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«Goebbels-Methoden!»: So geben sich Russland und Grossbritannien auf den Deckel



In der Affäre um den vergifteten russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal sind Russland und Grossbritannien im Uno-Sicherheitsrat heftig aneinander geraten. Der russische Uno-Botschafter Wassili Nebensia sprach von einem «absurden Theater».

Die Regierung in London spiele mit dem Feuer, wenn sie Russland vorwerfe, hinter dem Anschlag auf Skripal und seine Tochter zu stehen, sagte Nebensia am Donnerstag. Es werde ihr leid tun.

Russian Ambassador to the United Nations Vassily Nebenzia holds up a copy of

Der russische Uno-Botschafter Wassili Nebensia mit einer Ausgabe von «Alice im Wunderland». Bild: AP/AP

Russland, auf dessen Antrag der Uno-Sicherheitsrat zusammentrat, wehrt sich gegen den Vorwurf des Westens, hinter dem Angriff auf Skripal und dessen Tochter zu stecken. «Hätten Sie nicht eine bessere erfundene Geschichte präsentieren können?», fragte Nebensia.

Der russische Uno-Botschafter sprach von einem «Propaganda-Krieg», der gegen sein Land angezettelt werde. Ziel sei es, Russland «zu diskreditieren und zu delegitimieren». Mit Blick auf den Propagandaminister im nationalsozialistischen Deutschland sprach Nebensia von «Goebbels-Methoden».

Grossbritannien wehrt sich

Grossbritannien verteidigte dagegen sein Vorgehen. Britische Polizisten hätten das Nervengift an der Tür von Skripals Haus in Salisbury sichergestellt. «Wir glauben, dass das britische Vorgehen jeder Untersuchung standhält. Wir haben nichts zu verstecken ... aber ich befürchte, dass Russland etwas zu befürchten haben könnte», sagte die britische Uno-Botschafterin Karen Pierce.

British Ambassador to the United Nations Karen Pierce speaks during a Security Council meeting on the situation between Britain and Russia Thursday, April 5, 2018 at United Nations headquarters. (AP Photo/Mary Altaffer)

Die britische Uno-Botschafterin Karen Pierce. Bild: AP/AP

Pierce sagte weiter, London habe vollkommen im Einklang mit internationalen Konventionen gehandelt. Ihr Land lasse «sich nicht in Sachen Moral oder hinsichtlich unserer Verantwortung von einem Land belehren, das so viel getan hat, um die angemessene Aufklärung von Chemiewaffen-Einsätzen in Syrien zu verhindern».

Bericht: Russisches Militärlabor identifiziert

Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im englischen Salisbury vergiftet worden. Die britische Regierung macht Moskau für den Giftanschlag verantwortlich; Russland weist jede Verantwortung zurück.

Einem Zeitungsbericht zufolge hat der britische Geheimdienst ein russisches Militär-Forschungslabor als Quelle des Giftes identifiziert. Die Zeitung «Times of London» berief sich auf ein Treffen des britischen Geheimdienstes mit Verbündeten. Dabei hätten die Geheimdienstler erklärt, das Gift Nowitschok sei in einer Militäreinrichtung im Südwesten Russlands produziert worden, hiess es in dem Bericht.

Der Fall hat zu der schwersten diplomatischen Krise zwischen Russland und Grossbritannien sowie zahlreichen weiteren westlichen Staaten seit dem Kalten Krieg geführt. Viele westliche Staaten wiesen russische Diplomaten aus, worauf Russland ebenfalls mit Ausweisungen reagierte. Die Sitzung des Uno-Sicherheitsrats am Donnerstag wurde von Russland beantragt. (sda/afp/reu)

«Treten Sie 2030 wieder als Präsident an?»

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Video: srf

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 06.04.2018 17:00
    Highlight Highlight Irgendwie machen die Briten sich mit voreiligen Beschuldigungen und einer Kettenreaktion an eingeschnapptem Verhalten ein bisschen lächerlich. So als hätten sie immer noch nicht verknust, dass ihr Empire nix mehr wert ist und sie in der Welt eigentlich nur noch als schrullige Vögel wahrgenommen werden.
  • Sebastian Wendelspiess 06.04.2018 12:31
    Highlight Highlight Wie peinlich sind die Briten langsam 😂 dan bringen sie auch noch Syrien ins Spiel, wo bis jetzt nur die vom Westen unterstützten Rebellen mit Giftgas herumspielten. Eigentor!
  • Angelo C. 06.04.2018 12:01
    Highlight Highlight Zitat :

    „Die Zeitung «Times of London» berief sich auf ein Treffen des britischen Geheimdienstes mit Verbündeten. Dabei hätten die Geheimdienstler erklärt, das Gift Nowitschok sei in einer Militäreinrichtung im Südwesten Russlands produziert worden, hiess es in dem Bericht.“


    Wie wenn solch hilflose Behauptungen irgendwelche Beweiskraft beinhalten würden, tztz 🙄! Sie werden einfach nur angeschlossen, um nicht dümmer dazustehen als man nach dem bisherigen Verlauf schon steht...

    Russland selbst hat sich bisher kooperativ gezeigt und fand exakt die richtigen Worte an der UN-Versammlung.

    • Mandelbrot 07.04.2018 08:06
      Highlight Highlight Falls es sich beim Giftanschlag wirklich um eine Nowitschokvariante (z.B. A 234 ? ) gehandelt haben soll, dann müsste es eigentlich nur EINEN Herkunftsort geben und nicht mehrere. Angegeben werden aber zwei, nämlich ein Labor in Schichany bei Saratow und das Yasenevo lab in einem Stadtteil von Moskau . Wie ist das möglich ?

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