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A Russian flag flies on the bank of the Black Sea during celebrations for the first anniversary of the Crimean treaty signing in Sevastopol, March 18, 2015. Russia's flag is flying across Crimea on the anniversary of what President Vladimir Putin calls the region's historic

Klar markiert: Eine russische Fahne weht auf der Krim. Bild: MAXIM SHEMETOV/REUTERS

Erneute Kehrtwende: Trump fordert Rückgabe der Krim an die Ukraine

Klare Ansage an Moskau: Der US-Präsident will, dass die annektierte Krim an die Ukraine zurückgeht. In Russland schwindet die Hoffnung auf ein Ende der Sanktionen – die Aufregung ist gross.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Bisher hatte nur die neue UNO-Botschafterin der USA den Ton gegen Russland verschärft, jetzt kommt die Bestätigung durch den Präsidenten: Donald Trump fordere von Russland, dass es die Krim an die Ukraine zurückgibt. Das teilte sein Sprecher Sean Spicer mit.

«Präsident Trump erwartet von Russland, in der Ukraine deeskalierend gegen die Gewalt einzuwirken und die Krim an die Ukraine zurückzugeben», sagte Spicer bei seinem Pressebriefing am Dienstag. «Gleichwohl setzt er auf gute Beziehungen zu Russland», ergänzte Spicer.

Nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im März 2014 hatte die Regierung Barack Obama Sanktionen gegen Russland verhängt. Trump hat sich allerdings mehrfach offen für eine Wiederannäherung gezeigt.

In einem Zeitungsinterview hatte er etwa gesagt, er wolle Wladimir Putins Regierung einen Deal vorschlagen, in dem das Ende von Sanktionen als Gegenleistung für ein Abkommen zur nuklearen Abrüstung angeboten werde.

Empörte Russen

Diese Hoffnungen der Russen hat Trump mit seiner Klarstellung nun offenbar zerstört. In Russland löste die Aussage Trumps ein breites Medienecho aus und sorgte für Empörung.

Anfang Februar hatte Donald Trumps Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, Moskau bei ihrem ersten Erscheinen im Sicherheitsrat bereits heftig kritisiert. Sie sprach von einer «aggressiven» russischen Vorgehensweise in der Ukraine.

Die Strafmassnahmen blieben bestehen, sagte Haley schon damals, «bis Russland die Kontrolle über die Halbinsel an die Ukraine zurückgegeben hat».

Russland soll vertragswidrig neue Raketen stationiert haben

Russland soll zudem neue Raketensysteme stationiert und damit den russisch-amerikanischen INF-Vertrag gebrochen haben. Das berichten der TV-Sender CNN und die «New York Times» unter Berufung auf Quellen in der US-Regierung.

«Die russische Föderation verletzt weiterhin ihre Pflichten aus dem INF-Vertrag», heisst es in einem Statement des US-Aussenministeriums, das CNN vorliegt. Demnach sei Russland der Besitz, das Produzieren und das Testen von Lenkraketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern verboten.

Der 1988 in Kraft getretene INF-Vertrag regelt die Vernichtung aller nuklear bestückbaren Mittelstreckensysteme. CNN berichtete über weitere Provokationen von russischer Seite.

Unter anderem soll ein Kriegsschiff vor der Atlantikküste des US-Bundesstaates Delaware aufgetaucht sein. Einen Zwischenfall mit einem US-Kriegsschiff und russischen Kampfflugzeugen im Schwarzen Meer dementierte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums. (sun/reuters/dpa/spiegel online)

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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DocM 15.02.2017 21:49
    Highlight Highlight Trump muss gegen die Russen poltern, damit er wegen des Flynn Skandals glaubwürdiger erscheint. Reine Taktik, mehr nicht.
  • Raphfa 15.02.2017 16:37
    Highlight Highlight Während des Lesens der Kommentare zu den Grenzverschiebungen entschied ich mich zur Trennung von der Schweiz.

    Ich sage Adieu zum Nationalstaat und dem üblen Diktat der von mir nicht gewählten Regierung.

