertreter der Agentur AFP.

Mehrere Insider im Nachbarland Libanon berichteten, russische Truppen hätten an Kampfhandlungen in Syrien teilgenommen.

USA sind «beunruhigt»

Auch in Syrien selbst heisst es, Russland habe die Präsenz seiner Militärberater dort ausgeweitet. «Russische Experten sind immer vor Ort, aber im vergangenen Jahr waren sie stärker präsent», verlautete aus syrischen Militärkreisen. Alle Aspekte der Beziehungen zwischen Syrien und Russland würden derzeit weiterentwickelt, auch die militärischen. Russland argumentiert, seine Militärexperten seien nur vor Ort, um der syrischen Armee bei der Übernahme russischer Waffenlieferungen zu helfen.

US-Aussenminister John Kerry hatte seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Samstag mitgeteilt, dass Washington über ein mögliches verstärktes militärisches Engagement im Syrien-Konflikt «beunruhigt» sei. Lawrow erwiderte darauf nach russischen Angaben, die Regierung in Moskau habe niemals bestritten, die syrische Regierung mit Waffen zu beliefern. Russland gehört zu den letzten Unterstützern von Syriens Staatschef Baschar al-Assad.

Auch Grossbritannien und Frankreich könnten eingreifen

Neben Russland könnten demnächst auch Grossbritannien und Frankreich in Syrien militärisch eingreifen. Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier warnte daher am Mittwoch vor einer zusätzlichen Eskalation in dem Land.

Die britische Luftwaffe hatte am 21. August erstmals die Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Die britische Regierung schliesst weitere solcher Angriffe nicht aus. Auch Frankreich bereitet Luftangriffe gegen den IS in Syrien vor.

Bulgarien bot Moskau unterdessen an, unter Auflagen russischen Maschinen wieder den Überflug zu erlauben. Russische Flugzeuge mit Ziel Syrien könnten den bulgarischen Luftraum nutzen, «wenn unsere russischen Kollegen zustimmen, dass ihre Maschinen auf einem bulgarischen Airport inspiziert werden», sagte Bulgariens Aussenminister Daniel Mitow.

Bulgarien schliesst Flugraum für russische Flüge

Bulgarien habe den Überflug russischer Maschinen nach Syrien zuvor verweigert, weil es Zweifel an der deklarierten Fracht der Maschinen «und der tatsächlichen Lieferung» gegeben habe, betonte Mitow. Russland hatte sich verärgert über die Verweigerung der Überflugrechte gezeigt.

Griechenland öffnete nach russischen Angaben seinen Luftraum für Hilfsflüge. Die Genehmigung sei am 31. August erteilt worden, zitierte am Mittwoch die Agentur Tass einen russischen Botschaftsmitarbeiter in Athen. Sie gelte bis zum 24. September. Auch Iran habe allen Bitten um Überflüge stattgegeben, berichtete zudem die Agentur Interfax unter Berufung auf die russische Botschaft in Teheran.

Eine Koalition von Dschihadisten unter Beteiligung der al-Nusra-Front eroberte inzwischen am Mittwoch nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte den Militärflughafen Duhur in der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib. Das staatliche syrische Fernsehen bestätigte die Eroberung und gab bekannt, die syrischen Regierungstruppen hätten sich von dem Stützpunkt zurückgezogen. Dieser war seit zwei Jahren belagert worden.

ler/AFP/Reuters

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • poesie_vivante 09.09.2015 23:30
    Highlight Liebes watson-Team: Bitte publiziert doch nicht jeden Mist, den Spiegel Online zusammenschreibt. Artikel, bei denen in jedem Satz das Wort «angeblich» vorkommt, sollten konsequent unpubliziert gelassen werden.

    Weil mit «angeblich» kann man alles behaupten. Zum Beispiel:

    «Angeblich schickt Senegal der Schweiz moderne Kampfflugzeuge, damit Ueli Maurers Traum von der besten Armee der Welt erfüllt werden kann. Diese Information soll angeblich aus gut unterrichteten Kreisen in der Schweizer Armee stammen. Ein offizielles Statement von Maurer gibt es hingegen noch nicht.»

    ;-)
    21 5 Melden

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