    Endlich Freiheit des Individuums - bis zum Punkt, wo diese dem anderen schadet - statt Bevormundung durch das künstliche Konstrukt des Staats. Also keine Entscheide mehr akzeptieren, die meine Freiheit beschneiden, nur weil die Mehrheitdiktatur so entschied.

    Man könnte ja dann noch einen Nationalstaat übriglassen für diejenigen, die nicht ohne die Fuchtel der Herrschaft leben können.




  • ujay 15.02.2017 10:06
    Highlight Highlight Bei diesem Schwachsinn von Trump kann ich nur Adenauer zitieren:"Was kuemmert mich mein Geschwaetz von gestern".
  • JackMac 15.02.2017 09:09
    Highlight Highlight Ich verlange die Rückgabe der USA an die Indianer, Hawaii an die Hawaianer, Alaska den Innuit.
    • Hierundjetzt 15.02.2017 09:37
      Highlight Highlight Cool. Russland hat ca. 50 verschiedene Völker und ebensoviele Autonome Regionen. Die sollen das gemäss Deiner Einlassung auch so machen. Super Idee.
    • Wehrli 15.02.2017 10:10
      Highlight Highlight Und Europa geben wir den Neandertalern zurück, die waren zuerst da.
    • Homes8 15.02.2017 10:36
      Highlight Highlight Finde ich gute Idee kleinere Machtblöcke sind eh besser um echte Demokratie zu leben.

      @ Wehrli
      Ja gibts noch solche? Bist du einer von denen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 15.02.2017 08:59
    Highlight Highlight Tja Putin, so leicht kommt man eben doch nicht davon, wenn man einfach so in den Nachbarstaat einfällt um sich dessen Territorium unter den Nagel zu reissen oder diesen Nachbarstaat gewaltsam aufhalten will eine europäische Demokratie zu werden.
    • Mikki 15.02.2017 09:04
      Highlight Highlight Aber im kosovo ists ok gell??
    • Hierundjetzt 15.02.2017 09:38
      Highlight Highlight Das ist ein sogenannt alternativer Kommentar. Serbien hat den Kosovo in die Unabhängikeit entlassen. Die Ukraine due Krim nicht.
    • Majoras Maske 15.02.2017 09:46
      Highlight Highlight Als sich die Krim mit der restlichen Ukraine mit einer freuen Volksabstimmung von der Sowjetunion abgespalten hat, hat Russland dies akzeptiert und die Krim, die mehrheitlich für die Loslösung von Russland gestimmtt hat, ausdrücklich ziehen lassen. Man kann nicht einfach 20 Jahre später seine Meinung ändern und Soldaten hin schicken.
      Die Ausgangssituation mit dem Kosovo war allerdings durch den Jugoslawienkrieg und seine Verbrechen anders.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chili5000 15.02.2017 08:55
    Highlight Highlight Von wegen "Klare Ansage an Moskau", alles was Trump sagt ist nicht klar sondern entspricht nur jenem Moment in dem die Worte seinen Mund verlassen haben. Das könnte Morgen schon ganz anderst sein. Sieh man sich das Häufchen Elend an was sein Kabinett und seine "Berater" abliefern wird einem fast schlecht. Das der Typ immer noch Befürworter hat lässt einem an der Menschheit zweifeln...
  • Fischra 15.02.2017 07:37
    Highlight Highlight Die Russen haben in Sevastopol den einzigen Anschluss zum Mittelmeer. Es war schon 2010 klar dass dieser Angriff kommen muss den die Verträge mit der Ukraine sind 2013 ausgelaufen. Russland wollte dieses Platz nicht verlieren. Schon gar nicht an die Nato. Es ist aber eine riesen Schweinerei was da passiert.
    • Nate Summer-Cook 15.02.2017 09:21
      Highlight Highlight Den einzigen Marinestützpunkt vielleicht. Aber sie haben schon noch andere Häfen am Schwarzen Meer.
    • Fischra 16.02.2017 06:27
      Highlight Highlight Ein Marinestützpunkt ist Militärisch. Alles andere Zivil. Sie serden ihren Platz nicht freigeben damit die Gegner ihn einnehmen können. Das würde nebst den Kosten auch den Stolz in Mitleidenschaft ziehen.
  • Soli Dar 15.02.2017 07:31
    Highlight Highlight Schon klar, dass die Amis 'die Guten sind'
    User Image
    • Mikki 15.02.2017 08:35
      Highlight Highlight Ein bild sagt mehr als tausend worte 👌🏼
    • LaPaillade #BringBackHansi 15.02.2017 09:18
      Highlight Highlight Ich würde mir mehr sorgen machen, warum ein Staat wie Kasachstan es für nötig befindet der NATO einen Stützpunkt zu erlauben, eventuell ist man ein bisschen eingeschüchtert durch seinen Nachbarn?
    • Hierundjetzt 15.02.2017 09:40
      Highlight Highlight Soli Dar: yep, bitte antworte doch belastbar auf den Comment von LaPaillade...

      Ah. Geht nicht 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas Bollinger (1) 15.02.2017 07:01
    Highlight Highlight Wenn Trump Alaska zurückgibt, macht das Putin viellecht. ;-)
    • Don Alejandro 15.02.2017 07:27
      Highlight Highlight Einfach als objektiver Fakt: Alaska wurde den Russen abgekauft, die Krim wurde annektiert.
    • reaper54 15.02.2017 07:32
      Highlight Highlight Die Krim ist ein wenig komplizierter als Alaska... zumal Alaska legal abgekauft wurde und nicht im Suff verschenkt und ein paar Jahrzente später illegal zurückerobert wurde...
    • Wehrli 15.02.2017 07:38
      Highlight Highlight Ach, die Ruski, jetzt fangen die an zu Jammern. Dabei haben sie nicht mal die Kohle um die Strassen sauber zu halten auf der Krim ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • OkeyKeny 15.02.2017 06:31
    Highlight Highlight Macht er nie und nimmer.

    https://www.google.hn/amp/www.sueddeutsche.de/politik/ukraine-im-umbruch-warum-die-krim-fuer-putin-so-wichtig-ist-1.1900897!amp?client=ms-android-samsung

    Es gilt dem Artikel noch beizufügen, dass dies Russlands einziger militärischer Hafen ist, der das ganze Jahr eisfrei bleibt.
    • Wehrli 15.02.2017 07:40
      Highlight Highlight Den Hafen dürfen Sie ja behalten, bloss dir geraubte Halbinsel soll zurück. Na, da wird der Ivan aber jammern ...
  • _kokolorix 15.02.2017 06:23
    Highlight Highlight So, nach weniger als zwei Monaten ust es schon soweit. Nachdem Trumps Regierung innenpolitisch völlig versagt und nur Chaos ausgelöst hat, greift sie nun zum altbewährten Mittel, einen äusseren Konflikt zu eskalieren um davon abzulenken. Auch von den Trumptrollen, die ihm grosses und Hillary nur Krieg zutrauten, ist nichts mehr zu hören...
  • roger.schmid 15.02.2017 06:07
    Highlight Highlight "Trump erwartet von Russland, (....) die Krim an die Ukraine zurückzugeben», sagte Spicer «Gleichwohl setzt er auf gute Beziehungen zu Russland».

    tja, dies dürfte schwierig werden. der "loofa-faced shit-gibbon" wird noch auf die Welt kommen..
  • bschuele 15.02.2017 05:58
    Highlight Highlight Bin gespannt was die Putintrolle dazu sagen...
    • Wehrli 15.02.2017 07:41
      Highlight Highlight Die werden Jammern, Zettern und weinerlich die Ungerechtigkeit der Welt beklagen ...
    • Mikki 15.02.2017 08:39
      Highlight Highlight Ja klar die russen werden jammern und zittern? Lebst du hinterm mond?

Facebooks schmutziges Geheimnis – Zuckerberg und Co. behaupten, sie wussten von nichts

Facebook reagiert auf Enthüllungen, wonach der Konzern eine PR-Firma bezahlt hat, um den jüdischen Milliardär George Soros und andere Kritiker zu diffamieren. 

Angesichts der jüngsten haarsträubenden Enthüllungen zu Facebook werden sich viele Beobachter fragen:

Zur Erklärung: Wir befinden uns mitten in einem Drama, das nach dem immer gleichen Schema abläuft:

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